Mosaikum 1.0

 Von KerLone


Mini MosaikWissenschaftliches Logbuch

 Ethnologie und anderes kluges Zeug

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 Multi Autor Weblog

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Mausoleum 1.0

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Öffentliche Ausgabe [Info]


[27.3.2002]
Wieder kaum vorwärtsgekommen. Bitterli erzählt nun die ganze wissenschaftliche Entwicklung ausgehend von den außereuropäischen Kulturkontakten. Kann das nur stückweise gebrauchen. Die Texte scheinen auch anders geschrieben zu sein, viel trockener.

[27.3.2002]
Nach zweit Tagen regulärer Arbeit mit kommerziellem Interesse ist der erste Arbeitstag in der Bücherei immer wieder anstrengend bis erfolglos. Irgendwie feiert in mir drin dann etwas Wochenende.

[27.3.2002]
Bei Bitterli nur wenig vorangekommen. Es beginnt nun zu beschreiben, wie die Europäer die Eindrücke der Entdeckungsreisen intellektuell verarbeiteten. Kann ich das für meine Arbeit brauchen?

[23.3.2002]
Es scheint ein intellektuelles Bedüfniss zu sein, Bücher aus dem Regal zu nehmen, an seinem Schreibtisch zu stapeln, mit nach Hause zu nehmen - ohne sie zu lesen wohlgemerkt.

[23.3.2002]
Bitterli fast bis zur Hälfte gelesen, es wird immer spannender. Ich habe bei Bitterli ja von einem Old School Style gesprochen, ethnologisch. Nicht nur dass er von Negerkönig spricht, das zu kritisieren ich für ohnehin überflüssig halte. Aber einigen Stellen fehlt die Vorsicht, die bei Bitterli zweifelsfrei durch eine große Kenntnis untergegangen ist. Ich will das nicht kritisieren, ich mag diesen Stil von älteren Professoren, die so in der Materie bewandert sind, dass sie aus dem Kopf argumentieren können und Ergebnisse ausspucken, die ein jüngerer Wissenschaftler in Texten belegen muss. Das ist dieser Gutacher-Stil, der mir in der Wissenschaft oft fehlt. Ein kritisches Urteilen, dass sich allein aus einem gignatischen Wissen speist.
Aber man darf den Stellenwert solcher Urteile nicht überschätzen. Oft plaudert Bitterli über den Charakter eines Volkes, beispielsweise der Portugiesen. Das trifft dann sicher zu, aber nur als Information. Wenn man dann in diesem Bereich verstärkt und präzise argumentieren möchte, dann braucht man wieder zahlreichere und bessere Argumente, wie sie Bitterli selbst an vielen Stellen verwendet, dann, wenn er nämlich nicht pülaudert, sondern einen wichtigen Punkt belegt. Diesen Unterschied zwischen Beweisführung und Plauderei, den muss man bei Bitterli unterscheiden, denke ich.

[22.3.2002]
Ordentlich weitergekommen bei Bitterli. Ist angenehm zu lesen, und obwohl ich einige Kapitel überspringen hätte können, die nichts mit Südamerika zu tun haben, war es spannend, auch etwas über die nordamerikanische und afrikanische Kolonialgeschichte zu erfahren. Beeindruckend die Tatsache, dass der Sklavenhandel möglicherweise immer noch für die wirtschaftliche Schieflage der Welt mitverantwortlich ist: weil er in Afrika junge Kräfte abzog und so das Land verarmte, weil er in Amerika eine kulturell entfremdete, gebrochene Klasse schuf und weil er in Europa einen unglaublichen Reichtum schaffte (und damit Macht).

[21.3.2002]
Heute schwirrt mir der Kopf von so vielen neuen Inputs. Ich stehe vor dem Problem, dass ich noch kein wirkliches Konzept habe, aber auch nicht haben kann, weil wie soll sich eine Frage entwickeln, wenn noch alles voller Antworten ist. So viele Bücher, so viele Gedanken, so viele Ideen. Ich muss da langsam einen Drang zum Pragmatismus, zum Weglassen und Überspringen entwickeln, wie er so gesund im Berufsleben entwickelt ist. Schon seit längerem will ich Gadamer lesen, Dilthey läuft mir auch immer über den Weg und heute bin ich auch noch über Baudrillard gestolpert. Alle noch völlige blankstellen. Von Baudrillard hab ich zum ersten Mal gehört. Man will ja immer nur kurz reinschauen, und wäre so erleichtert, wenn es nichts mit meinem Thema zu tun hätte.
Heute mit Bitterli begonnen. Umschlag farbig und poppig wie ein Scholl-Latour-Buch und damit erstmal Ablehnung. Dann Netzrecherche: Bitterli ist emeritierter Professor. Ok, muss was Seriöses sein. Aber evtl. old school. Ist er auch ein wenig, aber er hat diese Klarheit und Ordentlichkeit und Strukturiertheit, die ich woanders vermisst habe. Dann die Hoffnung, es ist eine rein historische Abhandlung, die schnell runtergelesen ist, aber er bohrt sehr tief und bedenkt Vieles. Er kommt meinem Thema erstaunlich nahe. Oft kämpft er allerdings gegen Erscheinungen, die heute längst überwunden sind; so plädiert er vehement für eine kritische Haltung gegenüber der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus.
Sehr spannend die Beobachtung, welche Tragik es eigentlich darstellt, dass die Konquistadoren die Indianer als Tiere betrachteten, die Indianer die Spanier aber als Götter verehrten.

[21.3.2002]
Scheint eine anthropologische Konstante zu sein: Dass man Tagebücher (wie Weblogs!) mit großer, falscher Bescheidenheit ankündigt. 1735 schreibt Gottlieb Volckarts an den Anfang seiner Reisenotizen:
"Dieses kleine Tage=Buch hätte wohl nimmermehr den Druck sehen sollen, weil (...) was mir hier und dar begegnet, zu meiner Erinnerung angemercket. Daher habe es auch nur ein Journal oder Tage=Buch nennen wollen, weil ich selbst gleube, daß es den Nahmen einer Reise=Beschreibung nicht meritiere. Weil aber gute Freunde bey vorfallenden Discours solches bey mir gesehen und gelesen; haben sie mir offt in Ohren gelegen, solches drucken zu lassen." (Harbsmeier 1994, S.263)
Entsprechend hart kritisert dann auch ein Forscher aus neuerer Zeit Michelsen 1972, S. 114), diese ganzen Reiseberichte stellen nur einen zwanglosen Rahmen zur Verfügung, "in welche[m] man seiner Sucht nach freien Ergießungen am ungezwungensten frönen kann, ohne doch um ein bißchen Handlung oder um Stoff zum Plaudern und Empfindeln [sic!] verlegen sein zu müssen." (zitiert nach Harbsmeier 1994, S. 282)
Passt auch gut auf Weblogs!

[20.3.2002]
Harbsmeier abgeschlossen. Ein Buch mit sehr viel Wissen, sehr viel Inhalt

[20.3.2002]
Idee der doppelten Kausalität bei der Beschreibung von Dingen. Wenn ich sage, jemand schreibt über die Fremden negativ, weil er die und die Empfindungen darüber hat, und jene Vergangenheit, und jene Grundeinstellungen, und jene ethischen Werte aus jenen ethischen Katalogen aufgesaugt hat, dann ist das nur die eine Hälfte. Die andere Hälfte der Kausalität ist immer das plumpe, einfache Erleben der Situation, die es ausgelöst hat. Das Problem ist, dass man das Erleben nicht von der Situation selbst trennen kann, diese wird ja erst durch das Erleben geschaffen. Beide Kausalitäten bestehen, sind miteinander verknüpt, untrennbar, sind nicht objektivierbar, aber es bleiben zwei Kausalitäten. Aber warum?

[15.3.2002]
Deswegen heißt der Amoklauf Amoklauf (aus einer Beschreibung der Insel Java von dem Reisenden Fernberger, 1628): "Sie sind sehr mörderisch, und wenn sie im Zorn von ihrem Volke gehen, so wissen sie wohl, daß sie auch müssen sterben. So laufen sie und rufen Amoc, Amoc! das ist: ich will sterben. Und nehmen einen geflammten Dolch, welchen sie Krieß nennen, und eine lange Piken, daran ein scharfes Eisen ist, und stechen auf der Gassen nieder, wen sie antreffen, schonen niemands." Harbsmeier 1994, S. 204

[15.3.2002]
Heute den Analyseteil von Harbsmeier gelesen.

[14.3.2002]
Umfangreiche Bewertung der vier Modelle zur "Rekontextualisierung" von Reiseberichten bei Harbsmeier.


[13.3.2002]
Mittlerweile bei Harbsmeiers Kapitel zu Hans Staden angekommen. Gefällt mir. Vor allem scheint ihre eine große Menge Literatur vorhanden zu sein, nicht umsonst spricht man ja von der "Hans-Staden-Forschung", geradezu als sei es eine eigene Disziplin. Andererseits gefällt es mir nicht ganz, weil er ja im heutigen Brasilien war und ich so meine Spanischkenntnisse verschleudern würde. Na ja, erstmal abwarten, was sonst noch kommt.


[7.3.2002]
Langsam erkennt man den Aufbau von dem Buch Harbsmeiers: Er stellt zunächst die Geschichte der Reiseberichte vor, legt diese Literaturgattung auf einen Zeitraum fest und stellt dann die einzelnen Autoren der Reiseberichte vor. Anschließend fast er wohl thematisch ähnliche Passagen zusammen und vergleicht sie, analysiert sie. Damit hat er einen recht ähnlichen Aufbau wie ich in meiner Diplomarbeit. Das große Problem ist, das Verhältnis zwischen allgemeiner Beschreibung der Texte (sequenziell) und der untereinander vergleichenden Analyse (paralell) zu treffen.
Darüber hinaus ein bischen bei Alexander von Humboldt reingeschaut. Beim Durchblättern war ich beruhigt, denn er beschränkt sich als sogenannter Naturwissenschaftler keineswegs darauf, nur die Natur zu beschreiben. Im Gegenteil, ethische Wertungen kommen zu Hauf vor.

[6.3.2002]
Da dachte ich, jetzt gehts es endlich mal los mit Reiseberichten heute, aber das Buch von Harbsmeier hatte erstmal einige Seiten Theorie, die sehr interessant und klug waren und dementsprechend viel Zeit zum Lesen gekostet haben. Sein Begriff der mentalgeschichtlichen Analyse von Reiseberichten, mit dem er die Analyse der geistigen Schaffung der Grenze zwischen eigener Welt und anderer Welt in den Reiseberichten, konnte dafür einen größeren Denkschub bei mir auslösen, der endlich das lang versteckt schwanger getragene Konzept meiner Arbeit gebar, na ja, sprechen wir lieber von einer Wiedergeburt. Das freut mich, denn solche Ereignisse sollte man nicht gewaltsam pflücken, sondern die Dinge müssen vom Baum fallen, wenn sie reif sind. Weiterhin erfreut mich die offene Anwendung des Begriffs der eigenen und der anderen Welt und der Erforschung der anderen Welt im Stil eines Reiseberichts. Er bezieht nämlich diese Begriffe auch auf geographisch nichtfremde Gebiete, die aber in einer anderen Art fremd sind. Hier bieten sich Möglichkeiten für journalistische und literarische Experimente, da muss man nur etwa an den Begriff des Datenreisenden denken.


[1.3.2002]
Es ist bezeichnend für den Menschenhass Nietzsches, wenn er die Schwangerschaft als Krankheit verstanden haben will (Genealogie, S. 327).

[1.3.2002]
So, Nietsche ist erstmal abgehakt. Erstens habe ich die zwei Bücher durchgelesen, und zweitens ist die Begeisterung dahin. Es gibt an einigen Stelle sicher kluge Bemerkungen, die für mein Thema ein Rolle spielen könnten, aber bei aller Wortgewalt sind mir viele Bereiche zu verhaßt. Am sonderbarsten im letzten Kapitel der Genealogie ist sein Gegeifer über die Kranken. Und dabei meint er nicht einmal die Kranken im übertragenen Sinne (was bei seiner Überheblichkeit kein Wunder wäre, wenn er seine Umwelt krank nennt), meine ich, sondern er meint alle tatsächlich schwachen und kranken Menschen:

"Die Kranken sund die grösste Gefahr für die Gesunden (...) Wer nicht nur seine Nase zum Riechen hat, sondern auch seine Ohren, der spürt fast überall, wohin er heute auch nur tritt, etwas wie Irrenhaus-, wie Krankenhausluft (...) Die Krankhaften sind des Menschen grosse Gefahr (...) Sie sind es, die die Schwächsten sind es, welche am meisten das Leben unter Menschen unterminiren, welche unser Vertrauen zum Leben, zum Menschen, zu uns am gefährlichsten vergiften und in Frage stellen. (...) Hier wimmeln die Würmer der Rach- und Nachgefühle; hier stinkt die Luft nach Heimlichkeiten und Uneigenständlichkeiten; hier spinnt sich beständig das Netz der bösartigsten Verschwörung (...) Fort mit dieser schändlichen Verweichligung des Gefühls! Dass die Kranken nicht die Gesunden krank machen - und dies wäre eine solche Verweichligung - das sollte doch der oberste Gesichtspunkt auf Erden sein: - dazu aber gehört vor allen Dingen, dass die Gesunden von den Kranken abgetrennt bleiben, behütet selbst vor dem Anblick der Kranken, dass sie sich nicht mit den Kranken verwechseln.
(Genealogie, S. 367-371)
Wie muss sich der arme Nietzsche gefühlt haben, wie er eines Tages selbst im Irrenhaus landete? Vermutlich hat er sich darüber geärgert, dass er doch mit einem Gesunden verwechselt wurde.
Ohne weitere Einblicke in Nietzsche-Biographie und -Interpretation zu haben, will ich mich hier nicht weiter auf Spekulation über Ursache und Bewertung dieser sonderbaren Meinung auslassen. Obwohl ich sicher kein klassischer Humanist bin, der Nächstenliebe und Hospiz als universellen moralischen Wert betrachtet, ist eine solche Sichtweise in der damaligen (wie auch in der heutigen) Gesellschaft Zeichen für ein großes Problem mit dieser Gesellschaft. Und was soll mir ein solcher Philosoph von der Gesellschaft erzählen, der sie selbst nicht liebt, der sie anscheind nicht einmal versteht. Im übrigen musste ich bei den obigen Zitaten sofort an Foucault denken, der, wenn mich meine Erinnnerung nicht täuscht, eigentlich die entgegengesetzte Meinung hatte. Bei Gelegnehit sollte ich mal in diese Arbeit schauen, die sich mit Nietzsche bei Foucault beschäftigt: www.diplomarbeiten24.de/rd/beta/vorschau/1621.html (oh, Moment, hoppla, die kostet ja 30 Euro!) Das ist ja auch eine nette Sache: Seine Diplomarbeit im Internet verkaufen!
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[28.03.2002]
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Spiegel holt Gutenberg
Da passt das Gutenberg-Archiv ohnehin viel besser rein als bei AOL: Der Spiegel hostet ab heute das Gutenberg Archiv mit mehr als 10.000 Gedichten und über tausend Romanen deutschsprachiger Autoren von Georg Büchner über Karl May bis hin zu Rilke und Schopenhauer. Dazu Tausende Märchen, Novellen, Geschichten, Fabeln und Sagen von Charles Dickens, Mark Twain, Emile Zola oder William Shakespeare. Es ist damit eines der größten Literatur-Archive des Internets. AOL hatte das Archiv vor kurzem rausgeworfen.
Via Spiegel
|ö| = KerLone


[28.03.2002]
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FlashForward2002
flashforward2002.gif Optische Stimuli zum Ende der Fastenzeit: Die Finalisten des aktuellen Flash-Wettbewerbs von Macromedia sind immer wieder eine Augenweide. In ein paar Tagen werden die Gewinner bekannt gegeben.
|ö| = KerLone


[28.03.2002]
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Warum nur?
John Hiler, der den Begriff des Google-Bombings verbrochen hat, macht sich nach der Missetat Gedanken, wie der Schwachsinn sich nur so stark verbreiten konnte. Natürlich nicht, ohne wieder eine neue lecker Begrifflichkeit als Medien-Fressi-Fressi bereit zu haben. Weblogs sind jetzt Organismen, die von einem Ideen-Virus angegriffen werden. Was für eine Phantasie; der sollte Kinderbücher schreiben.
Aber vermutlich ist etwas wahres dran. Google ist momentan so etwas wie Britney Spears, nur im Internet-Bereich. Da geht immer 'ne Story. Und noch ein packender Begriff, ein bißchen aufgepustet, und fertig ist die Geschichte. Eigentlich sollte man von dem Typen etwas lernen. Bei mir dagegen kommt die Angst auf, ob ich als Journalist unter solchen Mechanismen später jemals etwas produzieren kann, hinter dem ich stehe und das gelesen wird.
|ö| = KerLone


[27.03.2002]
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Google-Bomben? Medien-Zirkus!
Jetzt auch beim Spiegel nachgeplappert. Eine vier Wochen alte Geschichte. Ich hab dazu schon alles gesagt. Der Artikel in der Wirtschaftswoche ist dagegen der allergrößte Schwachsinn. Weblogs werden hier als "spezielle Linklisten" bezeichnet, mit denen man das "Google-Bombing" automatisieren kann. Ich glaube der Typ meint Linkfarmen. Ach, über seinen Begriff der "Super-Google-Bombe" will ich jetzt gar nicht mehr reden ... der Typ soll lieber wieder über Aktienkurse schreiben. Das muss ich dann nicht lesen.
|ö| = KerLone


[27.03.2002]
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Everything2
Gibt es schon länger, habe ich aber erst heute entdeckt: Everything2 ist eine Art Open-Source-Notizenstation, die zu allen beliebigen Dingen Erklärungen, Bewertungen, und persönliche Meinungen anhängt, die nach einem internen Bewertungssystem wieder irgendwie sortiert werden. Es erinnert an die Offene Enzyklopädie "Wikipedia", eben durch Wertungen bereichert. Eine sehr lebendige Community, die aber gleichzeitig enorm komplex und schwer verständlich ist. Ein kurzer Besuch konnte mich von einem wirklichen Nutzen nicht so recht überzeugen.
Gleichzeitig konnte ich woanders feststellen, dass diese Form der offenen Wissenssammlung "Open Content" genannt wird. Meine erste Analogie zu diesem Begriff war weitgreifender jede Form der alternativen Wissenvermittlung, nicht nur die archivierte Form des Nachschlagewerks.
|ö| = KerLone


[26.03.2002]
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"Die Eskimos sollen ja ...
... angeblich 400 verschiedene Worte für Schnee haben." Dieser Satz gehört zu den größten der kleinen Bedeutungslosigkeiten, den die deutsche Party-Konversation zu bieten hat. Dass er falsch ist, oder zumindest nicht ganz richtig, wird mit ein paar Sätzen von der Scientific American erklärt.
|ö| = KerLone


[26.03.2002]
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Sprache und Wahrnehmung
Beeinflußt Sprache unsere Gedanken, unsere Wahrnehmung? Können wir nur eingeschränkt denken, weil wir mit den Worten denken müssen, die uns zur Verfügung stehen? Scientific American sieht eine Renaissance dieser alten Überlegung und bringt dafür zahlreiche Beispiele von neueren Studien. Erfreulich daran ist, dass hier darauf hingewiesen wird, dass Wahrnehmung keine rein biologische Sache ist, wie im Genzeitalter oft vermittelt wird.
Warum aber nicht anders herum gedacht wird, dass unser Denken die Sprache beeinflusst, das verstehe ich nicht. Aber vielleicht ist das eher die Frage, ob man in Individuen oder in Gesellschaften denkt. Denn ein Individuum wird wohl auch über die Sprache kultiviert.
|ö| = KerLone


[26.03.2002]
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Diplomanten-Weblogs
Und hier bei Diplom.antville.org haben wir sogar mehrere tapfere Recken, die sie darum bemühen, einen wissenschaftlichen Titel zu bekommen; und deren Unterbewußtsein sich dagegen darum bemüht, dieses Unternehmen durch Bloggerei zu vereiteln. Willkommen im Club der Dissertations und Diplomanden-Blogger!
Meine Erklärung für dieses Phänomen ist auch, dass eine kreative Arbeit eine kreative Pause erfordert. Fernsehen bringt einen zu sehr raus, beispielsweise.
|ö| = KerLone


[26.03.2002]
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Günther Hacks Umzug
Jetzt hat sich der deutschlandzweite Diss-Blogger GHack doch eine eigene Residenz bei Antville geholt: Hirn & Verbrannt .
Und ich schwöre, dass ích meinen Beatbox-Link unabhängig von seinem gesetzt habe! Gott sei Dank ist es nicht die selbe Seite und es geht auch um etwas anderes ...
Viel Spaß also mit dem professionellen Log. Ist schon besser, wenn nicht alles über die ganze seite zerläuft, wie im alten Log.
Via Sofablog (und SWR)
|ö| = KerLone


[26.03.2002]
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Suchmaschine Gigablast
Absoluter Geheimtipp ist diese bisher völlig unbekannte Suchmaschine. Ein paar Wochen alt, empfängt bisher gerade mal alle paar Minuten eine Anfrage, und der Betreiber ist noch unter einer Hotmail-Adresse erreichbar: Gigablast. Wie bei Google sind die Seiten im Volltext abrufbar. Die Suchergebnisse sind beeindruckend. Und das erstaunlichste: Mosaikum.org ist dort ohne mein Zutun gespidert. Das bedeutet: Ich gehöre zu den oberen 2,5 Millionen Seiten des Internets!
Und noch etwas: Man kann dem Index beim Wachsen zusehen: Immmer, wenn man die Seite neu lädt, sind wieder einige hundert Seiten mehr gespidert.
Wieder erreichbar. Die IP des spiders ist übrigens 208.254.87.133 und der User agent einfach nur ".". Ich hab mich bereits öfters über diesen seltsamen Besucher gewundert.
|ö| = KerLone


[25.03.2002]
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Fetter Old-School-Shit
Absolut empfehlenswerte Sammlung von Freestyle-Beatbox Mp3s, also einer Art Acapella-Rap, der fast ausschließlich ohne Instrumente mit der Stimme produziert wird ("Human Beatbox"). Mit dabei lediglich hin und wieder eine richtige "Beatbox", ein rudimentärer Syntesizer, der oft noch unter C64-Niveau lag. Auf der Seite improvisierte Live-Klassiker von den Fat-Boys oder Doug E. Fresh.
|ö| = KerLone


[25.03.2002]
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Ästehtikum
Ich scheue keine Mühen, die Ladezeit dieser Seite zu verlängern und habe deshalb in der rechten Spalte einen neuen Abschnitt namens "Ästhetikum" hinzugefügt.
|ö| = KerLone


[25.03.2002]
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Sieht so Roland von Ronsens aus?
roland_ronsens.gif Zum wiederholten Male hat das Weblog "Ronsens" sein Layout gewechselt (Screenshot). Aber wer ist die neue Frau da? Ist das vielleicht Roland selbst?
(Mittlerweile wieder online, hehe.)
|ö| = KerLone



[25.03.2002]
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Putzig ...
de_fr.gif Deutschland und Frankreich sind auch auf der Tastatur Nachbarn, bloß andersherum. Schweden und Spanien liegen auch in direkter Nähe. Bei großer Langweile werde ich mich noch genauer mit diesem fantatischen Gebiet der Tastatur-Geographie befassen.
|ö| = KerLone


[25.03.2002]
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Fireball verlöscht im April
Der Suchdienst Fireball wird bald nicht mehr als eigenständiger Suchdienst bestehen, orkelt das Branchenblatt e-market. Der Besitzer Lycos wird den Suchdienst im April abschalten, bzw. die Seite nur noch mit Lycos-Inhalten und Lycos-Suche weiterglimmen lassen. Nach Infoseek ist damit der letzte große und eigenständige deutsche Suchdienst eingegangen.
Und ich mache mir Sorgen um eine Monopolisierung der Web-Suche.
|ö| = KerLone


[25.03.2002]
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Gigantische Wissenschafts-Site geplant
Laut ZDNet plant der bekannte wissenschaftliche Verlag Oxford University Press ein riesiges Wissensportal im Web, ein Teil wurde vor kurzem eröffnet. Nachteil: das ganze soll kosten. Man kann sich aber jetzt schon für ein Probeabo anmelden. Das Witzige: Der Inhalt soll von Indern aus Büchern digitalisiert werden. Hihi! Ich glaube, bevor ich die Wissenswanderung aus unseren Büchern über Indien nach England und dann auf meinen Bildschirm mit 175 Pfund bezahle, wandere ich lieber in meine Bücherei.
|ö| = KerLone


[25.03.2002]
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Achtung!
In Tirol läuft einer Irrer herum und lichtet sein komplettes Umfeld mit einer Digitalkamera ab.
Nein, ist nur ein neues Weblog, von Markus Kirchmeier. Herzlich Willkommen!
|ö| = KerLone


[24.03.2002]
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Spieglei auf AMD XP
Merken für die nächste Lanparty: Wie brutzel ich mir ein Spiegelei auf meinem Prozessor. Das verwendete Board ist übrigens eines der schönsten und ästethischten Motherboards, die es gibt, und verrichtet auch in meinem Rechner seinen Dienst.
|ö| = KerLone


[24.03.2002]
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Auch ein Grund zum Reisen
omai.gif Omai, ein Tahitianer, den James Cook 1775 mit nach London nahm, gab als Grund seiner Reise seine Häßlichkeit an. Solander, ein Berater von Kapitän Cook, berichtete in einem Brief an einen Kollegen folgendes:
"Er ist keineswegs hübsch, aber gut gebaut. Seine Nase ist etwas breit geraten, und ich glaube, wir haben es seinen weiten Nasenlöchern zu danken, daß er uns besuchte, denn, so sagte er selbst, das Volk seines Landes habe ihn deswegen und wegen seiner dunkeln Hautfarbe ausgelacht, und er hoffe, nach seiner Rückkehr in die Heimat so viele feine Dinge erzählen zu können, daß man ihn sehr respektieren werde." Die Online Ausstellung der National Library of Australia zu diesem außergewöhnlichen Kulturkontakt a la Crocodile Dundee ist durchaus auch sehenswert, erfordert aber Muße zum Lesen.
(Zitat aus Bitterli 1976, S.186).
|ö| = KerLone


[23.03.2002]
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Alle Cola-Marken im Überblick
Und hier eine beeindruckende Liste aller Marken, die unter Coca-Cola laufen (zur vorherigen Meldung). Darunter so lustige Namen wie "Bimbo", "Sport-Ko" oder "Soonsoo" und "Water Salad", ethnologisch interessantes wie "Inka-Kola", aber auch religiöses wie "Jesus" und "Eva".
|ö| = KerLone


[23.03.2002]
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Neues aus Japan II
Coca-Cola vertreibt in Japan ein Getränk namens "Love Body", was angeblich die Brüste vergrössern soll. Ein typischer Fehler in der Marketing-Stratgie: Man gewinnt einige schwachbrüstige Japanerinnen dazu, verliert aber gleichzeitig sagen wir mal 98% der Männer.
Via Fark
|ö| = KerLone


[23.03.2002]
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Neues aus Japan I
Eigenwillige rot-weiss-schwarze Flash-Animation ("Add Boiling Water") von dem japanischen Künstler Motomichi Nakamura. Geht irgendwie um Instant-Soups und Füße.
Und der Autor lebt in New York, insofern ist die Animation auch nicht aus Japan
Via Wired
|ö| = KerLone


[23.03.2002]
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Internetsucht
Hier in der Bibliothek, in dem ich fast jeden Tag arbeite, sitzt nahezu jeden Tag ein Typ an einem der Internet-PCs. Er ist versunken in seine Welt, tippt vor sich hin, liest wieder, stößt regelmäßig pfeifende Lacher aus, kippelt mit dem Stuhl, redet manchmal mit sich selbst. Ich beobachte das nun schon seit etwa einem halben Jahr. Er treibt sich auf einer Art politischem Diskussionsforum herum, das hab ich früher schon mal im Verlauf nachgeschaut.
Gestern war er auch wieder den ganzen Tag da. Kurz ist er in die Mensa gehetzt, und dannach sofort wieder an den Rechner. Mit zitternden Finger, kann man fast schon sagen, klopft er dann wieder gierig sein Passwort in die Tastatur. Dann ist er wieder an der Nadel.
Ich saß gerade neben ihm an einem Rechner und merkte auf einmal, wie er stank. Nicht schlimm, aber nicht nach frischem Schweiß. Sondern wie ungewaschen seit ein, zwei Wochen. Dann hab ich mir mal seinen Login-Namen angeschaut. Bin an einen anderen Rechner und hab mal in sein Profil geschaut, was in dem Forum angelegt wird. In seinem Gästebuch wurde deutlich, dass er wohl übertrieben ernst diskutiert, oft auch agressiv. Manche schrieben auch "Hey, vergiss nicht Dein RL [Real Life]". Von ihm waren da ein paar wirre Illuminaten-Texte drin. Also geistig ist der schon ein kleines Stück verreist. Dazu ein paar Fäkalien-Comics von kackenden Männlein. Kindlicher Analhumor, alles klar, war mein voruteilender Gedanke.
Aber das traurigste war die Online Statistik: Er ist der einzige in diesem Forum, der schon über 10.000 Beiträge geschrieben hat. In nicht mal zwei Jahren! Onlinezeit: 4200 Stunden. Das bedeutet, dass er die zwei Jahre praktisch wie in einer Firma für dieses Forum verbracht hat. Jeden Tag so etwa acht Stunden. Oder am Stück 175 24h-Stunden-Tage.
Ich hab lang überlegt, ob ich das weiter ignorieren soll, wie da jemand sein Leben verschleudert. Und ob es nicht sein Recht ist, in seinem Forum da zu leben, denn was ist das anderes, als im reelen Leben jeden Tag acht Stunden an eine Firma zu verschleudern? Hab dann aber doch mal den Forumsbetreiber kontaktiert, dem der Typ natürlich auch schon aufgefallen war. Die wollen ihn jetzt über vertraute Freunde zu einer Rückkehr ins echte Leben bewegen. Ob das so einfach klappt, bezweifel ich ...
|ö| = KerLone


[21.03.2002]
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Hyperdiskurs
Was ist das denn schon wieder für ein wirres Künstlerprodukt? Gut dass es so einen Käse gibt, das bremst immer mal wieder meinen eigenen wirren Schaffensdrang.
|ö| = KerLone


[21.03.2002]
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Eine Weißer als Maskottchen
Weißer Maskottchen Ein Basketball-Team aus den USA, vorwiegend besetzt aus Indianern und Spaniern, hat sich als Maskottchen einen symbolisierten Weißen ausgesucht, nennt sich auch "Fighting Whities" und klaut mit diesem Schritt der Gleichberechtigung das bisherige Vorrecht der Weißen, sich oberflächlich für andere Kulturen zu begeistern:
The message is, let’s do something that will let people see the other side of what it’s like to be a mascot”.
Via kottke.org
|ö| = KerLone


[21.03.2002]
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Auf Entdeckungsfahrt
motortisch.gif
Vom Schreibtisch aus unterwegs als Herr der Informationsmeere, als Fischer im Fluß der Belanglosigkeit. Ich und dieser Tisch, ganz allein, die Gedanken als Motor, alles noch unerforscht. Und völlig unbeiirt von der sicheren Tatsache, dass man diese riesige Welt nicht in seinen Kopf hineinbringen kann.
Und wieder muss ich an
Harry Tuttle denken.
Bild via kottke.org
|ö| = KerLone


[20.03.2002]
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Joggen im Internet
Für alle bewegungsfaulen Freunde der Netzkultur gibt es diese fanatstische Alternative.
|ö| = KerLone


[20.03.2002]
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Frühlingsanfang
schraubenzieher_fruehling.gif Und weil ich z.B. Tulpen gräsßlich finde, gibts Schraubzyahinthen.
Bild via Familie Röhnelt
(dort gibts noch n paar andere valentineske Bilder).

|ö| = KerLone





[20.03.2002]
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Dissertations-Weblog
Das freut mich: Das erste mal, dass ich überhaupt eine Seite im Netz finde, auf der jemand ebenfalls seine Dissertation online im Stil eines Weblogs dokumentiert. Und dann noch ebenfalls Journalist, noch dazu bei dem hochgeschätzten Medium Telepolis. Und dann ist es auch noch der Günther Hack, der immer besonders interessante Artikel schreibt, und den ich - in hintersten Gehirnecken kramend - vor über einem Jahr glaub ich mit einem Link zu Songs der 8bit Rockers beglücken konnte, der in seinem Artikel nicht funktionierte. Schön, freut mich, dass noch jemand diese eigentlich naheliegende Idee hatte!
|ö| = KerLone


[20.03.2002]
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Halt, stehenbleiben, T-Shirt-Kontrolle
Die SZ im Münchner Teil heute:
"Die Münchner Polizei weist darauf hin, dass auch das Tragen von Kleidung mit dem Aufdruck „A.C.A.B.“ einen Straftatbestand darstellen kann. Jeder, der solche Bekleidung trage, müsse mit einer Anzeige wegen Beleidigung rechnen, hieß es.
Der Aufdruck soll bedeuten "All Cops are Bastards". Nun ja. Wie kann man sich nur von einem T-Shirt beleidigt fühlen? Warum sperren Sie eigentlich dann nicht das T-Shirt ein, wo das doch den Polizisten beleidigt?
Nächste Frage: Wenn ich eine Zeitung kaufe, in der steht, dass Polizisten doof sind, wird doch der Verlag belangt. Und nicht der, der mit der Zeitung auf der Straße herumgeht. Warum wird in diesem Fall dann nicht der Hersteller des T-Shirts verklagt? Es gibt schon manchmal sehr komische Gesetze (ok, von den T-Shirts mal nicht zu reden).
|ö| = KerLone


[19.03.2002]
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Neues Log "Yoog"
In meinen Referrern entdeckt: "Yoog" ("Online-Narkose und Zeitsenkenverwaltung"). Scheint recht neu zu sein. Auf jeden Fall war ich der dritte Besucher auf dem Counter dort (was ich zunächst für einen genialen Scherz professioneller Bescheidenheit hielt). Allerwillkommenste Schärfe, oder so ähnlich.
|ö| = KerLone


[19.03.2002]
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Google Weblog
Aaron Swartz, der mir irgendwie schonmal bei einem Thema wie RSS oder Semantic Web auf den Bildschirm kam, ist der Autor von Googles Weblog, eigentlich nichts anderes als News über die Suchmaschine. Mal sehen ob er dort mehr bringt, als man eh schon überall lesen kann.
Via netbib

[19.03.2002]
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Noch so eine Googler-Spinnerei
Sie scheinen Domains in den kleinsten Ländern der Welt zu bevorzugen. So gibt es eine eigene Google-Site jeweils für die Kanalsinseln Jersey und Guernsey. Aber auch etwa für das kleine Inselchen St.Helena, das mitten zwischen Afrika und Südamerika liegt, gerade mal ein paar Quadratkilometer groß ist. Eine komplette Liste findet man bei Google
|ö| = KerLone


[19.03.2002]
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Inka-Stadt in Peru entdeckt
Mit ordentlichen Ausmaßen: Ca. 100 Häuser auf 6 Quadratkilometern, wie die NetZeitung berichtet. Die ehemalige Stadt mit Pyramiden und Bewässerungsanlagen lag nur 40 Kilometer von den berühmten Anlagen von Macchu Picchu entfernt (nicht zu verwechseln mit Pikachu
|ö| = KerLone


[19.03.2002]
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Die Welt aus der Sicht einer Kartoffel
Der Spiegel berichtet über ein Buch des Amerikaners Michael Pollan, der behauptet, wir stehen und der Kontrolle der Plfanzen, die wir essen (" Kartoffeln kontrollieren den Menschen"). Ein interessanter Gedanke. Er führt unweigerlich in erkenntnistheoretische Überlegungen, finde ich. Bizarr ist die Theorie keineswegs, man darf sie eben nicht unter der üblichen wahr/falsch-Dogmatik der Naturwissenschaft sehen. Es ist eben eine Sichtweise von vielen - z.B. die Sichtweise der Kartoffel. Zugebenermaßen schwierig vorzustellen. Ernst Cassirer, ein berühmter Philosoph, hat für seine Erkenntnistheorie ebenfalls bei einem Biologen gewildert, nämlich Jakob von Uexküll. Und erläutert:
"Jeder Organismus hat seine besondere Umwelt und seine besondere Innenwelt seine eigene Art und Weise des äußeren und inneren Lebens. (...) Tiere, die sehr unterschiedlicher Art sind, leben nicht in der selben Realität. (...) Es gibt folglich keine gemeinsame Welt der Objekte, die für Menschen und alle Tierarten die gleiche wäre. In der Welt der Fliegen, sagt Uexküll, finden wir nur Fliegendinge; in der Welt des Seeigels nur Seeigeldinge."
Und in der Welt der Kartoffeln eben nur Kartoffeldinge. Das ist doch ganz normal. Und für Kartoffeln sind wir eben die Dienstleister, die sie anpflanzen. Fertig. Das ist nichts Bizarres dran, außer dass man normalerweise nicht wie eine Kartoffel denkt. Und das ist dann eher die entscheidende Frage, was es uns bringt, wie eine Kartoffel zu denken. Außer ein bißchen geistiger Gymnastik, was grundsätzlich gut ist.
|ö| = KerLone


[19.03.2002]
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Jetpack-Reiter
jetpack_reiter_klein.jpg schockwellenreiter_jetpack.gif Ein Photoshopping vom Schockwellenreiter mit Hund Zebu hat sich hier einfach aufgedrängt, hehe. Das freakige Original-Bild von dem Jetpack-Flieger findet man hier
|ö| = KerLone


[19.03.2002]
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Gruselig: Verlassene Vergnügunsparks
achterbahn_verlassen.gif Sehr umfangreiche Sammlung verlassener Vergnügunsparks mit vielen schaurigen Photos. Und da kommt die knifflige, paradoxe Frage auf, ob eine Geisterbahn gruseliger ist mit oder ohne Geister.
Via BoingBoing
|ö| = KerLone


[19.03.2002]
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Spinne auf Drogen
spinne_drogen.gif So sieht ein Spinnennetz aus, wenn die Spinne auf Drogen ist. Die fiesen Wissenschaftler haben den Viechern unter anderem Fliegen mit LSD, Cannabis, Mescalin und Koffein gegeben. Was mich stutzig macht ist, dass das Netz unter Koffein-Einfluß das unvollständigste ist. Gut dass ich nicht jeden Morgen Kaffee trinke. Obwohl - ich muss ja auch kein Netz bauen. Allen gemeinsam ist aber, dass sie ihr gebautes Web vermutlich für das großartigste ihres Lebens halten. In diesem Zusammenhang, gerade zusammen mit exzessivem Koffein-Konsum, kennt man das ja durchaus auch bei Zweibeinern ;-)
Via BoingBoing
|ö| = KerLone


[18.03.2002]
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Die Spukis II - Wer rettet Huschi Wuschi?
"Die Spukis sind eine äußerst vergnügte und nette Geister- und Gespensterfamilie die immer zu Späßen aufgelegt ist. Sie wohnen in Spukitannien und verbringen ihre Tage in Kuschelecken und Schaukeldecken. Wenn es aber dunkel wird, werden die Gespenster aktiv und erleben so manches Abenteuer. In diesem Buch gerät das Unglücks-Pechvogel-Gespenst Huschi Wuschi in Gefahr. Es ist mit seinem Umhang hängen geblieben. Gefahr droht. Doch seine Freunde lassen Huschi Wuschi nicht im Stich. Spuki Duki bittet den alten Kastanienbaum um Hilfe."
Und wer rettet unsere Kinder? Vor soetwas? Dann lieber Globaliserung und Umweltzerstörung! Untergang mit Sang und Klang!
|ö| = KerLone


[18.03.2002]
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Kratzprognose
"Kratzprognose" ist bei mir Wort des Tages. Was man sich da nicht alles reindenken kann, bevor man weiß, was es wirklich ist.
|ö| = KerLone


[18.03.2002]
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Funk-Lanparty auf der Autobahn
Zwischen Eisenstadt, Wien und St.Pölten veranstaltet der Internetclub Burgenland am nächsten Wochenende eine kleine Lanparty, fahrenderweise auf der Autobahn mit Laptops und Richtantenne, incl. Internetanbindung über Handy und Dedicated Server. Angeblich sollen auch Spiele gezockt werden. Pro Auto drei Gamer und ein Fahrer.
Via Forumsbeitrag
|ö| = KerLone


[18.03.2002]
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Usenet II
Was macht eigentlich heute ... das neue, zweite Usenet, das 1998 großartig ausgerufen wurde? Nichts. Wieder in der Versenkung verschwunden wie hunderttausend anderer verschwurbelter Ideen im Kosmos geistiger Auseinandersetzung mit seiner Umwelt.
|ö| = KerLone


[18.03.2002]
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Die alte Form der täglichen Plapperei
Weblogs? Pah! Jeden Tag seinen Senf irgendwo dazugeben, dass konnte man früher auch schon im Usenet. Und exzessive Usenet Poster gibt es heute immer noch. Fast jeden Tag einen Beitrag ... und es geht sicher noch schlimmer.
|ö| = KerLone


[15.03.2002]
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So arbeitet Donald Knuth
In der c't 5/2002 von letzter Woche findet sich ein lesenswertes, nicht-technisches Interview mit dem berühmten Programmierer Donald Knuth, der seit den 60er Jahren an dem gigantischen Werk "The Art of Computer Programming" schreibt. Das interessantest ist die Arbeitsmethode:
Knuth:"Ich habe tausende von Aufzeichnungen, alle im Computer indiziert. Da sind 20 000 oder 30 000 Zeilen mit Notizen. Jede Zeile ist entweder ein Verweis auf einen Artikel, den ich lesen will, oder auf eine Idee, die ich mir aufgeschrieben habe. Das alles ist nach dem Inhaltsverzeichnis des Buchs abgelegt, sodass ich weiß, wann ich was im Detail lesen muss. Von den sechs Wochen, in denen ich an einem Abschnitt arbeite, verbringe ich typischerweise die ersten beiden damit, umfassend alles über das Thema zu lesen, beginnend mit den Dingen, die ich mir seit 1962 aufgehoben habe. In den nächsten zwei Wochen schreibe ich mit Bleistift ein Konzept, und die letzten zwei Wochen sind Feinschliff."
c't:"Sie schreiben von Hand?"
Knuth:"Oh ja. Der Grund ist, dass ich schneller tippen als denken kann. Meine Handschrift ist dagegen perfekt auf meine Denkgeschwindigkeit abgestimmt. Wenn ich also tippe, verliere ich die Synchronisation, und dieses Synchronisationsproblem bremst mich, sodass es tatsächlich schneller geht, von Hand zu schreiben. Anschließend tippe ich dieses Konzept ab und bearbeite es dabei."
|ö| = KerLone


[15.03.2002]
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Liberales Amerika
Mit einer großzügigen, geradezu christlichen Geste der Vergebung haben amerikanische Behören nach einem Bericht der Washington Post das Visum von zwei der Attentäter auf das World Trade Center genehmigt und ausgestellt. Halt, man streiche erstere Vermutung, der Grund war natürlich nur Schusselei. Aber wie war das bei der Verantwortungsethik? Man muss die Folgen des Handelns bewerten ...
Via WorldWideKlein
|ö| = KerLone


[14.03.2002]
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Alles klar Herr Kommissar?
Mädel Afghanistan Jetzt Kommissar spielen: Mit dem Fahndungsbild-Generator in Flash.
Via Netbib
|ö| = KerLone






[14.03.2002]
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Spaß am Krieg?
Gerade einen Artikel in der SZ (" Napalm am Morgen") zum Vietnam-Fotograf Tim Page gelesen. Das ist wohl einer von diesen Menschen, die sich dort irgendwie wohlfühlen. Denn anders als die Soldaten sind sie freiwillig dort. Sind sie deshalb krank (was der "Suppenbaron" vor einigen Wochen in einer Diskussion mit mir behauptete)? Haben die keine Angst vor dem Tod? Oder haben Sie Angst vor dem Leben? Brauchen sie das Leiden und Versagen um sich herum, um für sich den Triumph des Überlebens deutlich zu spüren? Oder arbeitet so jemand dort nur, weil er um jeden Preis der Öffentlichkeit das Grauen mitteilen will - das wäre ja fast ein äußerst menschlicher Zug.
|ö| = KerLone


[14.03.2002]
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356 Tage Oktoberfest
achterbahn.jpg Hier hat sich einer seine eigene Achterbahn über seine Scheune gebaut. Cool!
Via Slashdot
|ö| = KerLone



[14.03.2002]
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Personenkult
Mädel Afghanistan Das afghanische Mädel mit den grünen Augen, das jeder von den Werbeanzeigen der Zeitschrift "National Geographic" kennt, wurde nach 15 Jahren wieder gefunden und nochmal photographiert. Jetzt kann man also auch ihre ganze Lebensgeschichte lesen, falls man das nicht schon vorher aus dem Photo heraus gemacht hat. Außerdem kann man dort im Forum diskutieren, wie das Photo das eigene Leben beeinflußt hat, und Poster kann man wahrscheinlich schon länger kaufen. Ansonsten muss man trocken sagen: hübscher ist sie nicht geworden, diese - ach, nennen wir sie einfach die afghanische Britney Spears. Welche beißender Spott!

|ö| = KerLone


[14.03.2002]
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Gadamer mit 102 Jahren gestorben
"Hans-Georg Gadamer, einer der bedeutendsten deutschen Philosophen dieses Jahrhunderts, ist im Alter von 102 Jahren gestorben. Mit seinem 1960 publizierten Hauptwerk "Wahrheit und Methode" begründete er die philosophische "Hermeneutik ", die Lehre von der Auslegung und vom Verstehen."
Mehr bei CNN
(Ein Anstoss mehr für mich, mich endlich mit diesem großartigen Denker zu beschäftigen.)
|ö| = KerLone


[14.03.2002]
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Alter Medientrick Teil II
Man nehme ein aktuelles Thema, in diesem Fall den Leichenverbrennungsskandal von Georgia, schreibe seinen Professorentitel an den Kopf, sodann erbete man um Aufmerksamkeit mit Worten wie "shocked, hurt, enraged, confused, mystified", dann schieße man vor zum echten universellen Nachdenke-Thema "Tod", am besten mit einem Gruselsatz wie "a sacred covenant between the living and the dead". Nicht vergessen, ein wenig antike Bildung einzustreuen: "Why else would Aeneas consult his father in the underworld or Dante need the guidance of Virgil in "The Divine Comedy" or Hamlet be motivated by his father's ghost?".
Sich selbst nennt man froh einen Humanisten und im Text streut man nun ein paar billige Grübelelemente ein: "The cadaver is a trickster: It looks like a person, but there's no one there."
Jetzt ist es Zeit, den Leser mit ein paar Fragen zu überhäufen, denn das ist die heimliche Ironie des Zeitunglesens, dass der Leser ja Fragen will und keine Antworten:
"Was there a moment when you felt in your heart that this cadaver had once been a living person? Was there a moment when you realized that someday you will be as dead as your cadaver? Would you donate your own body? (...) What would you want to say to them? What would you want to know?"
Jetzt aber richtig in die Schmalzspur: Die wichtigsten Begriffe aus der Musikbranche müssen jetzt fallen: "Love", "dead", "live", "imagine", "spiritual", "vulnerability", "care". Und zum Abschluss nochmals eine Binsenweißheit: "The relationship between the living and the dead is like any other relationship."
Fertig. Halt, eins fehlt noch, wir müssen den Lesern natürlich mitteilen, dass wir ein Buch geschrieben haben, sonst kommt ja kein Geld rein. Und von irgendwas muss man ja schließlich leben, oder?
Via Anthropology in the News
|ö| = KerLone


[14.03.2002]
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Encyclopedia Britannica von 1911
Die immer noch sehr nützliche Encyclopedia Britannica aus dem Jahre 1911 ist auch online abrufbar. Eigenheit: Beim Abruf eines Wortes bekommt man die ganze (wohl eingescannte) Seite angezeigt, das gesuchte Wort folgt dann manchmal erst nach wenigen Absätzen. Manche Wörter findet man auch nur über Abruf alphabetisch nahe stehender Begriffe. Nach dem das ganze nur flüchtig eingescannt ist, eignet es sich möglicherweise auch nicht für wissenschaftliches Zitieren. Die Online-Ausgabe ist keine offizielle. Entsprechend muss man sich auch auf manchmal recht dämliche Werbung einstellen.
Dann vielleicht doch besser zum aktuellen Original?
Via Netbib
|ö| = KerLone


[14.03.2002]
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Der Schwachsinn greift um sich
Nun schreibt auch schon die BBC über die sogenannten Google-Bomben, was nichts anderes ist als ein dämlicher Begriff für ein bekanntes Phänomen. "Sturm im Wasserglas" mein zu Recht der Schockwellenreiter
|ö| = KerLone


[13.03.2002]
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Kellertür total verrammelt
Bei mir im Keller (Forum) war wohl seit dem Umzug alles total verrammelt, so dass niemand mehr rein konnte. Besonders schlimm für meinen Untermieter Herrn Meisl, der in dieser Zeit sicher mehr als einmal sein Delirium hatte und vermutlich verzweifelt gegen die Kellertür hämmerte. Tut mir aufrichtig leid. Naja, er wird seine Beiträge wohl einfach woanders hineingeeiert haben. Jetzt ist alles wieder aufgeräumt, Untermieter und Gäste sind herzlich eingeladen, ihre geistigen Habseligkeiten dort unten abzuladen.
|ö| = KerLone


[13.03.2002]
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Das Ganze größer als die Summe der Teile?
Das ist anscheinend eine neue moderne Frage, die man generell an Netze stellen kann. In den letzten Tagen tauchten mehrere Gedanken dazu auf:
Bei Michael Gleich und seinem Buch "Web of Life. Unser vernetztes Leben" geht es ganz allgemein um Netze und auch um künstlerische Interaktion, diese Netzuansicht stellt angeblich sogar die Newtonsche Physik in Frage (nur rethorisch?) (Spiegel: "Das Ende Newtons?").
Steven Johnson nennt das ganze dagegen "Emergence" und macht sich auch Gedanken über die Rolle von "master planers" in diesen Netzwerken. Das ganze scheint mir etwas durchdachter zu sein als die Gedankenspielerei Gleichs. (O'Reilly Network: "Steven Johnson on "Emergence"").
Und schließlich fragt Jason Kottke vom berühmten amerikanischen Weblog kottke.org ganz naiv, ob analog zu Johnson bei dem alternativen Nachrichten-System der Weblogs etwas Größeres entsteht:
"In the end, at this stage in its development, it's difficult to say whether the network of weblogs is emergent or not. Is the whole smarter than the sum of its parts? Is some higher level of structure or intelligence coming out of these 500,000 monkeys at their typewriters?" (february 25, 2002 )
Mit dabei eine fette Diskussion.
(Und wann soll ich das wieder alles lesen?)
|ö| = KerLone


[13.03.2002]
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Windows XP vom Teufel besessen
Einige Windows-XP-Maschinen sollen angeblich fleißig bei Word mitschreiben und hin und wieder plötzlich selbstständig Wörter einfügen. Endlich Einblick ins Unterbewußtsein des schwer verständlichen Betriebssystems, werden sich einige freuen. Ist aber nur ein fehlgelaufene Wahrnehmung von äußeren Einflüsse, mit anderen Worten, das Spracherkennungssystem ist oftmals unbeabsichtigt eingeschaltet, wie Computeruser berichtet.
Ähnliches gab es doch schonmal, oder? Bei dem Word von dieser Protoversion Windows RGE.
Via Slashdot
|ö| = KerLone


[13.03.2002]
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Hintergründig ...
Untersuchung: People will Read an Article if it Mentions Britney Spears
Via FARK
|ö| = KerLone


[13.03.2002]
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Chat für Promotionsanfänger
Heute von 16-17 Uhr beim Hochschulanzeiger
Arrgh! Natürlich verpasst!
Via Spiegel
|ö| = KerLone


[13.03.2002]
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Coolpix und die Reise ins Jenseits
coolpix_jenseits.jpg Auch Kameras können sich aus dieser Welt verabschieden und in einer Parallel-Welt leben und von dort aus die Dinge ein bisschen anders sehen. Z.B. wenn sie naß geworden ist, also sozusagen in den Jordan ... naja, lassen wir die Wortspielchen.
Via Schockwellenreiter
|ö| = KerLone


[13.03.2002]
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Ein halber Namensvetter
koala.da.ru/mosaik. So stelle ich mir das WWW vor, wenn es in den 80er-Jahren gelebt hätte.
Via Sofa
|ö| = KerLone


[11.03.2002]
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Nette Idee von McDonalds
Schüler und Studenten zwischen 16 und 21 können beim großen Umweltwettbewerb eine Reise nach Johannesburg gewinnen. Na so ein Spaß. Ausgerechnet in die gefährlichste Stadt der Welt. Aber Achtung, Bildmaterial von der Reise kann zu Werbzwecken verwendet werden. Also nicht beschweren, wenn das Video vom bewaffneten Drive-By-Shooting auf die deutschen Biomüll-Jungpioniere dann bei der RonaldMcDonalds-Kinderhilfe landet.
|ö| = KerLone


[11.03.2002]
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Kritik zu Castells "Informationszeitalter"
Gabriel Fehrenbach hat bei Telepolis eine sehr kritische Auseinandersetzung mit der soziologischen Internetstudie von Manuell Castells verfaßt ("Die Theorie zur Euphorie"). Er entdeckt unter anderem, dass die Zaubereien Castells oft nur durch technische Analogien entstehen, die allerdings häufig zu schiefen Bildern gerinnen. Schließlich stellt er fest:
"Dafür fabuliert Castells gerne über ein neues Verhältnis von Raum und Zeit. Damit sind wir dann endgültig auf quasireligiöser Ebene angekommen."
Dass neue Zeitalter habe eben mehr mit Glauben als mit Wissen zu tun, fährt Fehrenbach fort.
Und dazu mein Gedanke:
Ich habe bei der Soziologie immer mit einer gewissen Unverständnis bebachtet, dass sie sich immer mit einer Selbstverständlichkeit um die westliche Gesellschaft dreht, aber niemals diese vorrausgesetzte Position überdenkt. Die Soziologie ist in der eigenen Gesellschaft verankert, wie die Wirtschaft und die Internetgesellschaft selbst. Sie steht für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der eigenen Gesellschaft. Aber ist das nicht gerade die Chance für die Ethnologie, diese soziologische Schwäche auszunutzen? Diese Sichtweise selbst als Untersuchungsgegenstand zu nehmen? Die Metaebene zu betreten, als einzige Wissenschaft, die sich von den hellenistischen, später paneuropäischen Denktraditionen, vom Glauben an Wahrheit und Objektivität so radikal entfernt hat wie keine andere Wissenschaft? Wäre das nicht der Umgang für eine (eine von vielen) Ethnologie der Postmoderne, gerade die oben angesprochenen Verklärungen, Mystifizierungen und Transzendierungen des technischen Phänomens Internet zu beobachten? Den Soziologen zu beobachten, der die Netzwerkstrukturen sucht und interpretiert, bis er sie ins Religiöse fabuliert. Den Hacker, der an seinem Mythos vom Robin Hood, vom Harry Tuttle der Netzwelt strickt. Eine Ethnologie, die nicht das Internet untersucht, sondern das Reden davon, das Schaffen von einer Cyberwelt, das genau dasselbe Schaffen von Welt ist, das immer das menschliche Schaffen von Welt war. Überall und immer, sobald nur ein einziger Mensch denkt.
|ö| = KerLone


[11.03.2002]
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Google und die amerikanische Waffen-Lobby
Google lehnt es ab, Anzeigen zu Waffen zu schalten. Was für europäische Hirne ganz normal ist, ist in einem waffenfanatischem Land wie die USA schon eine Besonderheit. Entsprechend regt sich auch dieser Waffenhändler über die Werberichtlinie der Suchmaschine auf.
Via Plastic
|ö| = KerLone


[11.03.2002]
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Blinde Busenblender
Interessante Argumentation bei Malorama, warum es erschreckend ist, dass sich nun auch Blinde - im Detail und gerüchtehalber Corinna May - die Brüste vergrößern lassen.
|ö| = KerLone


[11.03.2002]
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Euro-Rückseiten
Bei der Bundesbank findet man die Rückeiten der Euromünzen übersichtlich dargestellt und kann so feststellen, wo das Geld im Geldbeutel herkommt. Das Rätsel, wo das Geld immer hingeht, bleibt dadurch leider weiterhin ungelöst.
|ö| = KerLone


[11.03.2002]
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Pub-Finder spielt Medien-Flüsterpost
Also, eine echte Bastelei von Geeks ist es ja schon, dieses Gerät , was man um seinen Arm wickelt und dann sagt er einem, wo die nächste Kneipe ist.
Erschreckend nur, wenn diese Idee aber dann erstmal durch die Medien-Flüsterpost getingelt ist und so gar nicht mehr recht der Wahrheit entspricht. Also, schauen wir uns das mal im einzelnen an:
Das ist ein britischer Wissenschaftler für Wearable Computing. Der nimmt seine Onhand (eine Armbanduhr mit Computer, die es bereits seit 1998 gibt, hier mehr Infos), hängt diese in die dazugehörige Docking-Station (!) und wickelt sich beides zusammen an den Arm. Dann flanscht er eine gigantische Platine dran, die den ganzen Unterarm bedeckt. Dort ist das GPS-Modul und ein Mikro angebracht. Wenn der User vermutlich auch nur irgendetwas dort reinbrüllt, schickt der GPS-Empfänger seine Koordinaten an die Onhand und sucht die nächsten vier Pubs aus einer Datenbank heraus (vorrausgesetzt, der User befindet sich in Bristol, den GPS-Daten von Pubs sind nicht weltweit verfügbar). Das beste: Nun muss der User auf gut Glück in irgendeine Richtung laufen. Kommt er dem Pub näher, piepst die Onhand. Billige Lösung. Aber egal, war sicher ein Riesenspaß, alle Pubs in Bristol zu besuchen und die Koordinaten abzufragen.
Was ist nun bei der SZ daraus geworden? "... haben einen Mini-Computer entwickelt".
Falsch, denn der war schon da. Und der Rest der Platine verdient eher den Namen "unterentwickelt".
"... der Pub-Liebhabern den Weg zu den nächsten Kneipen anzeigt".
Von Bristol keine Rede. Und zeigen kann man das auch nicht nennen. Er bestätigt eher den Weg.
"Der ... Rechner wird wie eine Armbanduhr getragen"
Die haben wohl das Photo nicht gesehen.
Und der Gipfel der Verdrehung: schließlich macht der Überschriften-Redakteur aus dem ganzen auch noch ein Handy.
"Handy zeigt den Weg ins nächste Pub an "
Egal, Hauptsache der Leser hat geschmunzelt. Schlimm nur, dass genug Meldung genauso entstehen, die nicht zum Schmunzeln sind.
Via Ind. Tech. & Witchcraft
|ö| = KerLone


[7.03.2002]
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Vorbildlich in Perl
Ärmel hochkrempeln anstatt zu lamentieren: das lob ich mir. In diesem Projekt auf Sourceforge.net werden die oft schlecht geschriebenen Perl-Skripte des berühmten "Matt's Scriptarchive" gegen professionelle ersetzt. Einige sind schon da.
Via ix (Printausgabe)
|ö| = KerLone


[7.03.2002]
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Seite über Friedrich Dürrenmatt
Noch eine häßliche Seite (Frontpage eben), die herausragenden Inhalt hat. Neben einer kompletten Diplomarbeit über Dürrenmatts "Durcheinandertal" (Untertitel: "Erkenntnistheoretische und theologische Beziehungen zwischen dem Roman Durcheinandertal und dem Gesamtwerk Friedrich Dürrenmatts) finden sich hier auch andere tiefergehende Text und Interpretation zu den Werken des Autors.
|ö| = KerLone


[7.03.2002]
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"liv tyler nude" - hihi!
Zum Totlachen: Da schreib ich noch vor zwei Tagen von dem berühmten ersten Spam-Fall bei Google vor zwei Jahren, bei dem ein Softporno-Anbieter seine Seiten bei der Suchmaschine erfolgreich für den obigen Suchbegriff platzieren konnte. Der Typ wusste wirklich, was gefragt ist! Denn bereits gestern kam dann auch bei mir schon der erste an, der nach einer nackten Liv Tyler suchte... na dann wollen wir mal nicht so ein. Da!
|ö| = KerLone


[6.03.2002]
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Ein Hacker auf der Walz
Ein interessanter Gedanke, dass das Durchsuchen von Firewalls, das Eindringen in Sicherheitssysteme, ja vielleicht sogar das ungeduldige Stöbern im Netz nach Informationen ein Charakterzug ist, der sich früher in Vagabundismus, in stetiger Wanderschaft und Abenteuerei ausließ. "Lamo" ist so ein Hacker, der tatsächlich immer auf der Walz ist und mal hier mal dort schläft - na gut etwas inszeniert wirkt sein Tun dabei dennoch. In Wired berichtet er:
"If I didn't have computers, I'd be exploring storm drains or mountain caves. Hell, I do, when I don't have a line to the Net."
Aber trotzdem - ich muss da an die Figur " Harry Tuttle" aus dem Film Brazil denken. Ein umtriebiger Klempner, der es nicht mehr aushielt in den Ordnungsstrukturen in der krakenartigen Macht-Firma "Central Services". Der von sich selbst sagt:
"I came into this game for adventure - go anywhere, travel light, get in, get out, wherever there's trouble, a man alone. Now they've got the whole country sectioned of and you can't move without a form. I'm the last of a breed."
Ein uralter Mythos der Zivilisation taucht da auf: sich befreien von den Zwängen, unabhängig sein, Held sein, kein Sklave des Alltags. Ein Meister seines Fachs sein. Lebenskünstler mit Begeisterung. Heute hier, morgen da - wo man gerade gebraucht wird. Davon lebt die Gestalt des Hackers - genauso wie die des Wanderers.
|ö| = KerLone


[6.03.2002]
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Verlaufene Preissteigerungen?
Wie ist es denn nun? Teurer geworden durch den Euro oder nicht? Dieser Artikel bei Telepolis dürfte ganz typisch sein: die Medien behaupten oft mit vielen Belegen, es hat sich nicht viel geändert, die Bürger wissen dagegen anderes zu berichten (siehe angehängtes Forum). Wenn die Medien von Teurungen berichten, dann wiederum nicht auf Grund von wissenschaftlichen Untersuchungen, sondern von kurzen Straßenumfragen. Alles nur eingebildet? Wäre durchaus denkbar. Oder alles Vertuschung? Genauso denkbar. Oder einfach mal so und mal so? Am ehesten denkbar. Bloß das ist natürlich am Schwersten begfreifbar.
Stutzig machte mich nur dieser Satz: "Preissteigerungen im Dienstleistungsbereich sind jedoch ein Regelfall - Wirte erhöhen in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen ihre Preise - und sie haben sich im Warenkorb des Durchschnittshaushaltes verlaufen."
Soetwas kann man unmöglich schreiben! Wieviele Leute gehen nur selten was essen, weil sie das Geld nicht entbehren können. Da verläuft sich nix! Das erinnert mich stark an den Peanuts-Spruch...
|ö| = KerLone


[6.03.2002]
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Unter die Haube
Echte Nerds mit starkem Hang zur Paranoia erkennt man ab jetzt daran, dass sie ihre Modems und Router abdecken oder zumindest die LEDs abkleben. Damit niemand beim Datenverkehr mitliest. Das Blinken, nicht das menschlich sichtbare, sondern das Hochfrequenzflimmern, kann nämlich auch über einige Distanz ausgelesen werden und gibt so die übermittelt Daten preis. Das behauptet zumindest dieses PDF-Paper von Lockheed Martin und der Auburn Univerity.
Via Slashdot
|ö| = KerLone


[6.03.2002]
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Traurig: Nur noch Tage ohne Woche
Die beste deutsche Wochenzeitung, "Die Woche", wurde nun eingestellt, wie der Spiegel berichtet. Das Blatt war wirklich gut gemacht, mit vielen Themen, die man sonst noch nirgends gelesen hatte. Der Gründer, Manfred Bissinger, war so richtig einer mit Pioniergeist und sehr stolz auf sein Produkt. Zu recht, denn die Zeitung war exzellent, hatte zahlreiche internationale Preise gewonnen und war vor allem unter Journalisten gern gelesen. Bloss leider nicht beim normalen Publikum ... deswegen wurde sie jetzt eingestellt. Sehr schade. Sehr, sehr schade. War mein Lieblingswochenblatt.
|ö| = KerLone


[6.03.2002]
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Ich bin enttäuscht
Das krachig-grüne, großschriftige Format von Neublog zero-eight goes antville kommt nicht originär von diesem, sondern ist eine Interpretationsleistung von meinem Opera-Browser. Vor ein paar Tagen hatte ich es hier erwähnt. Und heute kam dann die Aha-Entdeckung mit der IExplorer-Bitbrille. Was mir wieder eindrucksvoll vor Augen führt, was für ein kleines irrendes Würmlein ich trotz - in diesem Fall auch wegen - all der mächtigen Maschinerie auf dieser großen Welt bin.
|ö| = KerLone


[5.03.2002]
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Flash und die logische Existenzphilosophie
Screenshot
|ö| = KerLone


[5.03.2002]
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Jenseits von Google
Auf anderen Suchmaschinen kann man durchaus auch gut suchen: Vivisimo ist eine ausgezeichnete Meta-Suchmaschine, die die besondere Fahigkeit hat, einzelne Gruppen unter den Suchergebnissen zusammenzufassen. Damit gleicht sie die Schwächen der abgfragten Maschinen (z.B. Alltheweb) wieder aus.
|ö| = KerLone


[5.03.2002]
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Über das Schlechte zum Guten?
Gerade bei Dienstraum zufällig ein älteres Buch gefunden, dass mich an meine letztwöchige Nietzsche-Lektüre erinnert hat:
"(...) Dies ist eines von vielen Beispielen, mit denen die Bestsellerautoren Dirk Maxeiner und Michael Miersch die Wirkung des Mephisto-Prinzips beweisen. Sie erklären: Eine gute Gesinnung schafft keine bessere Realität, sie verhindert keinen Krieg, besiegt keinen Hunger, schafft keinen Arbeitsplatz und rettet keine bedrohte Tierart. An zahlreichen Beispielen aus Geschichte und Gegenwart zeigen Maxeiner/Miersch, wie das vorgeblich so Schlechte immer wieder durchaus gute Ergebnisse hervorbringt, und sie plädieren dafür, menschliches Handeln nicht an seinen Intentionen, sondern in erster Linie an seinen Ergebnissen zu messen."
Meine Meinung:
Das ist - soweit man aus dieser Kurzbeschreibung schließen kann - die selbe falsche Sichtweise wie bei Nietzsche. Sie glauben, durch eine Zuwendung zum Schlechten, des Bösen, könnte man die konservative Kategorisierung durchbrechen. Letztendlich zementieren sie den Dualismus aber nur, weil sie diesen als absolut anerkennen. Anstatt das sie ihn aufheben. Zuerst die klassische Zuordnung aufheben, dann den ganzen Dualismus. Anstatt dessen schlagen die Autoren vor - wie auch Nietzsche - sich dem Schlechten zuzuwenden. Was für eine alberen Idee! Das ist, wie wenn man rückwärts ginge, weil man sich nicht mehr bewegen will.
(Das Mephisto- Prinzip. Warum es besser ist, nicht gut zu sein.)
|ö| = KerLone


[5.03.2002]
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Hilfe, Panik, Google-Bomben!
Ein uralter Medientrick:
Benenn irgendeine Sache mit einem prägnanten Namen und jeder faselt es nach, sogar Dave Winer. Nur weil der Name gefällt. "Google Bomb" ist so ein Wort. Klingt gut. Etwas martialisch vielleicht, aber die amerikanische Nation ist ja ohnehin im Krieg. Und was steckt dahinter? Eine uralte Sache, nämlich das Google eine Suchmaschine ist, die mit Hyperlink-Analysis arbeitet. Ist also logisch, dass man die Suchmaschine auch ausschmieren kann. Schon vor über zwei Jahren gab es den Gag, das wenn man "Who is more evil than the devil" bei Google eingegeben hat, Microsoft an erster Stelle war. Irgendein Scherzbold hat mehrere Links mit diesem Text auf Microsoft gesetzt. Funktioniert mittlerweile nicht mehr, weil sich andere die erste Position geklaut haben.
Und jetzt dieser alberne Bomben-Artikel? Das enttäuschende ist, dass gerade Internet-Medien nicht mehr richtig genau hinschauen. Klingt gut, wird übernommen. Nichts dagegen, dass man über diese Themen berichtet. Aber schwachomatisch, das mit einem so dämlichen Begriff zu verbinden. Noch schwachomatischer, es dann nur wegen diesem Begriff weiterzuverbreiten. Das wär so, wie wenn ich das Thema dieser kleine Schimpfkanonade nun "Web-Aids" taufe, ein paar dumme Paralellen ziehe und schau wie sich der Schwachsinn verbreitet.
Im übrigen konnte man früher auch bei Meta-Tag-basierten Suchmaschinen anderen Seiten schaden, in dem man sie etwa massenhaft anmeldete und sie dann von der Suchmaschine rausgeworfen wurden. Blieb aber auch eher ein theoretisches Problem. Gar nicht zu reden von den Meta-Tag-Schummeleien. Das nannte auch niemand die "Meta-Tag-Bombe".
Die Verbindungen zwischen Weblogs, Google und Suchmaschinen-Spamming sind daegegen tatsächlich bedenklich. Artikel wie "Weblogs als neue Meinungsmärkte" sind ja noch recht harmlos. An anderen Stellen, etwas tiefer im Web, diskutiert man derweil aber schon recht offen über die Missbrauchsmöglichkeiten von Weblogs. Wie immer sind alle diese Erkenntnisse nicht neu. Neu ist, dass es zum Massenhype wird. Ein Meister des Linkmissbrauchs bei Google ist z.B. seit einiger Zeit schon diese schelmische Firma hier. Eine gigantisches Seitenimperium. Macht sich bloß kaum bemerkbar, weil es ein Einzelfall ist. Der noch dazu mit einem vermutlichen enormen Aufwand realisiert wird.
Was mich deshalb ebenfalls eher beruhigt ist, dass die Herstellung von Weblogs einen großen Aufwand benötigt. Sie brauchen Inhalt. Schon deshalb sind diese 'bombastischen' Befürchtungen zum Missbrauch von Weblogs Übertreibung. Schon im November 2000 machte sich Wired Gedanken über die erstmalige Verspammung von Google. Dieser berühmte Liv-Tyler-Nude-Fall war damals im übrigen wirklich bedenklich - aber totzdem funktioniert Google heute noch so gut wie vorher. Also, immer locker bleiben, John Hiler! Ein paar Weblog-Spammer wird Google verkraften, und die über 300 Mitarbeiter bei Google tüfteln sicher auch schon an neuen Tricks, wie auch die Spammer bereits mit neuen Ideen bereitstehen. Das Spiel geht weiter, und die Weblogs werden davon nur am Rande betroffen sein. Noch dazu, weil man die meisten davon direkt anwählt und nicht per Suchmaschine. Und wenn eine Firma wie oben mit einem gefakten Weblog noch ein paar Suchende mehr für den Suchbegriff "Osterurlaub" anzieht - who cares?
|ö| = KerLone


[4.03.2002]
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Alternative Blog-Szenen
Schockwellenreiter, Sofablog, Hinterding, etc. und dann findet mal einer ein neues Blog, und doch sind wieder all die alten Blog-Links drauf. Lohnt sich manchmal, auch mal abseits der gängigen Logs zu suchen. Da (also z.B. hier bei "Zero Eight Goes Antville") findet man dann grässliche Layouts und grässliche Schimpfworte, aber irgendwie ist's da auch ganz nett. Und vor allem völlig anders. Und dann die Überraschung: Irgendwo auf der Webseite des verheirateten Fräuleins eine prima formatierte Diplomarbeit, leicht extravagant, mit dem interessanten Titel "Die Psychiatrie als Ordnungsmacht". Mit jeder Menge Foucault, den ich nach einer früheren und ähnlichen orientierten Hausarbeit meinerseits mittlerweile auch ganz gut leiden kann.
|ö| = KerLone


[4.03.2002]
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Henkersgerecht?
Der Schockwellenreiter (bzw. ein "Schorsch":
"Ist das die abendländische Kultur, die es zu verteidigen gilt? Das Texas Department of Criminal Justice hat eine eigene Website. Und vermerkt dort penibel die Henkersmahlzeiten der Hingerichteten."
Dazu wollte ich sagen (sein Forum ging mal wieder nicht):
Die abendländische Kultur sehe ich da nur noch bei den Mahlzeiten, vielleicht. Ich begehe immer öfter eine Leugnung irgendeiner kulturellen Verwandschaft mit diesem Staat. "Hingerichtet". Was für eine Doppelsinnigkeit sich da ergibt. Ein Gericht statt einem Gericht. Als ob das reiche! Babuschka der Vernichtung.
Bemerkenswert ist übrigens das bestellte Mahl von Odell Barnes Jr.:
"Justice, Equality, World Peace" Tja, und spätestens dann weiß man, was ohnehin am Kopf der Seite steht:
"The final meal requested may not reflect the actual final meal served."
Dabei müsste doch ein wenig Justice in jeder Küche zu haben sein, nur das bißchen, dass man nicht über das Leben andere verfügen kann, von staatswegen. Wenigstens das bißchen!
"Eine Portion Gerechtigkeit, bitte!"
"Tut mir leid, ist aus. Wie wärs mit etwas falsch verstandener Christlichkeit?"
Via Schockwellenreiter
|ö| = KerLone


[4.03.2002]
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Personalausweis oder Röntgenbild
Eigenwillige Methode der spanischen Polizei: Jugendliche, die ein Alter angeben, dass bezweifelt werden muss, werden kurzerhand geröntgt.
Via Telepolis
|ö| = KerLone


[4.03.2002]
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Tim Berners-Lee und das semantische Web
Einige Artikel über die Microsoft .NET-Offensive habe ich schon hinter mir, XML klingt auch gut, und lecker, soweit bin ich schon. Aber so richtig verstanden habe ich die Möglichkeiten der zukünftigen Markup-Technologie erst nach diesem älterer Artikel (2001) von Tim Berners-Lee. Absolut lesenswert. Man beachte auch die versteckten Prügel für Microsoft (oder bilde ich mir das ein):
"A small group can innovate rapidly and efficiently, but this produces a subculture whose concepts are not understood by others."
|ö| = KerLone


[4.03.2002]
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Anni Friesinger gesucht ...
... und zwar anscheinend nicht nur bei den deutschen Fans. Bei Google.com ist es diese Woche der Suchbegriff, der am meisten zugenommen hat. Ja, Eislaufen ist eben ein unglaublich mitreißender Sport ...
|ö| = KerLone


[4.03.2002]
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Internet-Brodeln in Mexiko
Telepolis ("Die dritte Front in Mexiko") über das Internet als Austragungsort politischer Spannungen.
|ö| = KerLone


[3.03.2002]
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Toller Spielplatz
Das Wortschatz-Lexikon der Universität Leipzig habe ich bereits zitiert, aber nun habe ich die Seite als tolle Spielwiese wiederentdeckt (dank meiner neuen Suchfunktion übrigens).
Also, da haben wir etwa die häufigsten deutschen Wörter. 'Der "die" und in den "von zu", das mit sich', sag ich da nur. Und weil das hier Kerlone

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