Mosaikum 1.0
Von KerLeone


Fragmente aus Raum, Zeit und Medien
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[25.05.2014] 
Eine Kirche für den Kinderschänder
Es dürfte zwar schwierig sein, nachzuvollziehen, was im Jahr 1286 tatsächlich in einer Wolfratshausener Herberge passierte, aber interessant ist es schon, dass die katholische Kirche dem wegen Pädophilie verurteilten Pilgerer Konrad Nantwein eine Kapelle errichtete und ihn bis heute mit eigenem Gedenktag als Heiligen feiert. Auch die Stadt Wolfratshausen scheint sich mit dieser Geschichte noch nicht kritisch auseinandergesetzt zu haben, jedenfalls existiert bis heute ein Stadtteil Nantwein. Man erzählt sich die Geschichte wohl lieber anekdotenhaft-frömmelnd wie in diesem Dokument eines örtlichen Heimatvereins. Ein kritischer Ton gegenüber der kirchlichen Überlieferung würde sicher nicht schaden. nantwein_stich.jpg

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[7.05.2014] 
Was man will
Man fährt Tag und Nacht in ihr und tut auch noch alles andre darin, man rasiert sich, man ißt, man liebt, man liest Bücher, man übt seinen Beruf aus, als ob die vier Wände stillstünden, und das Unheimlich ist bloß, daß die Wände fahren, ohne daß man es merkt, und ihre Schienen vorauswerfen, wie lange, tastend gekrümmte Fäden, ohne daß man weiß wohin. Und überdies will man ja womöglich selbst noch zu den Kräften gehören, die den Zug der Zeit bestimmen.
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften, S. 32
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[6.05.2014] 
Die Arier
Soweit ich weiß nur noch heute in der Mediathek von Arte: Mo Asumangs großartiger, kluger, starker und sehr unterhaltsamer Dokumentarfilm über das persönliche Gesicht hinter dem Rassismus: Die Arier
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[6.05.2014] 
Zur Gleichberechtigung über die Alternativberechtigung
Als man am Philanthropinum Dessau im 18 Jahrhundert die Vorrangstellung einzelner Stände aufheben wollte um zu einer Gleichberechtigung aller Schüler zu kommen, tat man das nicht in einem Zug, sondern führte zur Eingewöhnung wechselnde Rangfolgen ein. So gab es wöchentlich zwei Standestage, an denen die Rangfolge der Schüler z.B. beim Essen nach ihrer Herkunft bestimmt war. Dann gab es zwei Reichtumstage, an denen die Rangordnung nach der Höhe des Schulgeldes, das die Eltern zahlten, bestimmt wurde. Und schließlich zwei Meritentage, an denen die Leistung der Schüler ausschlaggebend war.
Georg Bollenbeck: Bildung und Kultur, S. 112
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