Kasperlemagazin

Aus der medischen Wurzel *ganza- (Schatz) machten die Araber خَزَنَ‎ (chazana, lagern) und خزانة chizana (Schrank), daraus dt. "Magazin", sp. almacén, Lager und alcancía (Sparschwein). Persisch: گنجینه ganjine Schatz, türk. hazine. Die Aramäer und Hebräer: גזבר (gizbár, Schatzmeister) (vgl. bear, Bahre -> tragen). Daraus Casper von den Heiligen Drei Königen.

Meine Lieblingsbuchstaben

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Kennt man:

Pommes, Badesee - aber dummerweise das rote Gummiboot vergessen. enter image description here Quelle

"Out of Bagdad Café"

Seehöder-Fleischhaufer strandet am Bahnhof Rosenheim. Es ensteht eine ungleiche Freundschaft mit einem rechten Grenzbeamten. Nach einem Heiratsantrag einer alten AFDlerin geht er nicht mehr nach Berlin zurück.

Vom Räterevolutionär ins Hollywood-Kino

Wie ein Münchner Räterevolutionär und Trickster seine anarchistischen Ideen bis ins Hollywood-Kino brachte ... die absurde Story von Ret Marut alias B. Traven alias Hal Croves alias Otto Feige ist bisher an mir vorbeigegangen. https://de.wikipedia.org/wiki/B._Traven (via Nebensatz in der @SZ)

Sumatra

Sumatra, von Sanskrit समुद्र (samudra, "Meer") सम्- (sam-, "zusammen" + उद्र udrá, "wasser), letzteres von indo-europ. *udrós, daraus: dt. Otter (hindi: ऊद ud, pol: wydra), lat. unda ("Welle"), waschen, Wasser, ὕδωρ u. ὕδρα (altgr. Wasser u. Wasserschlange) und schließlich engl. wet, water

SMS

Die Medizin der Renaissance war der Auffassung, dass der Geist nur zwei Möglichkeiten hat, wahrnehmbar aus dem Körper herauszutreten: Über die Sprache und über das Sperma. In der Oberschicht sah man im mann-männlichen Geschlechtsverkehr daher die Mitteilung von Geist. Schmale: Geschichte der Männlichkeit, S. 104. Quellenangabe dort: Ioan Culianu: Eros und Magie der Renaissance, S. 155 ff.

Keine einzige Welt

Kleine erkenntnistheoretische Krise des vorherigen Lesers am Buchrand enter image description here

Der Schnurrbart vom Hausbesorger

"Es stinkt!" klagten sie alle. "Ich stinke nichts!" Er konnte nicht einmal deutsch. Er hatte eine dicke Nase und riesige Nasenlöcher, aber der Schnurrbart darunter war gewichst und reichte in die Löcher hinein. So roch er nur immer die Pomade, und die Leiche, die roch er nie.
Elias Canetti: Die Blendung, S. 502.

Frosch

Frosch, althd. frosc, altengl. frosc, norwegisch frosk, proto-germanisch *fruþgô, von proto-indoeuropäisch *prew- (springen), vgl. russisch пры́гать (prýgatʹ, herumspringen), persisch پرش (paresch, springen), sanskrit प्रव (pravá, flatternd, schwebend), verwandt mit deutsch: froh