Mosaikum 1.0

 Von KerLone


Mini MosaikWissenschaftliches Logbuch

 Ethnologie und anderes kluges Zeug

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Öffentliche Ausgabe [Info]


[31.1.2002]
Wortanalyse fortgesetzt. Mehr Treffer als ich erwartet hätte. Außerdem ist es sehr unterhaltsam, die ganzen alten Monographien mal durchzuschauen.

[28.1.2002]
Zunächst nochmal kurz mit dem Huaca-Konzept, bzw, Florian Hofers Buch beschäftigt. Dann eine eher spielerische Zufallsanalyse gemacht. Ich habe einfach in einigen Wörterbüchern zu südamerikanischen Sprachen nach wichtigen Begriffspaaren gesucht. Auch in einigen Monographien konnte ich entsprechende Begriffspaare finden. Es ist also nicht so, dass es in Südamerika alles um heiß und kalt dreht, es gibt schon auch was anderes . Obwohl das natürlich alles auch miteinander zusammenhängen kann.
Viel rausgekommen ist aber nicht, ich werde am Do. nochmal ein weiteres Regal mit Monographien durchforsten. Aber es schadet ja nicht, wenn man auch mal einen Überblick bekommt, welche Indianerstämme eigentlich in Buchform bei uns gegenwärtig sind.
Was mir viel bewußter geworden ist, ist wie problematisch ein universelles Begriffspaar eigentlich ist. Das kann ja inhaltlich in alle Richtungen gehen. Am Do. sollte ich auch mal eine komplette Liste aus dem Kopf aufschreiben, wie viele Verwendungsebenen mir spontan einfallen. Klar, die Liste entstammt dann aus unserer Kultur, aber sie wird mir zumindest die mögliche Spannbreite aufzeigen.

[25.1.2002]
Wieder kaum vorwärtsgekommen. Einige Bücher für eine Wortanalyse gefunden. Leider gibt es nicht viele Bücher über südamerikanische Sprachen am Institut. Aber man findet in den Monographien oft ein paar Kapitel zur jeweiligen Sprache, oft mit kleinem Wörterbuch. Aber warum müssen Monographien immer so sonderbare Titel haben? Wer hat das wieder erfunden?

[24.1.2002]
Kaum weitergekommen. Motivationstief durch die drei vorhergehenden disziplinierten und anstrengenden Tage. What goes up, must come down. Eine Wortanalyse gestaltet sich bei den wenigen Büchern schwierig, werde ich aber morgen versuchen. Ansonten noch ein bisschen in Hofers Buch geblättert.

[21.1.2002]
Durch das Durcheinander im Kolloqium hat sich heute eine Zeitlücke aufgetan, die ich etwas widerwillig genutzt habe, um mein Thema spontan vorzustellen. Es war wirklich noch etwas zu früh. Die Themenideen, die ich vortrug, waren so zahlreich, dass es kein Wunder war, dass keine direkten Kommentare gegeben wurden. Büchertipps hätten mir auf dieser Recherchestufe ohnehin noch nicht genutzt. L. zeigte sich den meisten Ideen gegenüber offen und motvierte. Nur an manchen Stellen deutete er Zurückhaltung an. Er riet beispielsweise von einer Art Götterkatalog ab, weil er meinte, eine Arbeit ohne Fragen und ohne Thesen wird schnell langweilig. Bin mir da noch nicht ganz sicher, kann mir das aber auch gut vorstellen. Irgendwo will man seine eigenen Gedanken loswerden, sonst knickt die Motivation ein. Aber immerhin ist so eine Phänomenologie zumindest als Arbeit zulässig. Außerdem wie er noch auf einen gewissen Unterschied zwischen dem Begriff "Dualismus" in den Religionswissenschaften und der Erthnologie hin: Dort verwendet man ihn meistens im Sinne eines Dualimuses "Gott/Teufel", während die Ethnologie das Wort vor allem aus der Aufteilung von Gesellschaften in zwei Gruppen kennt (Moieties, Totem). Alexandra warnte davor, dass der Dualismus in der Religionswissenschaft bereits eine große eigene Diskussionsgeschichte hat, die man bei Miteinbeziehung vom Christentum beachten muss.
Auch über die verschiedenen Ebenen von Ethik hat er einige Worte beigesteuert. Er formulierte, dass die Kategorien jeweils auf unterschiedlichen Ebenen zum Tragen kommen. So kann der Mensch das Handeln andere Menschen ethisch beurteilen, oder die Natur, oder die Religion. Ich füge noch eine (natürlich auch vom Menschen gedachte) absolute Ebene hinzu: Gott->Universum. Also, was wird nach Gott/nach der Religion auf der Welt ethisch wie beurteilt. Das ist natürlich möglicherweise allerdings nur die umformulierte Kategorie Mensch->Religion.


Außerdem das Heiß-Kalt-Konzept bei Florian Hofer durchgelesen. Tolle Literaturrecherche. Insgesamt eine vorbildliche Arbeit.

[18.1.2002]
Florian Hofers Buch gefällt mir sehr gut. Er hat sich ähnliche Gedanken zur Erkenntnistheorie gemacht wie ich und bringt darüber hinaus sehr geschickt Auswege aus dem Dilemma aufs Papier. An einem Punkt hat sich aber natürlich meine Kritik entzündet, ist aber nur eine Kleinigkeit: Er spricht (nach Faust) von indioamerikanischen Kulturen. Das wäre nicht weiter schlimm, würde er nicht gleich noch ausdrücklich den Begriff "lateinamerikanisch" für die Indianerkulturen streichen. Erstens wehre ich mich fast schon grundsätzlich gegen jegliche Sprachdiktion, weil Sprache sich von selbst entwickelt. Sprache ist kein hierarchisches System. What is understood not need be discussed, wie Van Halen einst auf sein Live-Album druckte. Aber weiter, es steht nichts dagegen, einen besseren Begriff einzuführen, um so eine Sache besser auszudrücken. Die Argumentation von Hofer und wohl auch Faust ist ja, dass der Begriff "lateinamerikansiche Kultur" schlecht ist, weil das lateinische nicht das ist, was diese Kultur beschreibt. Nun ist das "indio" in seinem Wortvorschlag aber genauso unsinnig, weil diese Kulturen bekannterweise auch mit dem Indischen nichts zu tun haben. Das ist eine Spitzfindigkeit, könnte man einwenden: "indio" hätte ja heute nichts mehr mit Indien zu tun. Eben. Diese Begriffe sind aus geschichtlichen Ereignissen heraus entstanden und bezogen sich zunächst auf eine geographische Größe, nämlich einen Kontinent. Diese Kontinentzugehörigkeit will man nun mit diesen Begriffen ausdrücken, sonst nichts. Wenn ich vom Magdeburger Dom rede, dann muss der Dom kulturell oder stilistisch nichts mit der Magdeburg (die übrigens ebenfalls bereits Geschichte ist) zu tun haben. Dann heißt das nur, dass der Dom in Magdeburg steht. Das die Stadt Magdeburg so heißt, weil hier früher die Magdeburg stand, das ist ein Zwischenschritt, der mittlerweile unbewußt ist. Macht aber nichts, dafür hat die stadt jetzt einen Namen. Will man aber die Logik eines Begriff herstellen (wozu eigentlich), wie Hofer und Faust das machen, darf man diesen unbewussten Zwischenschritt aber in der Argumentation nicht einfach herausnehmen. Sprache ist keine logisches System. Auch nicht in der Wissenschaft. Ich würde ohne viel Vorwissen übrigens unter Lateinamerika das romanisch-sprachige Amerika verstehen, während ich "indioamerikanisch" als Adjektiv für die Indianer Amerikas (und damit auch Nordamerikas) verwenden würde.

Und dann noch ein etwas provokativer Einfall: Ich habe bei der Ethnologie eigentlich den Eindruck, dass sie ziellos ist. Sie sammelt Kultur, aber sie verfolgt kein Ziel, welches darüber hinaus geht. (Obwohl, irgendwann fehlt immer ein Ziel, das über ein anderes hinausgeht.) Egal, auf jeden Fall ist deswegen die Suche nach Thesen und Behauptungen in der Ethnologie vielleicht oft so verkrampft. Die Dauerfrage ob Wildbeuter oder Jäger oder Sammler oder Pflanzer, die kam mir schon bei Otto Zerries so in ein großes Opus hineingekünstelt vor, wie die Gewissenserklärung für den Zivildienst. Fordert Ziellosigkeit aber nicht eigentlich eine Thesenlosigkeit? Oder erlaubt sie diese zumindest ausdrücklich? Wäre nicht jedes Erfinden von Zielen und Thesen ebenso ein Erfindungsprodukt wie das manche beim Strukturalismus denken?

[17.1.2002]
Bei einem Einwand von Andrea E. heute im Kolloquium zur Nutzung des Internets als bewußtes Propagandamittel an die Außenwelt habe ich einen neuen Blickwinkel entdeckt: Ich hatte das Internet bisher immer als Internet gesehen, so wie ich es kenne. Ich bin ja fast mit dem Internet groß geworden. In anderen Ländern hängt dem Internet aber möglicherweise eine ganz andere Faszination, eine ganz andere Ausstrahlung an. Der Hacker-Mythos ist zum Beispiel so eine Ausstrahlung. In Argentinien und Chile war ich erstaunt über die häufigen Zeitungsberichte über Hacker. Aber das kommt dort deshalb in die Zeitungen, weil es ein legendõrer Stoff ist. Nicht weil die Leute dort mit Computern so gut umgehen können wie Hacker. Und in anderen Ländern ist es möglicherweise nochmal anders. Vielleicht ist allein das Arbeiten am Computer schon eine ganz besondere Sache. Das Internetcafe wird zum modischen, weltpolitischen Raum, wie es vielleicht früher mal das Kaffeehaus mit seinen Zeitungen war. Luxus und technische Überlegenheit. Das zieht natürlich politische Aktivisten an, egal ob sie über das Internet mehr erreichen oder nicht. Oder vielleicht hat es auch die Ausstrahlung eines technisierten Untergrundkämpfers. Wie einst Harry Tuttle im Film Brazil. Wie es auch immer die Ausstrahlungist - sie ist möglicherweise anders.

Bei meiner Themenrecherche war heute mal eine eher flüchtige Buchrecherche in der Bücherei fällig, um so eher zufällig ein paar Startbrocken zu finden. Levi-Strauss dürfte mir bei der Arbeit noch öfter begegnen. Ich wußte übrigens gar nicht, dass er neben Mythen auch hin und wieder die Lust verspürte, Musikwerke strukturalistisch zu analysieren. So zum Beispiel Ravels Bolero in Mythologica IV, S. 774 (dt. Ausgabe).

Außerdem habe ich mir die Empfehlung vom Alex mal zu Herzen genommen und mir Florian Hofers Heiß-Kalt-Buch angeschaut.

[14.1.2002]
Nachdem nun endlich die Aneignung des allergrundsätzlichsten Basiswissens abgeschlossen ist, geht es nun ans Eingemachte. Mein Thema muss nun genauer formuliert werden.
Ich muss in jedem Fall erstmal offen vorgehen. Am sinnvollsten düfte es sein, erstmal die groben Richtungen, also Methode, Mythenanalyse, Analyse von Sekundärliteratur, Analyse von Monographien beispielhaft auszuwerten. Also sich einfach mal irgendeins davon greifen, und einfach ins Blaue hinein darin herumzulesen, als würde es nur darum gehen, eine Hausarbeit zusammenzuschustern. So dürfte ich am meisten Problemfelder entdecken, und weiss dann wenigstens, um was es geht, wo die Probleme liegen. Erst dann werde ich daran gehen, richtig und umfassend die Themen nach Literatur abzusuchen. Aber dann: womit anfangen? Mit der Methodik? Aber bloss nicht in diesem Feld verstricken!

Im Kolloquium konnte ich heute an mir selbst erkennen, dass ich vielleicht etwas zu viele Vorurteile gegen die soziologischen Methoden habe. Gut dass wir mittlerweile eine aus der klassischen Soziologen-Ecke mit dabei haben: Manche Methoden - von dort sind genausowenig an Erbsenzählerei angelehnt wie in der Ethnologie.

[13.1.2002]
Ungefragt hat man dieser Seite mehr Aufmerksamkeit gegeben, als ich eigentlich wollte, aber vielleicht ist das gar nicht so schlimm. Für alle neuen Besucher bitte ich aber folgendes zu beachten: Besonders diese Spalte ist eigentlich so etwas wie ein private Protokollstation meines Studiums, nur für einige wenige zum Austausch bestimmt. Ich fasse frei und ohne Sorge alles zusammen, was sich am Ende eines Tages noch in meinem Kopf befindet. Naturgemäß ist nicht alles davon verständlich, noch seltener lesenswert, manchmal vielleicht auch nicht liebenswert: Ich schäme mich selbst für einige zurückliegende saudumme Bemerkungen.
Der einzige Grund, warum ich mir vorstellen könnte, dass diese Spalte für andere einen Sinn macht, wäre das Zustandekommen einer Diskussion. Bereits jetzt steht ein einfach Forum zur Verfügung, und auch über Anregungen per E-Mail freue ich mich. Auch fachfremde Gedanken sind willkommen.
Die bisherigen Notizen aus dem letzten Jahr befinden sich mittlerweile im Archiv.
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[30.1.2002]
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Selbstbeweihräucherung
Vor einer Woche auf Kerlones Trilogie, vor drei Tagen bei Google, heute schon bei Heise: Google wehrt sich gegen Popups.
Hoho! (Grenzenloser Triumph).
|ö| = KerLone



[30.1.2002]
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Millions of Fridges, Fridges for free
Kühlschrank
Der Mensch hat ja teilweise ein inniges Verhältnis zum Kühlschrank. Da ist der Münchner Journalist Axel Hacke, der ein ganzes Buch von Kurzgeschichten "Nächte mit Bosch" nennt. Zwischen Beichtstation und nächtlichem Erzählgefährtem variiert hier der Kühlschrank. Dann gab es ja angeblich mal einen Iren, der auf Grund einer Wette mit seinem Kühlschrank die Küste Irlands entlangtrampte. Und dann gibt es noch die vielen Amerikaner für die der Kühlschrank Statussysmbol (Eiswürfelautomat) und zentrale Kommunikationsstation der Küche ist mit tausenden Magneten für Photos, Notizen etc. Als "New Economy" noch kein Schimpfwort war, träumte man sogar vom Kühlschrank mit Internetanschluss.
Aber der Kühlschrank kommt anscheinend aus einer stark gespaltenen Zwei-Klassen-Gesellschaft. Denn die dunkle Seite sind die angeschimmelten, übervereisten, verdreckten Kühlaggregatoren, die diese soziale Anerkennung nicht erhalten. Meistens war aber diesen Kühlschränken bisher kein gutes Ende vergönnt: Endstation Müllplatz. Nun wird die soziale Diskrepanz noch erhöht: "A fridge is a dangerous substance", liest man. Wegen FCKW. Was für eine Hetzkampagne.
Die sozialen Folgen sind dramatisch. Nun müssen die Kühlschränke laut Gestz in sogenannten Fridge-Eatern vernichtet werden. Fridge-Eater! Luftdicht abgeriegelte Kühlschrank-Fresser. Mampf, knirsch, schluck. Grusel!
In England gibt es deshalb seit kurzem ein plötzliches Ansteigen von Kühlschrank-Aussetzungen. Weil die Leute ihre Schränke nicht einfach dem Fridge-Eater überlassen wollen? Ein Bauer berichtete sogar von insgesamt 50 Kühlschränken auf seinen Feldern. Dicke Truhen, dünne Kombis, kleine Schränke recken ihre kantigen Formen gegen den Himmel. Raben kreisen über sie, unter ihnen stecken sie in aufgeweichter Erde vormals gefrorenen Bodens. Nährboden für Revolutionen. Millionen von Kühlschränken.
Look Out, Fridge-Eater! Sie kommen Dich zu holen!
Globe and Mail via Boingboing

|ö| = KerLone



[29.1.2002]
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Weblog-Award 2002
Morgen werden hier die Gewinner des Weblog-Awards ausgerufen. Keine dumme Idee eigentlich, auch die Kategorien sind recht interessant und man kann hier in der jeweiligen Oberklasse der Weblogs stöbern. Einer Grundidee von Weblogs widerspricht das allerdings - nämlich dass jeder die zu sich und seinen Interessen passenden Logs findet. Aber gut, es gibt eben Weblogs die finden die meisten besser als andere. Mit dabei z.B. Klassiker wie Daypop, Boingboing, Slashdot, Noah Grey oder GeekNews.
Gefunden bei der Netzeitung

|ö| = KerLone



[29.1.2002]
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PIC2HTML :: PIC2ASCII
Bilder in HTML-Code konvertieren - das ist eine witzige Idee.
Gefunden bei der Netzeitung

|ö| = KerLone



[28.1.2002]
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Alright, Captain Goldsmith from "Snap Dragon"!
Große Ehrfurcht habe ich vor Seiten im Netz, die das, was sie machen, mit vollendeter Perfektion betreiben. So auch diese: Jerry Hill sammelt Namen. Namen, Namen, Namen. Schweizer Baby-Namen. Kartoffel-Namen. Bus-Namen auf Jamaika. Namen von Museen. Namen von berühmten Krankenschwestern. Ach ja, und Namen von Piratenbooten und ihren Kapitänen. Eine großartige Fundwiese für alle die noch Dinge ohne Namen haben.
Gefunden bei Boingboing

|ö| = KerLone



[28.1.2002]
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Das weiss doch jedes Kind ...
Flieger aufm Kopf

...dass man nicht einfach so in Deutschland mit dem Flieger starten kann und ohne Probleme in Australien - auf der anderen Seite der Erdhalbkugel! - wieder landen. Ist doch logisch!
(Spiegel)
|ö| = KerLone



[28.1.2002]
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Kritzel-Uhr
Armer Kerl. Ist das ganze Leben dazu verdammt, die Uhrzeit aufzuschreiben. Sekunde für Sekunde.
Gefunden von der Maushirn-Mafia
|ö| = KerLone



[28.1.2002]
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Verschlafen
Sonst ist sie immer ganz vorne dran, die Porno-Connection des Internets. Aber warum haben sie es verschlafen, so schön pictogrammartige Adressen wie z.B.

www.IUUI.de

zu reservieren?
|ö| = KerLone


[25.1.2002]
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Das Ende des Cybertheorizing
Jon Katz schreibt bei Slashdot eine lesenswerte Auseinandersetzung mit einem Buch von David Weinberger, "Small Pieces Loosely Joined: A Unified Theory of the Web". David Weinberger wurde als Co-Autor von dem Buch anscheinend populären Buch "The Cluetrain Manifesto" bekannt. In beiden Büchern wird anscheinend eine erhebliche Überhöhung des Internets als gesellschaftliche Revolution betrieben. Dem entgegenet Jon Katz mit einigen guten Argumenten. Eine Kostprobe:
"The book [Cluetrain Manifesto] purported to show how the Internet was turning business upside down. But that, of course, was then, and this is now. Nobody seems to have noticed that if anything has been turned upside down, it's the Net. (...)In the post dot-com era, we see that the Net and the Web aren't changing everything about the world, just taking the things people have always liked to do -- shop, read, yak, play, masturbate -- and making them easier. (...) Small Pieces Loosely Joined is not convincing. The age of the cyber-manifesto is ending. The Web isn't altering the nature of reality. It is, of course, only reflecting."
|ö| = KerLone


[25.1.2002]
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Kimistory: Die Chronik von Kim "Kimble" Schmitz .
Immer wenn ich anderen Leute von diesem großartigen Betrüger erzähle, den ich für einen genialen und konsequenten Künstler unserer Zeit halte, dann weiß ich nicht mehr wo ich anfangen soll. Schließlich hat der moderne Baron Münchhausen mit dem kindlichen Trieb zur maßlosen Selbstdarstellung so zahlreich und häufig unserer Gesellschaft den Narrenspiegel vorgehalten und nicht nur das Wundergelaber um die New Economy ordentlich karikiert, sondern obendrein das Heißluft-Phänomen der Medienlandschaft, dass man nur zu leicht den Überblick verliert. Nun gibt es aber die Chronik bei Thorsten Kleinz, in die auch der Heise-Verlag regelmäßig reinverlinkt. Dort ist zumindest das letzte Geschehen schön säuberlich aufgereiht - man vermißt allerdings die frühen Streiche, als das Großmaul noch in München angebliche Hacks gegen Geld vor Kamera vorführte. Und Kleinz erkennt:
"Anhand der Kimble-Story zeige ich exemplarisch auf, wie Medienillusionen entstehen, wie sie sich halten und wie sie untergehen."
Long live His Royal Highness, King Kimble The First, Ruler of the Kimpire!
Gefunden bei Dienstraum
|ö| = KerLone


[25.1.2002]
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Australian Open: 100 Punkte
Gute Rückhand: Bei den Autralian Open hat ein Tennisspieler im Semifinale einen kleinen Vogel abgeschossen. Der Vogel wurde im Flug von dem Ball getroffen. Selber schuld, der alte Gierhals. Hätte sich ja auch ein kleinere Insekt raussuchen können. Hier ein Video dazu.
Vielleicht führt das ja nun zu höheren Zuschauerzahlen - ähnlich wie in der Formel1. Bisher leidete das Turnier nämlich ziemlich unter Zuschauermangel, so dass ich vor kurzem irgendwo den folgenden Witz gelesen habe:
Ein Rentner ruft bei der Turnierleitung der Australian Open an um sich zu erkundigen, wann denn dieses und jenes Spiel beginnen würde. Darauf antwortet ihm der Turnierleiter am Telefon: "Wann immer sie bereit sind. Und bringen sie sicherheitshalber noch einen Schläger mit."
|ö| = KerLone


[24.1.2002]
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Google: Jetzt drehen sie durch
Seit heute hat Google auch noch eine Katalog-Suche. Aber für analoge Kataloge! Bilder von eingescannten Katalogen! Und sie suchen noch neue zum Einscannen: also, wer einen alten Otto-Katalog oder den neuen von Conrad-Elektronik hat: Vielleicht einfach an Google schicken. Vermutlich haben sie gerade zu viele Praktikanten dort.
Und in den nächsten Tage soll angeblich eine Kampagne auf der ersten Seite starten von der Art "Wir machen keine Popup-Werbung, Popup-Werbung ist böse". Mal sehen, was noch alles kommt...
Update
Korrektur: Da hatte ich einiges falsch verstanden. Die Katalog-Suche gibt es bei Google schon seit einigen Monaten. Allerdings eher im Versteckten. Die Seite ist im Beta-Stadium, und anscheinend wird der Link per Zufalls hin und wieder auf der Startseite angezeigt. Heute war auf jeden Fall nichts mehr davon zu sehen.
Zu der Popup-Werbung: Anscheinend hat Google in letzter Zeit große Probleme mit Programmen, die die Eingaben von Usern bei Google überwachen. Die Programme laufen bei den Usern auf dem Rechner und wurden bei anderen Programmen wie z.B. Bearshare mitinstalliert. So ähnlich wie die bisher bereits bekannten Spy-Programme. Gibt der User nun bei Google als Suchbegriff "MP3" ein, öffnet das Programm auf dem Rechner des Users ein Popup mit MP3-Werbung. So, und der User denkt nun, Google ist schuld. Deshalb wird sich Google wohl in den nächsten Tagen mit einer kleinere Kampagne dagegen wehren oder zumindest den Sachverhalt öffentlich machen. Ich gehe davon aus, dass man auch bald bei Heise etwas über dieses recht neue Problemfeld lesen wird.
|ö| = KerLone


[23.1.2002]
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Googles Erfolgsrezept
Hmmm, jetzt werden sie fast ein bisschen großkotzig. Auf ihrer Website steht seit kurzem eine Pressemeldung, in denen Google zehn Gründe für seinen Erfolg nennt. Ganz falsch liegen sie bei ihrer Einschätzung wohl nicht: Gründe wie Schnelligkeit oder Konzentration auf die Suche schätze ich auch bei Google. Mit dabei natürlich auch ein wenig Spott für alle gescheiterten Internet-Firmen:
"To that end, Google's culture is unlike any in corporate America, and it's not because of the ubiquitous lava lamps and large rubber balls, or the fact that the company's chef used to cook for the Grateful Dead."
Gefunden bei Daypop Top 40
|ö| = KerLone


[23.1.2002]
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Jetzt neu: die Penis-Mafia
Beim SMS-Abschicken auf Handy-Land.de wird man zwangsweise, dafür nur verbal, mit eines jemanden Penis konfrontiert. Mit angeblichen Vorteilen für Webmaster. Ich zitiere:

"Willkommen beim MeinPenis.com-Webmasterprogramm ... MeinPenis.com ist wirklich einzigartig! ... Ein großer Teil der Besucher Ihrer Website ist an diesem Produkt interessiert, so dass Sie viele Besucher zu MeinPenis.com schicken werden und viel Geld verdienen. Ihre Besucher werden es Ihnen danken, dass Ihre Website sie auf MeinPenis.com aufmerksam gemacht hat. Durch die Teilnahme am MeinPenis.com-Webmasterprogramm erhöhen Sie also auch den Mehrwert Ihrer Website und das dient der Besucherbindung... das Interesse an MeinPenis.com geht quer durch alle Zielgruppen!

Soso. Hoho. Ich gehe allerdings nicht von großem Interesse an diesem jemandens Penis aus und verzichte auf eine Teilnahme an jenem seinem Penis.
|ö| = KerLone


[21.1.2002]
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Noch ein Harddisk-Recorder
Von Creative gibt es noch die D.A.P. Jukebox. Mit 6GB oder 20GB. Und die kann zumindest WAV aufzeichnen. Ein aktueller Vergleich mit dem Archos gibt's in der c't 1/2002. Ab ca. 300.- E(ier). Ist aber um einiges größer als der Archos.
|ö| = KerLone


[21.1.2002]
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MP3-Recorder Soundtainer ab März 2002
Dialog4.de hat auf meine EMail geantwortet. Den Soundtainer, den ich hier vor paar Tagen erwähnt habe, wir doch noch in Serie gehen. Voraussichtlich ab März 2002 soll die Produktion beginnen. Der Preis wird sich um die 500.- bewegen. Bleibt nur offen, ob DM oder Euro.
. Schade. In einer zweiten EMail hat man mit bestätigt, dass Euro gemeint sind. Da scheint mir der Archos-Recorder doch die bessere Wahl zu sein.
|ö| = KerLone


[21.1.2002]
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Noch eine wissenschaftliche Suchmaschine
Alettra.de. Sucht in wissenschaftlichen Texten. Gibt aber nicht besonders tolle Ergebnisse aus. Es handelt sich wohl weniger um so etwas wie eine Suchmaschine für professionell veröffentliche Artikel. Eher der Art "Lieschen Müller stellt ihre Diplom-Arbeit online". Aber das kann ja manchmal auch schon nützlich sein.
|ö| = KerLone


[21.1.2002]
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Prozessor kaputt
Mein Rechner hat alle Viere von sich gestreckt. In Form von vier roten Leuchtdioden, die den Status des Mainboards angeben. Nachdem normalerweise alle grün sind, braucht man nicht lang überlegen, um zu wissen, dass es ganz schlecht ist, wenn ale rot sind. Diagnose: Prozessor kaputt. Wusste gar nicht, dass das passieren kann. Hat sich wohl überrechnet.
Und dann? Samstag, 18.00 Uhr! Alle Läden zu. Sonntag ebenfalls Stillstand! Großes schwarzes Loch. Hilflosigkeit. Kann nicht mal mehr Musik hören. Kann nicht mal die Preise für neue Prozessoren checken. Ich bin anscheinend abhängiger von meinem Rechner als ich dachte. Also Übersprungshandlung: Putzen. Aufräumen. Äußere Ordnung herstellen um der inneren Panik Strukturen entgegenzustellen.
(Naja, jetzt hab ich übertrieben. Aber ärgerlich war's schon.)
|ö| = KerLone


[17.1.2002]
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Übersicht Aufnahmegeräte für Journalisten
Habe hier eine schöne Übersicht über verschiedene Aufnahmesysteme gefunden, die man als freier Radioreporter benutzen kann. Sowohl Consumerprodukte als auch professionelle. Leider gibts es immer noch keinen sinnvollen MP3-Recorder in der richtigen Preisklasse. Der einzige, der Archos MP3 Recorder (Review, Online-Journalismus-Review), hat natürlich keinen Mikrophoneingang. Soetwas sau-sau-sau-blödes!
Noch ein Gerät gefunden: den Soundtainer. Aber der wurde in einer Presseerklärung im September 2000 angekündigt, und ist immer noch nicht da. Wird wohl nix mehr. Dafür für den Archos Recorder bei den Soundprofessionals noch einen Mini-Mikorofon-Vorverstärker gefunden.
|ö| = KerLone


[16.1.2002]
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CSS entrümpeln
Bei Webmasterworld gibt im Forum jemand einige hochinteressante Tipps, wie man CSS reduzieren kann, indem man Wiederholungen vermeidet und streng logisch vorgeht.
|ö| = KerLone


[16.1.2002]
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Datenbank am Datensee im Datenpark
In der neu gegründeten Wau-Holland-Stiftung macht man sich interessante Gedanken über eine Art selbstorganisiertes Wissensarchiv. Eine Idee, an der wohl Wau selbst schon arbeitete. Dass die Industrie an einen solchen Verfahren nicht interssiert sei, weil sie nicht an denkenden Menschen interessiert ist, glaube ich eher nicht. Eher ist es im kommerziellen Umfeld problematisch, offene Systeme anzubieten - siehe "Ciao". In dem Entwurf ist übrigens auch die Rede von der Problematik buschartig strukturierter Wissensansammlungen im Vergleich zu baumartigen. Genau das Problem, dass vielleicht die Weblogs haben. Obwohl - ist das wirklich ein Problem? Mehr Infos zu der Stiftung übrigens in diesem Spiegel-Artikel
|ö| = KerLone


[16.1.2002]
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Für die kleinen Bösen unter uns
Öffentlichkeit ist ein großartiger Platz, um Verwirrung zu stiften und um so zum Nachdenken anzuregen. Und um Alltägliches in Frage zu stellen. So denken auch die Macher von der Cultural Jammer's Enzyklopedia. Sie stellen alle Arten des Schummelns, Täuschens, Verwirrens vor, die man sich denken kann. Anekdotenhaft streifen sie vom harmlosen Verschönern von Verkehrsschildern bis zu dem Welterfolg Milli Vanilli, die mit Tanzen ohne zu singen die ganze Popindustrie (ungewollt) karikierten. Neben Umetikettieren im Supermarkt gefällt mir auch das Einschmuggeln von selbsthergestellten CD's in einen Musikmarkt sehr gut. Daneben auch viele Gags und Aktionen von politisch motivierten Kulturverdrehern.
Link von "Suppenbaron" Alex
|ö| = KerLone


[15.1.2002]
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Ethisch investieren
Auch mal ein ganz neuer Gedanke: Wenn man Geld anlegt, finanziert man ja Dinge, die man möglicherweise ethisch gar nicht unterstützt. Für Menschen, die das nicht wollen, gibt es ethisch orientierte Geldanlagen, die nur in Unternehmungen investieren, die bestimmte ethische Werte einhalten. Z.B. ökologische Investments oder sozial orientierte. Wie bei allen alternativen Dinge muss man dafür vielleicht auf ein bisschen Dinero verzichten - aber Zinsen werfen diese Kapitalanlagen natürlich auch ab. Mehr Infos beim evangelischen Online-Magazin Chrismon (in den Frame verlinkt).
(Ich werd weiterhin in meinerselbst investieren, das gibt ne tolle Rendite und ich weiß wo das Geld landet.)
|ö| = KerLone


[14.1.2002]
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Putschversuch in den USA - Bayern auf dem Weg zur Weltmacht
Nicht nur dass Stoiber Unruhe in den Wahlkampf um den deutschen Bundestag gebracht hat und möglicherweise erstmals ein CSU-Politiker die deutschen Geschicke leiten wird. Weit mehr noch, ein ähnlich dunkel gebackener Bayer wie Stoiber wollte mit einem Schlag Krieg, Leid und Elend auf dieser Welt lösen: Die Bretzn. Diese blieb im Rachen des amerikanischen Präsidenten stecken (so ähnlich wie einst Franz Josef Strauß auf dem Weg zum Ministerpräsidenten übrigens). Der Putschversuch ist allerdings gescheitert, Bush, der sich gerade ein Footballspiel im Fernsehen ansah, bekam doch wieder Luft und dirigiert nun weiterhin über Glück und Leid der Weltbevölkerung (während die Brezn partiell irgendwo ausgehustet an Bushs Fernseher klebt und nur bei großer Unreinlichkeit im Hause Bush mitverfolgen kann, ob Gesinnungskollege Stoiber am 22. September den Traum bayrischer Weltherrschaft zumindest im ersten Schritt besser ausführt).
|ö| = KerLone


[13.1.2002]
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Rückkehr aus dem Urlaub
Armes Argentinien! Ich bin keine Wirtschaftskenner, aber die Krise schaut nicht so einfach zu bewältigen aus. Vielleicht später nochmal mehr dazu.
Demnächst also bald mit ein paar neuen Beiträgen aus dem Internet. Danke an Calice für die hübschen Bilder während meiner Urlaubspause.
|ö| = KerLone

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Tracked by AXS   Valid CSS Ver. 2!

Mit einer Erfindung vom Mai 1941 hat Konrad Zuse gezeigt, dass ein Rechner aus einer Ansammlung von Transistoren bestehen kann. Diese Webseite wird auf ihrem Bildschirm so angezeigt, weil einige Transistoren in Ihrem Rechner eine bestimmte Stellung einnehmen. Wenn Sie mit dem, was Sie gerade auf Ihrem Bildschirm erkennen, ein Problem haben, wenden Sie sich an die Transistoren in Ihrem Rechner. Falls Ihnen die Kontrolle über die Tranistoren in Ihrem Rechner entglitten ist und Sie mit den Darstellungen auf Ihrem Bildschirm unzufrieden sind, empfehle ich Ihnen, den Rechner auszuschalten. Ich dagegen sehe mich außerstande, Verantwortung für Transistorenstellungen in Ihrem Rechner zu übernehmen (ich kenne Sie ja gar nicht).

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