Mosaikum 1.0
Von KerLeone


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31.5.2005
Literaturliste aktualisiert
Vier Exzerpte online gestellt, in der Literaturliste eingefügt und entsprechend verlinkt.

30.5.2005
Fazit zu "Was ist ein Autor?"
Exzerpt und Fazit zu Foucalt "Was ist ein Autor" fertiggestellt. Ich habe mich bemüht, den Text unter dem Aspekt zu lesen, wie weit Foucault in seinem Diskursbegriff einen Autor vorsieht. Der Aufsatz zeigt, dass Foucault keineswegs den Autor komplett dekonstruiert. Aber er interessiert sich für ihn nur als Schnittstelle oder Prozessor zwischen einem Vorher und einem Nachher.
Die Frage ist allerdings ohnehin müßig, da Foucault eine andere Fragestellung hat. Er will vor allem eine Typologie des Diskurswechsels in einer Gesellschaft entwerfen. Ich will die Folgen nichteinmal vom Wechsel, sondern von bestehenden Diskursen auf Autoren und ihre Urteile untersuchen. Aber selbst für seine eigene Fragestellung schließt Foucault die Verwendung von biographischen und psychologischen Details nicht aus, aber eben nur, um die Funktionsweise des Prozessors "Autor" zu verstehen, nicht um den Autor oder seinen Inhalt zu verstehen. Und so siehts bei mir aus: Nicht den Autor als Menschen oder das von ihm Gesagte möchte ich verstehen, sondern ebenfalls den Autor als Prozessor, in diesem Fall von geistesgeschichtlichen Ideen, Inhalten und eben auch Diskursen hin zu Urteilen.
Was will ich? Eine Typologie der Entstehung von Urteilen. Ein Autor ist für mich dabei auch nur ein Prozessor und Urteile entstehen wie Diskurse auch ohne Autoren. Sie entstehen vielleicht nicht ganz so kollektiv in einem Gemurmel, wie Foucault sich das für Diskurse denkt, sie sind vielleicht überhaupt nicht denkbar als etwas außerhalb einer Person (wie ein Diskurs). Das ist der einzige Unterschied. Aber für die Übernahme des Diskursbegriffs in meien Arbeit spielt das keine Rolle. Ich muss nur die Verknüpfung zwischen meiner Arbeit und dem Focault'schen Diskursbegriff genauer spezifizieren: Ist der Diskurs nur ein Teil, der auf den Autor wirkt? Oder ist alles, was wirkt, Diskurs und bette ich meine Arbeit vollständig in die Diskurstheorie ein?

30.5.2005
Bricolage
Ich habe einmal darüber nachgedacht, den Bricolage-Begriff für meine Arbeit zu verwenden, weil die Urteile auch nur aus den verfügbaren Stoffen gebaut werden können. Lévi-Strauss beschreibt seine Definition des Begriffs in "Das wilde Denken", ab S. 29. Ich habe den Text heute flüchtig überflogen und sehe, dass Lévi-Strauss den Vergleich sehr stark ausbaut und mit Zeichentheorie anreichert. Das ist alles viel zu kompliziert. Wenn ich von Bricolage reden würde, würde ich nur Verwirrung stiften. Besser einfach von Bausteinen sprechen, dann knüpft sich an das Wort keine Ideengeschichte derart komplizierter Art.

23.5.2005
Was ist ein Autor?
Foucaults "Was ist ein Autor" gelesen. Die Frage ist, wie stark Foucault in seinem Spätwerk doch noch so etwas wie einen Autor akzeptiert oder davon ausgeht, ob Diskurse im Autor zusammenlaufen, oder ob man wirklich vom Tod des Autors reden kann. Ist das nur Rezeptionsgeschichte?
Die Übersetzung ist schwierig zu verstehen. So redet Foucault davon, dass manche Diskurse einen Autor als Funktion haben. Das versteht man zunächst nicht, weil Funktion etwas zielartiges ist, und wenn der Autor zuerst ist, wie kann er dann Funktion sein. Versteht man erst, wenn man Funktion im Sinne von movens, funktionierendem Teil oder Modul versteht, so wie ein Fahrzeug einen Dieselmotor oder Pedale haben kann.

23.5.2005
A mit Häckchen
Manchmal gibt es Tage, da arbeitet man so vor sich hin und dann fragt man sich, was man eigentlich gemacht hat. Heute habe ich glücklicherweise darauf geachtet. Ich habe z.B. eine halbe Stunde gebraucht, bis ich alle Bücher zusammen hatte, die ich am Donnerstag auf die Ablage der Bibliothek gelegt hatte und die aber von dem Bilbiotheks-Fräulein regelmäßig nach einem Tage weggeräumt werden. Ich habe mich freundlich bei dem Fräulein vorgestellt und wir haben vereinbart, dass meine Bücher auch mal zwei Tage liegen bleiben dürfen.
Und dann habe ich 15 Minuten damit verbracht, herauszufinden, wie man in HTML ein "a" mit einem französischen Häckchen produziert, weil eine Foucault-Übersetzung das Wort "francaise" in der Angabe einer Originalquelle mit Häkchen unter dem "a" schreibt. Kann kein französisch, aber ein a mit Häckchen kam mir dann doch spanisch vor. Habe dann eine französisches Wörterbuch geholt (auch wieder ein paar Minuten), nachgeschlagen, die falsche Schreibweise festgestellt und dann nochmals einige Minuten mit der Überlegung verbracht, ob man die falsche Angabe einer Originalquelle in einem Buch mit "[sic!]" übernehmen soll, oder ob man den Fehler stillschweigend korrigiert.

19.5.2005
Kolloquium
Gestern meine Arbeit im Kolloquium vorgestellt. Ein Ergebnis war die Forderung nach einer stärkeren Theoretisierung der Arbeit in dem Sinne, dass meine eigenen Gedanken und Überlegungen bei der praktischen Analyse viel zu wenig deutlich werden. Deshalb habe ich beschlossen, diese Spalte wieder zu einem Arbeits-Tagebuch auszubauen, wie sie es bereits einmal war.

Weitere Ergebnisse: k.B. meinte mit Theoretisierung eben nicht die Anbindung oder Einsortierung des Materiales an bzw. in Theorien, sondern die Verarbeitung der ständig ablaufenden eigenen Überlegungen zu einer abstrakten Theorie. Vor allem die Typologisierung der Urteilsstrukturen muss irgendwann so weit abstrahiert sein, dass man untereinander vergleichen kann und allgemeingültige Erkenntnisse erhält. Deswegen sei die Sortierung und die Ordnung auch eine zentrale Frage, die nicht erst am Ende, sozusagen für den Leser, gemacht werden muss, sondern die jetzt ohnehin schon abläuft und auch ablaufen muss, aber eben ständig bewusst gemacht werden muss, damit später klar wird, wie ich und warum ich so oder so sortiert habe. Buchempfehlung: Glaser/Strauss: Discovery of grounded Theory. (KW T ac 1). In Bezug auf die Ordnung habe ich festgestellt, dass ich manches inhaltlich sortiere, wie etwas das literarische Kapitel, anderes dagegen strukturell und nach Art des Urteilens, wie etwa das Unbehagen beim Hain-Ritual. Letzteres wäre die optimalere Ordnung, aber manche Dinge kann man unmöglich auf der Strukturebene vergleichen. Vielleicht muss ich die inhaltliche Ebene einfach weiter abstrahieren, so dass das Ganghofer-Kapitel dann als "Einfluss von Genrekonventionen" mit den anderen Texten vergleichbar wird.
Die Auslegung von Foucault wurde von k.B. als sehr frei empfunden. Ich muss in "Was ist ein Autor" oder sonstwo einen Beleg finden, dass der späte Foucault den Autor nicht gänzlich gestrichen hat, sondern nur den Blick auf die Diskurse gelenkt hat, die aus dem Autor sprechen. Die Anbindungen an die europäische Geistesgeschichte wurden allgemein akzeptiert, weil ich sie als mögliche Debatten im Hintergrund vorgestellt habe. S.W. brachte noch die Anregung auf biographische Forschung, die ich aber unter Hinweis auf den Aufwand aber auch mit dem Diskursbegriff plausibel ablehnen konnte.

1.5.2005
Höllenkreis der Scheiße
Angeordnet hat Pasolini seine Bilder freilich noch zu anderen Gruppen als Sade. Sades Buch gliedert die 600 Passionen in vier Gruppen, von denen jede 150 umfaßt. Pasolini gliedert dagegen nur in drei Gruppen, die er auch nicht einfach Partien (wie bei Sade) nennt, sondern den Namen von Höllenkreisen gibt. Der erste Höllenkreis ist derjenige der Leidenschaft, der zweite derjenige der Scheiße und der dritte derjenige des Blutes. Infolgedessen benötigt er auch nur drei Erzählerinnen. Er läßt dennoch eine Vierergruppe auftreten, aber die vierte Erzählerin, da sie nichts erzählen darf, bleibt unbeschäftigt. Pasolini läßt sie stattdessen Klavier spielen (...)."
(Horst Albert Glaser, Sades "Les 120 journées de Sodome", In: Peter Gendolla (Hrsg.): Schönheit und Schrecken, S. 223.)

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[30.05.2005] 
Als mir das Fernsehen weglief
Das Fernsehen hat wieder einen bedeutenden Schritt gemacht, um sich meiner Aufmerksamkeit zu entziehen. Heute hat sich das Privatfernsehen abgeschaltet. Dafür kann ich seit zwei Jahren wieder ARD sehen, weil sich der Sendeplatz verschoben hat. Aber wohl nur bis August.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[30.05.2005] 
Seife vs. Duschgel
Wann und wie hat die Werbung es eigentlich geschafft, dass 80 Millionen Deutsche nur noch mit Duschgel duschen anstatt mit Seife? Oder duscht noch jemand mit Seife?
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 3]

[30.05.2005] 
Flämisch, schwedisch, walisisch, ungarisch, räto-romanisch, holländisch oder was ganz anderes?
Wer errät die Sprache von diesem Lied? Klingt so vertraut - und doch versteht man kein Wort.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 4]

[29.05.2005] 
Frühlingszauber
Was die Kölner Polizei euphemistisch die Aktion " Frühlingszauber" nennt, hat in München auch schon angefangen. Ich nenne es die Aktion "Fahrradfahrer gängeln". Dazu stellen sie sich an einem der meistbefahrensten Radwegen auf, der eine sinnlose Fahrradampel auf gerade Strecke aufweist, ohne Kreuzung, nur für einen Fußgängerübergang, und bei der man immer bei Rot ankommt. Und dann, wenn dann ein Fahrradfahrer über Rot fährt, z.B. weil kein Fußgänger da ist, dann kassieren sie ihre 80 Euro.
Ist ein alter Hut, will mich gar nicht beschweren. Ich steige sowieso immer ab und laufe über rote Ampeln, das kostet nur fünf Euro. Aber was mich wirklich aufregt, ist dass die Süddeutsche Zeitung sich von der Polizei vor den Karren spannen lässt und Artikel schreibt über die Polizei, die die Sicherheit von Fahrradfahrern mit Kontrollen erhöhen will. Und dann sieht man auf dem Photo den freundlich lächelnden Polizisten genau an dieser Nicht-Kreuzungs-Ampel Fahrradfahrer abkassieren. Aktion Frühlingszauber.
Via Malorama
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 2]

[27.05.2005] 
Augsburger Zoo stellt Afrikaner aus
Pikant: Der Augsburger Tierpark plant eine Sondershow "African Village" mit Afrikanern "in einer einzigartigen afrikanischen Steppenlandschaft".
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[26.05.2005] 
Weblogs und Wahlkampf
Soll man in Weblogs Wahlkampf machen, soll man sagen, was man denkt und welche Partei gut ist? Soll man versuchen, andere zu überzeugen? Oder soll man in bewährter deutscher Zurückhaltung politisch schweigen? Was meint ihr?
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 6]

[24.05.2005] 
Schwarze dümmer als Weiße
In den USA behaupten Wissenschaftler immer noch, Schwarze sind genetisch bedingt so dumm, dass sie eigentlich kaum fähig dazu sind, ihr Leben selbstständig zu gestalten.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[24.05.2005] 
Ananas
Man muss in seinem Leben auch mal Ananas essen.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 3]

[20.05.2005] 
Hey Popper!
Die Schweden mal wieder, die machen ständig unverschämt eingängigen Pop, dass es fast schon unheimlich ist. Jetzt entdeckt: "Hey Kwanongoma" von "The Ark". Kann man auf ihrer Seite vorhören. Klingt ein wenig wie die frühen Genesis, ganz einfache Melodien, aber doch etwas Eigenwilliges dabei.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 3]

[19.05.2005] 
Heil Boskop!
front_aepfel.jpg Die Front deutscher Äpfel. Nationale Initiative gegen die Überfremdung des deutschen Obstbestandes und gegen faul herumlungerndes Fallobst.
Via sum1
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 1]

[19.05.2005] 
Schwule Telefongesellschaften
Eugene Mirman, ein amerikanischer Comedian, und seine wunderbaren Telefonate mit einer "christlichen" Telefongesellschaft, die ihn davon überzeugen wollte, dass die anderen Gesellschaften Homosexuelle und Kinderpornographie unterstützen. Mein Favorit ist dieses Gespräch (MP3):
Mr. Mirman: AT&T sponsors child pornography?
The operator clarifies by saying: No. No, that's MCI.
Mr. Mirman: MCI has hardcore child pornography?
Operator: Yes, they are. They have a pedophile Web site for men who love boys. It's a Montréal based Web site....
Mr. Mirman: And so MCI basically has a child pornography ring?
Operator: That's correct.
Mr.Mirman: What about the others? What does Verizon do?
Operator: Okay. Verizon, what they do is they train their employees to accept the gay and lesbian lifestyle.
Mr. Mirman: They try to turn their employees gay?
Operator: No, no. They train their employees to accept it.

Via Ultimate Insult
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[18.05.2005] 
Revolutionäres Wiki
ich weiß noch nicht, wozu ich tiddlywiki benutzen könnte, mit dem man einfach alles machen kann, aber es ist genial. das spürt man. hab direkt so einen zukunftsflash bekommen. als ob man jemandem aus dem 18. jahrhundert ein vollgetanktes auto hinstellt und sagt: hier, nimm das. und man kommt nicht drauf, dass man jetzt damit nach rom fahren könnte, um den papst zu überfahren, sondern benutzt es erstmal als stuhl. so ungefähr.
Schreibt Malorama treffend. Das Wiki ist wirklich revolutionär. Es erinnert mich an den alten Traum von Tim Berners-Lee, dem Erfinder des WWW, der von Anfang an den Browser auch zum Editor machen wollte. TiddlyWiki kann das zumindest offline. Es ist nichts anderes als EIN File mit HTML und Javascript. Und darin kann man editieren und verlinken und speichern. Funktioniert vor allem mit Firefox und wohl auch mit IExplorer. Freaky.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 2]

[17.05.2005] 
Rest, Ordnung, Müll
Was verstehen wir unter dem Rest? Wie produziert jede Ordnung einen Rest? Bleibt vom Kehrricht eine immer feinere Linie Dreck übrig, wenn man ihn auf die Schaufel kehrt? Was ist Müll für Deutsche, was für Franzosen? Interessantes Feature über den Rest beim Deutschlandfunk, quer durch alle Wissenschaften, Künste und Kulturen: Eine Gesellschaft die nicht entsorgt, erstickt (MP3, 50 Minuten, 11 MB).
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[12.05.2005] 
New York, Anfang der 80er
flyer_danceteria.jpg Eine Zeitreise der besonderen Art kann man mit zwei wunderbaren Webseiten über Flyer aus dem New York der 80er Jahre unternehmen. Zum einen wäre da die Sammlung der legendären Disco Danceteria. Die Danceteria war neben dem Roxy der angesagteste Club der Stadt, hier hingen die Cliquen von Andy Warhol oder Keith Haring herum. Die dekadenten 80er eben.
flyer_hiphop.jpg Aber zur gleichen Zeit etablierte sich die Hip-Hop-Szene aus der Uptown. Auch aus dieser Szene gibt es eine ganze Menge Flyer mit Ankündigungen von DJs wie Africa Bambaataa, Cold Crush oder Grandmaster Flash. Das spannende am New York der frühen 80er war, dass sich diese beiden völlig unterschiedlichen Szenen (man sieht das sehr schön auch an den Flyern), zu vermischen begannen. Bambaataa legte in Manhattan auf, die Beastie Boys wurden in der Danceteria gespielt. Mehr dazu auch in diesem Interview mit Arthur Baker, der im New York der 80er Jahre nicht nur Hip-Hop produzierte, sondern auch als einer der ersten Elektro (stark beeinflusst von Kraftwerk). Und vor dem sich Bob Dylan mal im Wandschrank versteckte (auch dazu mehr im Interview).
Links via Media Digest und Ultimate Insult
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[12.05.2005] 
Über Männlichkeit
Das kräftige Zubeißen in eine fette Haxe oder ein großer Schluck direkt aus der Bierflasche sind Verhaltensweisen, die die Männlichkeit unterstreichen. Besonders ältere Männer sehen außerdem Rüben, Karotten oder Mais immer noch als Viehfutter an.
Sagt Alexandra Krotz von der Techniker Krankenkasse.
Via Telepolis
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[12.05.2005] 
Neue kleine freie Antville-Siedlung
If you'd like your own weblog here at blogs.topfen.net, we'll most likely be very happy to give you one. Just send us a message (we're also perfectly capable of speaking german, in case you didn't notice).
Sehr schön. Internet goes Kula-Tauschring. Das freut mich.
Via Kellerkind
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[12.05.2005] 
Antville RSS Parser
Antville hat jetzt einen eingebauten RSS-Parser.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[12.05.2005] 
Folgen eines Weblogtreffens
Parka Lewis ist wieder da.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[12.05.2005] 
Mal was mit Birkensaft
birkensaft.jpg Heute mal was über Birkensaft. Das Deutschlandradio berichtet (MP3/Text) über zwei Finnen, die Birkensaft nach Japan und sonstwo hin exportieren. Und wer es selber ausprobieren will: Wie man Birkensaft zapft. Prost. Wo ist die nächste Birke?

|ö| = KerLeone   [Kommentare: 1]

[11.05.2005] 
Schily macht den Bush
Erst Angst schüren und dann Gesetzesänderungen durchdrücken, die die Freiheit beschränken, das ist das altebekannte Konzept von Politikern. Vorne mit dabei mal wieder Otto Schily. Der hat jetzt besonders davor Angst, dass Rettungsdienste wegen den Computerviren nicht mehr vernünftig arbeiten können. Und vor professionellen Virenprogrammierern und DOS-Attacken von Tätern mit kommerziellen Interessen. Wahrheitsgehalt: 0.0000. Das übliche dumme Terror-Geschwurbel.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 2]

[11.05.2005] 
Ersreckend!
Ein schönes Beispiel für Gewalt und Computerspiele. Am besten ist der ZDF-Spacko, haha!
Via Ethno::log
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[11.05.2005] 
Technologien und Gesellschaft
Um das zu verdeutlichen: dass sich Technologien mit der Gesellschaft entwickeln ist ja banal. Das besondere am Internet ist meiner Meinung nach folgendes: Die gesellschaftlichen Kräfte, die das Web gestaltet haben, werden ihrerseits wieder durch das Web gestärkt. Und dieser sich selbst verstärkende Prozess ist das besondere am Web.
Max Junker über die Zukunft des Internets.
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[11.05.2005] 
Positiver Rassismus
Es kommt daher, dass die Deutschen, weil ich Jude bin, alles tun, damit ich mich wohl fühle. Und dadurch fühle ich mich schlecht. Ich kann damit nicht umgehen. Hören Sie auf, mir ein gutes Gefühl verschaffen zu wollen. Wenn Sie Antisemit sind, in Ordnung. Wenn Sie mich persönlich nicht leiden können, in Ordnung. Aber behandeln Sie mich als eigenständige Person, nicht als Juden.
(Interview mit Mahnmal-Architekt Peter Eisenman)
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 1]

[11.05.2005] 
Notizen aus Berlin
Als einer der letzten sage ich auch noch etwas zu der Blogmich-Veranstaltung in Berlin:
Es war sehr schön! Das war am Anfang wirklich eine komische Veranstaltung: Ich habe mich stundenlang nur damit beschäftigt, herumzulaufen und den Leuten auf die Namensschilder zu schauen. Zum einen war es am Anfang wirklich etwas verkrampft (was soll man da schon reden, über weblogeinträge, oder was?), zum anderen war das aber wie an Weihnachten beim Geschenkeauspacken. Praschl war größer als ich gedachte hatte, Smal nicht so stylisch wie befürchtet, Kris braver als sein Weblog, Heimchen ausgeflippter als erwartet, Modeste hübscher als erwartet - und so weiter. Wollte ich nur mal sagen, dass ich nicht der einzige war, den sich alle anders vorgestellt haben. Jetzt extra für meine Leser, die mich noch nicht kennen: Ich bin jünger und weniger seriös, als ihr denkt.
Aber dann waren doch einige interessante Gespräche, ix entpuppte sich als Bruder im Geiste, ein rechter Rebell. Parka Lewis, der, Goncourt, Roland und Jens Scholz bewährten sich als lustige Partygäste, überhaupt war die ganze Bloggerei irgendwann vergessen und man ratschte und man lachte einfach so, egal ob man sich als Weblog kannte oder nicht. Auf die Weise habe ich eine ganz Menge neuer Leute kennengelernt und werde meine Blogroll bald updaten. Danke dafür.
Ganz besonderen Dank auch an das Kellerkind, das aus meinem gratis verteilten Kurzgeschichten-Bändlein einige meiner Geschichten vorlas. Da saß ich nun, aufgeregt über dieses Ereignis, lauschte meinen eigenen Geschichtlein und beobachtete die Reaktionen der Zuhörer. (Ich verschicke gerne noch Kopien, ich habe noch ein paar). Konnte mir gut vorstellen, wie nervös Malorama später war, als man ihm die Ehre machte und 40 Minuten das Beste aus seinem Weblog vorlas.
Und das Chili war gut!
Irgendwann um 3.00 Uhr bin ich dann mit Kris durch den Regen zur Straßenbahn, einfach weil es zu kalt in der Halle war und ich noch müde von der ungemütlichen Zugfahrt.

Am nächsten Tag, das sollte ich noch erwähnen, habe ich mich in Berlin verliebt. Ich war zuletzt mit 16 Jahren dort und damals habe ich es nicht richtig verstanden. Aber diesmal. Die Tags überall an den Häusern. Die Linken, die am 8. Mai ihre Lokale dichtmachen, weil sie auf der Demo sind. Die kaputten Gehwege und die Schilder, die darauf hinweisen. Döner für 1,49 Euro. Endlich wieder was Essen gegangen, kann man ja in München nicht. Grandioses libanesisches Essen in so einer kleinen Brutzelbude mit ein paar Tischen für 5.- Euro. Dazu Mango-Milch-Shake. Man achtet darauf, alles mal anders zu machen, das gefällt mir in Berlin. Überall Zettel vom anti-imperialistischen Komitee und dass "sie" dich alle belügen und sowas. Etwas geschmunzelt dabei, muss ich zugeben, über den Ernst der Politiserung hier. Festgestellt, dass man in München einfach lebt und nicht Politik macht. Dann in die Innenstadt, aber überall standen Polizisten in Kampfmontur mit Helm und vergitterten Wägen und man kam über keine einzige Brücke. Ist wohl immer noch eine geteilte Stadt, dachte ich mir. Presseausweis gezeigt und Brücke passiert. Tat mir ziemlich leid für alle anderen Linken und Punker, die durften nicht rüber und ich schon.
Dann war ich am Fest für die Demokratie vor dem Brandenburger Tor. Ob die auch alle einen Presseausweise haben, dachte ich mir. Komisches Fest für die Demokratie, wo man ohne Sonderstatus nicht hin darf, weil die Polizei alles abriegelt. Die Leute haben wirklich konzentriert zugehört, was der Präsident über das Ende des Krieges gesagt hat. Hat mich auch erstaunt, dass man dieses immergleiche Gerede freiwillig anhört. Entweder es liegt wieder daran, dass man in München einfach nur lebt und sich nicht für Politik interessiert. Oder es sind aber einfach andere Menschen als ich, z.B. die, die in München auf die BUGA gehen und sich für 12 Euro Blumen anschauen, wo doch im Frühling überall die Blumen blühen, und viel schönere obendrein.
Am U-Bahnhof Potsdamer Platz dann einen Alten von einem jungen Burschen getrennt, die sich gerade gegenseitig die Fresse poliert haben, weil der eine den anderen ungefragt photographieren wollte. Aber gut, das kann ich in München genauso.
Abends um 23.00 Uhr dann festgestellt, das ich den Nachtzug zwar für Sonntag gebucht habe, aber weil er um 0:32 fährt, dummerweise doch den falschen erwischt habe. Aber der Schaffner war so nett und hat mich woanders untergebracht, obwohl das Fräulein von der Auskunft mir klargemacht hatte, dass ich in einem solchen Fall zusätzlich zu den 39.- Euro für den falschen Zug auch nochmal 104.- Euro für einen Sitzplatz in dem richtigen Zug zahlen sollte. Nochmal Glück gehabt.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 7]

[10.05.2005] 
Erdmantelanomalie
Als Wort bisher nur im Radio, jetzt endlich auch im Internet.
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[4.05.2005] 
Time Traveler Convention
In drei Tagen findet am MIT die erste und einzige Time Traveler Convention statt. Und zwar genau hier: 42:21:36.025°N, 71:05:16.332°W. Das müsste reichen, um sich punktgenau dorthin zu beamen. Wer keine Zeit hat, z.B. weil er in Berlin ist, der muss sich keine Sorgen machen. Das MIT veranstaltet sowieso nur eine einzige Time Traveler Convention denn:
Technically, you would only need one time traveler convention. Time travelers from all eras could meet at a specific place at a specific time, and they could make as many repeat visits as they wanted.
(s. auch hier).
Via Zephyrin
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[4.05.2005] 
Ich packe meinen Koffer
Während Malorama sich schon überlegt, welches T-Shirt er beim Blogmich05 in Berlin anzieht, habe ich jetzt gerade mal meine Tracklist fürs Auflegen und CD-Tauschen fertig. Zug ist auch gebucht - Mitfahrgelegenheit mit dem Auto biete ich also keine mehr an.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[3.05.2005] 
Über den Eklat
Die wichtigste Eigenschaft von einem Eklat in Deutschland ist, dass irgendwann irgendjemand jemand anderem sagen muss, dass dieser sich wie Adolf Hitler benimmt. Alles andere ist in Deutschland kein Eklat, sondern nur eine Debatte.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 2]

[3.05.2005] 
Skinhead Attitude
skinhead_attitude.jpg Gestern lief im ZDF "Skinhead Attitude", ein guter Dokumentarfilm über die absurd tiefe Spaltung der Skinhead-Szene in extreme Faschisten und extreme Antifaschisten. Das interessanteste Detail aus ethnologischer Perspektive waren aber die amerikanischen Skinheads. An ihnen konnte man die Übernahme von kultureller Ideologie am besten studieren. Von echter Hybridisierung war hier keine Spur. Das nationalsozialistische Konzept wurde natürlich nur an der Oberfläche auf die amerikanische Kultur aufgesetzt. Eine übergewichtige Amerikanerin mit Boxer-Shorts und einem T-Shirt mit Nike-Logo, aber "Nazi-Aufschrift", sprach dann über Rassismus und dass sie beschlossen hat, jetzt Nazi zu sein. Zu keinem Moment verlor sie dabei ihre amerikanische Herzlichkeit und flötete mit Witz und hoher Stimme ihre Thesen in die Kamera.

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