Mosaikum 1.0
Von KerLeone


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[18.01.2011] 
Das Grinsen.
Die irre Freude. Sexy Erdbeere. Der extra scharfe Pepperoni-Zwerg. Das Bierfass mit Zapfhahn. Und der King-of-Love-Frosch. Der neue Kaufhof-Faschings-Prospekt ist da.
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[16.01.2011] 
Mein Büro (frei erfunden)
mein_buero_sand.jpg
Ich gebe Ihnen einen Ratschlag: Suchen Sie sich ihr Büro gut aus, nehmen sie niemals die erste Stelle, die man Ihnen anbietet, achten sie darauf, dass die Kollegen von ihrer Arbeit auch persönlich profitieren und was die Pflanzen betrifft: Kakteen halten am längsten durch.

Mein Büro lag in einem kleinen abfallenden Gelände mit einem grünen Teich in der Mitte. Das Gelände war so klein, dass manchmal am Morgen, wenn sehr viele Mitarbeiter kamen, die Leute aufeinander herumkrochen, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Ich kroch an solchen Tagen morgens auch in mein Büro, welches auf halber Höhe am Rand des Grundstücks in einer großen Pappkiste lag, die ich selbst mitgebracht und angemalt hatte. Der Eingang war jeden Morgen bereits weit geöffnet, da ich ihn, aus einer ungewöhnlichen Laune heraus, am Vorabend bereits öffnete.

Meine Kiste stand in dem Ruf, nicht sonderlich geschäftig zu sein. Einer meiner Mitarbeiter, der Herr Körner, war nicht mehr gekommen, weil er zu Rauchen aufgehört hatte. Frau Bich war dagegen der Meinung, sie könne besser von zu Hause aus arbeiten, was eine Weile gut ging, aber dann kam sie aus dem Rhythmus und von da an schlief sie immer vom Büro aus. Seitdem war es meine Aufgabe, jeden Morgen den Kopierer auf die schlafende Frau Bich zu stellen , um mehr Platz für Krankheiten zu haben, die sich doch gerne im Arbeitsumfeld ausbreiten. Der Kopierer lief sehr kräftig und mit gesunder Lautstärke, aber auf Grund einer sentimentalen Mode schrieben wir im Büro wenig, und wenn, dann niemals auf Papier. Der Kopierer hatte daher wenig mit dem Erfolg der Firma zu tun und es ist unklar, warum ich ihn hier erwähnen sollte.

Sie wollen sicher wissen, was das Ziel des Büros war, wo es hinstrebte mit seinem Tun. Nun, ich will nicht alle Gegenstände aufzählen, die wir herstellten, mit Ausnahme der folgenden: Eisenstangen, Tätowierungen und Filme in verschiedenen Größen. Die Gegenstände wurden nach der Herstellung sortiert, eingelagert und verzinst, das war so üblich zu der Zeit, das war zukunftsweisend.

Wir bekamen für unsere Arbeit kein Geld, das hätte man gesondert beantragen müssen. Als Ausgleich für die im Büroalltag erlittenen Verletzungen (z.B. Bluterguss, Bänderriss, Kapselriss, Gehirnerschütterung, Knochenbruch, Umknicktraumata, Abschürfungen und Ersticken) gab es dennoch am Monatsende Geschenke. Diese Geschenke kamen auf einem Fließband, welches man zu diesem Zweck in der Mitte der Firma installiert hatte. Gern gesehen bei den Mitarbeitern waren vom Büro bereitgestellte Ehefrauen oder Ehemänner, mit denen man im Büro nach den Regeln der Ehe leben konnte. Besonders stolz waren wir auf das Ehepaar Schmidt, das während der Sitzungen mit wortreich dargebotenem Analverkehr unter dem Sitzungstisch oder rasanten Mopedfahrten im Sitzungszimmer beeindruckten, wobei der Chef der Firma sich nach einer solchen Veranstaltung immer ausdrücklich für die von allen Mitarbeitern mitgebrachten Maisdöschen im Sitzungszimmer bedankte, die seiner Meinung nach die Firma besonders gut nach außen repräsentieren konnten.

Das Büro gibt es heute noch. Ich war schon seit einiger Zeit nicht mehr dort, ich bin nun meist in einem ähnlichen Büro ganz in der Nähe. Man verändert sich oft, aber verbessert sich selten, wie ein Sprichwort so sagt. Aber wenn Sie dort vorbeikommen, sagen Sie einen schönen Gruß.
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[6.01.2011] 
Kunst des Alltags: Der Melonenwolf
fuchs_melonen.jpgWolf und Hase, Papierdruck auf Packung für getrocknete Melonen, Usbekistan 2010.
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