Mosaikum 1.0
Von KerLeone


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28.7.2005
Subjektivität und ein gescheites Buch
Die Gleichförmigkeit des Objekts kehrt wieder in der enthistorisierten Subjektivität dessen, der ihm diese Gleichförmigkeit vindiziert
schreibt Karl-Heinz Kohl in seinem Buch "Entzauberter Blick", dass der Journalist Leppenies laut Klappentext wie folgt beurteilte:
Und schließlich: Kohl schreibt ein flüssiges, angenehm lesbares Deutsch. Ein verständlicher Autor, ein gescheites Buch: vielen zur Lektüre empfohlen.


25.7.2005
Wo die schönen Menschen wohnen
Die gemäßigte Klimazone erstreckt sich vom vierzigsten zum fünfzigsten Breitengrad. Hier trifft man auf die schönsten und wohlgestaltetsten Menschen; in dieser Klimazone muß man denn auch das Modell oder die Einheit suchen, auf die sich alle Schattierungen der Farbe und Schönheit beziehen lassen; denn die beiden Extreme sind vom Wahren und Schönen gleich weit entfernt. Die gesitteten Länder in diesem Erdstrich sind Georgien, Zirkassien, die Ukraine, die europäische Türkei, Ungarn, das südliche Deutschland, Italien, die Schweiz, Frankreich und der nördliche Teil von Spanien. Alle diese Völker machen den schönsten und am besten gebildeten Teil der menschlichen Gattung aus, der sich auf Erden befindet.
(George-Louis Leclerc de Buffon, französischer Naturwissenschaftler im 18. Jahrhundert. Zitiert nach Kohl 1986, S. 144).

21.7.2005
Die Herkunft der Indianer
In der Renaissance gab es einen Haufen kluger Leute, die sich Gedanken über die Herkunft der neuentdeckten Menschen in Amerika machten. Nicht selten entwickelte man Abstammungstheorien, die die Indianer zu Nachfahren von antiken oder biblischen Völkern machten. Mal waren die Indianer die Nachfahren Hams, dann wieder die verlorenen zehn Stämme Israels. Hugo Grotius leitete die Nordamerikaner wegen sprachlichen Ähnlichkeiten von den Norwegern ab, die Südamerikaner von den christlichen Abessiniern. Ägypter, Karthager, Tartaren und Walliser standen auch zur Diskussion. Joseph Lafitau, ein französischer Jesuitenpater, war der Überzeugung, dass die ostamerikanischen Algonkin-Stämme von den altgriechischen Pelasgern abstammen, die ebenfalls "weder säten noch ernteten, sondern bloß von den Baumfrüchten, der Jagd, der Fischerei und von demjenigen lebten, was der Zufall ihnen bescherte". In ähnlicher Weise leitete er die Kariben von den Kariern ab, da bei beiden "die Weiber [...] niemalen mit ihren Männern [essen], ihnen [dienen], als wenn sie Sklavinnen wären, und [...] eine von der ihrer Männer ganz unterschiedene Sprache [reden]". Die Irokesen und Huronen seien dagegen die Nachfahren der kleinasiatischen Lykier, weil sie den Ackerbau kennen und die Frauen eine starke Stellung haben.
Derart kluge Überlegungen blieben aber in dieser Zeit, in der beginnenden Strömung der Aufklärung, nicht ohne Kritik. Und so spottet Voltaire 1765 gegen den ewiggestrigen Theologen:
Schließlich läßt Lafitau die Amerikaner von den alten Griechen abstammen. Und hier seine Gründe: die Griechen hatten Mythen, und einige Amerikaner haben auch welche. Die ersten Griechen gingen zur Jagd, und die Amerikaner tun dies auch. Die ersten Griechen hatten Orakel, und die Amerikaner Zauberer. In Griechenland pflegt man bei Festen zu tanzen, und man tanzt in Amerika. Man muß zugeben, daß diese Gründe überzeugend sind.
Voltaire scheint sehr gerne sehr spöttisch oder sarkastisch mit anderen Denkern seiner Zeit umgegangen zu sein, ich denke nur an seinen Brief an Rousseau, den ich hier vor einiger Zeit vorgestellt habe. (Aus Kohl, Entzauberter Blick, S. 80,82,102.)

21.7.2005
Eskapismusfunktion des Fremden (Arbeitsnotiz)
Kohl zeigt sehr gut, wie unterschiedlich die Reisenden sind, die die Wilden verherrlichen. Renaissancedenker, Freiheitsdenker, Aufklärer. Und doch sind die Inhalte immer wieder ähnlich: Die Bewunderung für die Egalität und das fehlende Eigentum. Das Schwärmen für Authentizität und Ehrlichkeit. Und die Sorge, dass "wir" dieses Idyll bedrohen. Interessanterweise zeigt Kohl aber auch die Gegner dieser Vorstellungen aus, vor allem Turgot.
Man sieht, dass man diese Vorstellunge nicht nur auf Zeitsrömungen zurückführen kann, denn sie kommen zu jeder Zeit in beide Richtungen vor. Ich habe also erneut überlegt, was zu diesen Gedanken führt. Letzte Woche habe ich über die abstrahierte Wahrnehmung des Fremden als Ursache spekuliert, heute eher über die Eskapismusfunktion dieser Gedanken. Dass der Edle-Wilde-Komplex immer dann auftritt, wenn man gegen die Gesellschaft, zumindest aber gegen die Ober- und Mittelschicht ist. Der Fremde wird dann zur Projektion der eigenen utopischen Wünsche. Aber eigentlich widersprechen sich die Überlegungen nicht. Der Abstraktionsgrad ist nur Garantie dafür, dass die Wünsche aufrecht erhalten werden können. Der Senus ist dann die Kritik an der eigenen Gesellschaft, der Fremde macht vor, dass etwas anders sein kann und wird damit zur Identifikationsfigur (ich habe immer behauptet, dass Ethnologie bis heute insgeheim diese Aufgabenstellung in sich trägt und funktionalisitsch gesehen für der Gesellschaft Veränderung mitermöglicht). Die Ähnlichkeit über die Jahrzehnte wäre dann in den Ähnlichkeiten der Gesellschaftskritik zu suchen. Wenn man den Vergleich von wild und arm wie bei Kohl weiterdenkt, bemerkt man, dass die Konstanz des Edlen Wilden auch mit der Konstanz des minderwertigen Wilden einhergeht, so paradox das klingen mag. Denn die Identifikation mit dem "Edlen" Wilden ist möglicherweise immer verwandt mit einem Eintreten für Nein, das ist Unsinn. Diese Denkweise ist nur eine Form, epochenabhängig und sicher nicht grundsätzliche Struktur.

15.7.2005
Die Mechanisierung des Todes

Sigfried Giedion, ein Architekt, Künstler und Maschinenbauingenieur aus der Schweiz, der 1938 nach Harvard wechselte und in den USA wirkte, hat mit einem seiner wichtigsten Werke, Mechanization takes Command (1948) eine interessante Studie vorgelegt: Was passiert eigentlich mit der Gesellschaft während der Industrialisierung? Er schreibt:
In ihrer Gesamtheit haben die bescheidenen Dinge, von denen hier die Rede sein wird, unsere Lebenshaltung bis in ihre Wurzeln erschüttert. Diese kleinen Dinge des täglichen Lebens akkumulieren sich zu Gewalten, die jeden erfassen, der sich im Umkreis unserer Zivilisation bewegt."
Diese These klingt absurd auf den ersten Blick, wenn man beachtet, mit was er sich beschäftigt: Mit der industriellen Brot-Produktion. Mit dem Gasherd. Mit fließendem Wasser. Alles nur Kleinigkeiten, denkt man. Banalitäten, die nicht mitwirken an dem, was wir wirklich sind. Aber wenn man einige Kapitel durchblättert, dämmert es einem, dass diese Dinge nicht ohne Wirkung bleiben. Am deutlichsten wird dies vielleicht in seinem Kapitel "Die Mechanisierung des Organischen", in dem er sich mit der industriellen Landwirtschaft und schließlich mit der industriellen Fleischproduktion befasst. Giedion druckt einige Patentskizzen aus dem Schlachtbetrieb ab:




Er schreibt:
Diese Zeichungen haben allein den Zweck, so anschaulich wie möglich den Patentanspruch zu erläutern. Sieht man sie aber unbefangen und in ihrer endlosen Folge, ohne Rücksicht auf ihre technischen Funktionen und deren Erläuterungen, so wirken sie wie ein Totentanz unserer Zeit. Ihre unverhüllte Sachlichkeit ist wahrer und deshalb in gewissem Sinne erschütternder als die bildlichen Darstellungen des neunzehnten Jahrhunderts (...). In durchschnittlich zwanzig Sekunden soll ein Schwein verblutet sein. Es geschieht alles so rasch, und ist so geschmeidig in den Produktionsvorgang eingegliedert, daß kein Gefühl aufkommt.
Was an diesem massenweisen Übergang vom Leben zum Tod erschütternd wirkt, ist die vollkommene Neutralität des Aktes. Man spürt nichts mehr, man empfindet nichts mehr, man beobachtet nur. Möglich, daß irgendwo im Unterbewußtsein Nerven revoltieren, üner die wir keine Kontrolle haben. Dann nach Tagen steigt plötzlich der eingeatmete Blutgeruch hoch, obwohl keine Spur davon an einem zurückgeblieben sein kann.
Wir wissen nicht, ob die Frage zulässig ist, doch mag sie immerhin gestellt werden: Hat diese Neutralität des Tötens eine weitere Wirkung auf uns gehabt? Dieser weitere Einfluß braucht durchaus nicht in dem Lande aufzutreten, das dieses mechanisierte Töten hervorgebracht hat, und durchaus nicht unmittelbar in der Zeit, in der es entstand. Diese Neutralität des Tötens kann tief in unserer Zeit verankert sein. Sie hat sich im großen Maßstab erst im Zweiten Weltkrieg gezeigt, als ganze Bevölkerungsschichten, wehrlos gemacht wie das Schlachtvieh, das kopfabwärts am Fließband hängt, mit durchtrainierter Neutralität ausgetilgt wurden.
Giedion, Sigfried: Die Herrschaft der Mechanisierung. ein Beitrag zur anonymen Geschichte. Frankfurt am Main : Europäische Verlagsanstalt, 1982, S. 259-277.

13.7.2005
Immer wieder "Edler wilder" (Arbeitsnotiz)
Zwei Gedanken am Rande der Arbeit:
In vielen Arbeiten zum Fremdbild geht es immer darum, dass wir Vorstellungen von einer fremden Kultur speziell haben. Die wilden. Die Afrikaner. Die Asiaten. Dabei wirken im Kulturkontakt möglicherweise nicht nur solche Projektionen mit, sondern auch Strategien im Umgang mit fremden Menschen allgemein. Wäre das nicht spannend, die universellen Ideale unserer Gesellschaft zu untersuchen, die vom idealen Umgang mit dem Fremden handeln. Oder vielleicht nicht nur die Ideale, sondern auch die unterbewussten Handlungsmuster. Oder Ethik.
Auf die zweite Idee, bzw. Fragestellung, kam ich, als ich bei Kohl über die Geschichte der Projektion vom Edlen Wilden las. Von der Antike bis zur Gegenwart scheint sich diese Idee in immer wieder ähnlicher Form aufzeigen. Sogar in den Details gibt es manche Ähnlichkeiten, wie etwas die Verharmlosung oder Verherrlichung der Kriegsführung bei den Indianern. Es drängt sich die Vermutung auf, dass sich manche dieser Projektionen nicht nur aus einem Zeitgeist erklären lassen können, der sich ja über die Jahre zweifellos sehr komplex geändert hat. Eine Universalie des Menschen wird es zwar andererseits kaum sein, aber vielleicht ist es eine tieferliegende Struktur, die auch mit anderen kulturellen Inhalten immer wieder eine ähnliche Wahrnehmung produziert. Möglicherweise lässt sich diese Frage mit der Verwendung meines Modells klären, da es auf der Argumenationsebene immer unterschiedliche Lösungen an der Oberfläche zulässt. So könnte der Edle Wilde beispielsweise mit der Unfähigkeit der westlichen Gesellschaft zusammenhängen, eine fremde Kultur ambivalent und vielseitig wahrzunehmen, weil unser Konzept von der Gesellschaft, vom Stamm, von der Kultur usw. es fordert, ein einheitliches Bild, eine Abstraktion, vorzunehmen. Gleichzeitig ist es uns nicht möglich, jeden Fremden als ein Individuum wahrzunehmen, ganz banal vielleicht immer dann, wenn wir es mit "Imagined Communities", oder allgemeiner mit "imagined social entities" zu tun haben. Bei dieser Abstraktionsleistung bleibt uns nicht anderes übrig, als von einer Einheit auch ein einheitliches Bild zu formen und daher auch ein einheitliches Urteil zu fällen. Und dieses entspricht dann dem Sensus, der mit Inhalten der aktuellen Debatte dann zu einem Argument geformt wird. Um so fremder, so könnte man annehmen, um so einheitlich die Wahrnehmung. Der Prozess des Ausbügelns von Ambivalenzen und der Überbrückens von Brüchen, der in meinem Modell gut untersucht werden kann, wäre dann der tieferliegende Prozess, der die immer wieder ähnliche Projektionen vom Edlen Wilden verursacht.

12.7.2005
Urmenschen im Feuerland lesen (Arbeitsnotiz)
Ich muss unbedingt Gusindes Urmenschen im Feuerland auf die nächste Lesereise mitnehmen. Ich werde es zwar nicht analysieren, aber dort finden sich sicher zahlreiche biographische Hintergründe, die meine Analyse verbessern können.

11.7.2005
(Arbeitsnotiz)
Bücher vom Lesestapel aussortiert. Giedion brauche ich nicht, ist aber gut, vielleicht später. Glaser und Strauss brauche ich nicht, handelt von sozialen Gruppen. Außerdem scheint mir meine Theorie momentan gut genug, um sie selbstständig weiter auszubauen. Horton war eh nur für das Wissenschaftskapitel. Brauche ich später evtl. nochmals, vielleicht bei Darwin. Deloch ist gut, da muss ich bei der theoretischen Einleitung nochmals reinlesen.
Gedanklich weiter am Kapitel zur Kritik an der eigenen Gesellschaft gearbeitet. Die Klammer funktioniert wunderbar. Alle Urteile haben diesen Anteil und lassen sich größtenteils durch den Edlen Wilden oder Zivilisationskritik erklären. Auch im Detail, z.B. Sittlichkeit. Aber ich muss genauer hinschauen, die Prozesse sind sehr unterschiedlich. Morgen fortsetzen. Oder vielleicht besser die Quellen klären, bevor ich die Urteile theoretisiere. Die große Frage: Kann ich die Quelle für alle Urteile gemeinsam abhandeln, oder mache ich jedes einzeln? Am besten vielleicht eine allgemeine Einführung in Edler Wilder und Zivilisationskritik, dann bei Bedarf detailliert, Z.B. Sittlichkeit.

4.7.2005
Wir denken uns einen komischen Buchtitel aus
Heute: Gernot Dirk Evers mit seinem komischen Titel aus dem Jahre 1979, Fachbereich Theologie.
Evers, Gernot Dirk: Sittlichkeit im Wort-Feld der Begegnung. Sittlichkeit als struktur-dialogisches Freiheits-Ereignis ; dargestellt an der Strukturontologie Heinrich Rombachs und der Pneumatologie Ferdinand Ebners. Regensburg : Pustet, 1979.
Wir vergeben 5,5 Punkte!

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[28.07.2005] 
Verwilderung der Pressesitten?
Das Setzen eines Links auf einen Hersteller von verbotener Software im Rahmen von Online-Berichterstattung ist nach Ansicht der Richter am Oberlandesgericht eine "Verwilderung der Pressesitten". Mehr bei Heise. Neben dem Hinweis auf die Zeichentheorie, nach der man Ähnlichkeiten zwischen einem Eigennamen und einem Hyperlink sehen könnte, verweise ich auch nochmal auf die Ähnlichkeit zwischen Hyperlink und einem anderen etablierten System, dass uns hilft, durch einen Signifikanten ein Signifikat zu finden, und dass selbst Ansammlungen von Unrecht verlinkt, finanziert von der Bayrischen Staatregierung. Mit anderen Worten: Das Unrecht ist selten dort, wo man darüber redet.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 1]

[25.07.2005] 
Was wärst Du zur Zeit lieber?
Haha, Kris mal wieder mit Galgenhumor.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[22.07.2005] 
Rucksack
Praktische Tasche zum Transport, auf dem Rücken getragen. Wurde bis 2005 häufig auch unbekümmert in der Öffentlichkeit verwendet.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 6]

[21.07.2005] 
Wir lernen journalistisch, Folge 1
Heute: Das journalistische Futur. Gibt die Gegenwart nicht genug her, den Artikel mit Zukunft auffüllen. Ganz leicht z.B. mit "bleibt abzuwarten".
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[21.07.2005] 
Weblogs im Deutschlandradio
Eine kleine Serie (Bloggende Unternehmer) mit zwei Beiträgen:
Wie verändert Multimedia wie z.B. Weblogs unsere Alltagskultur? (MP3)
"Spreeblick" - der erste deutsche Weblog-Verlag (MP3).
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[21.07.2005] 
Willkommen in den 50ern?
Mann, da ist mir aber schlecht geworden, als ich heute morgen dieses Photo von George Bush und John Roberts in der Zeitung gesehen habe, mit den zwei rausgeputzten Kindern da rechts.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 3]

[18.07.2005] 
Bildschirm-Tastatur
quake_tastatur.jpg
... auch für Q3A. Ja, das wärs.
Via 2R
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 3]

[18.07.2005] 
[15.07.2005] 
Hardcore Trolle
Mich würde wirklich mal interessieren, was für Leute eigentlich hinter Hardcore-Usenet-Trollen wie dem hier stecken. Eine Analyse von zwanzig Beiträgen hat mich jedenfalls nicht wirklich erhellt.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 1]

[13.07.2005] 
Sachen passieren, man glaubt es kaum
Gerade mit Opera eine miese Seite aufgerufen und dann ist der Explorer abgestürzt.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 1]

[13.07.2005] 
Wir lernen Hochschule
professor_schlaeft.jpg
Frei übersetzt: "Professor schläft, bitte nicht stören."
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 1]

[13.07.2005] 
Gestern bei Mosaikum, heute bei Spiegel Online
Die Geschichte über Chip und Allofmp3, die ich aus den Heise-Foren gefischt habe, hat wohl über IT&W zu Spiegel Online gefunden - wäre ja nicht das erste Mal, dass die Brüder sich dort inspirieren lassen.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[13.07.2005] 
Of Montreal
of_montreal.jpg
Of Montreal ist eine Band aus Georgia, bei der irgendwie alle Jahrzehnte mitklingen, ein bisschen 50er, ein bisschen Beatles, ein bisschen Pop und Disco und Indie. Schönes Lied z.B. Reuqiem for OMM2 [MP3, 2,2 MB]. Weitere Downloads auf der Bandhomepage
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[12.07.2005] 
Wall of Death
Ganz neuer Trend bei den wenigen, die noch auf Heavy Metal Konzerte gehen: Wall of Death. Das kann man sich ungefähr so vorstellen:
Geiles Konzert, plötzlich springe ich wie von Teufel getrieben auf und schrei die Leute an "Los, wir bilden jetzt einen circle pit". Daraufhin ernte ich nur verdutze gesichter... "Klar ey, auf geht's zum wardance" - "hä??" "Ach, ihr Luschen, dann wenigstens eine wall of death" usw...
Aber wahrscheinlich ist es eher so [mov, 6,9 MB]. Ein Haufen Leute stürmt von zwei Seiten gegeneinander.
Wenn man Pech hat, bekommt man bei so einer Gaudi einen Tritt in die Leber und stirbt. Debatten, ob es sich dann um Death Metal handelt, unterdrücken wir nun und nominieren den armen Kerl lieber für die Darwin Awards. Ach, war doch nur ein Herzfehler.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 3]

[12.07.2005] 
Chip zieht den Schwanz ein
Die Computerzeitschrift hat aus Angst vor Abmahnungen in allen Forenbeiträgen Begriff und Verlinkung von dem mittlerweile für Deutsche illegalen Musikdownloaddienst Allofmp3.com gelöscht, wie ein Forengast bei Heise berichtet.
Was soll man von solchen Journalisten erwarten? Sie lassen sich direkt von einem Konzern in die Berichterstattung diktieren. Heise bleibt dagegen standhaft und verlinkt "im Rahmen der journalistischen Berichterstattung". Immerhin gibt auch das Gericht selbst in ihrem Urteil die Internetadresse an.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 1]

[12.07.2005] 
Feuern wegen Witzen?
Interessante Debatte: Muss man einen (Münchner) Professor feuern, weil er auf seiner privaten Homepage derbe Witze über Sexualität, Frauen, Religionen und Kulturen macht? Zuerst dachte ich: Ja, das ist untragbar. Dann habe ich mir die Seite (Web-Archiv) aber selbst angesehen und mir gedacht, dass der Mensch es wohl nicht böse meint, sondern nur eine sonderbare Form von Humor hat.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 3]

[11.07.2005] 
Vier Jahre Weblog
Heute vor vier Jahren habe ich ein Weblog begonnen. Zeit für einen kleinen Rückblick, zuerst in Zahlen.
Immerhin hat sich die Besucherzahl verdoppelt, meine Statistik spricht von 40.000 Besuchern im Monat. Ich weiß nicht, wie aussagekräftig das ist, was davon Suchmaschinen oder Besucher von Suchmaschinen sind. Aber es ist etwa ein Drittel bis die Hälfte vom Alt-Oberchefblogger Schockwellenreiter. Das freut mich. Man scheint mich zu kennen und zu lesen. Auf dem Blogmich05-Treffen in Berlin kannten mich viele, die ich nicht kannte. Danke für das Interesse.
Aber ich finde immer, ein Weblog lohnt sich auch für ein paar Leser zu schreiben, denn die Freude entsteht über das Sammeln und das Schreiben. Doch dieser Vorgang findet nur mit ein paar Lesern statt, man kann nicht "für sich" schreiben. Im letzten Weblogjahr habe ich mir manchmal sehr viel Mühe gemacht mit fiktiven Texten. Alle habe ich nicht "für mich" geschrieben. Wenn nicht für 100 Leser, so doch mindestens für einen. Dafür bekam ich nette Rückmeldungen, und deshalb werde ich mir weiter Mühe machen. Meine blauen Sonderdrucke mit Kurzgeschichten wurden mit Freude aufgenommen, als das, was es sein sollte: ein kleines Geschenk, kein Leseauftrag.
Die linke Spalte wurde vor kurzem wieder etwas rehabilitert. Ich habe dort am Anfang meines Weblogs Arbeitsnotizen gesammelt, deswegen habe ich überhaupt ein Weblog begonnen. Bald wurde es aber eine Sammlung von Anekdoten, die am Rande meiner Arbeit anfielen. Das wird zwar fortgeführt, aber ich habe zusätzlich die Tradition eines Forschungstagebuchs wiederaufgenommen, denn das ist eine unglaublich nützliche Sache. Und auch hier gilt: Nur ein potentieller Adressat, den man sich vorstellt, bewirkt eine klarere Aussage. Ich weiß dennoch, dass diese Texte kaum jemanden interessieren.
Heute ist mir aufgefallen, dass ein Weblog Gemeinsamkeiten mit dem Leben hat, ohne das Leben zu sein. Im Weblog wie im Leben ist man auf der Suche, jeder nach etwas anderem. Das Schreiben ist wie die Gegenwart die Suche. Jeder sucht etwas anderes. Das was hinter uns liegt, das ist das Gefundene. Weil man nie weiß, was man eigentlich gerade sucht, ist ein Weblog so hilfreich, weil man dort Dinge festhält, die man gefunden hat. Ein paar Dinge natürlich nur, nicht alle, und mit Sicherheit auch nicht die Wichtigsten, das ist klar.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 5]

[11.07.2005] 
Notizzettel
Ist es eigentlich normal, dass man Notizzettel einscannt und in einem Ordner ablegt, weil man nicht weiß, wo man sie sonst aufheben soll?
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 4]

[8.07.2005] 
Abzocken: Jetzt auch für den kleinen Bürger
Leute abzocken, bisher ein Vorbehalt für Firmen wie z.B. Jamba mit seinen Klingelton-Tricks, kann jetzt bald jeder Telekom-Kunde: Switch&Profit nennt sich ein neuer Telekom-Dienst, bei dem man Geld dafür bekommt, dass man Leute auf seinem Handy anrufen lässt, obwohl man den Anruf auf dem eigentlich billigeren Festnetz-Telefon entgegennimmt.
Wenn das ein neuer Trend wird ... pfui Teufel.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[5.07.2005] 
Die Garantiephobie
Bei meinem 18 Monat alten Fahrrad ist vor ein paar Tagen die Lampe abgebrochen, der Metallbügel hat anscheinend den dauernden Erschütterungen nicht standgehalten. Ich habe bei zwei Fahrradgeschäften einen Termin zur Reparatur vereinbaren wollen. Das erste Geschäft meinte, diese Lampe könne von selbst nicht abbrechen, deshalb wäre es auch kein Garantiefall. Er unterstellte mir also, ich hätte den Metallbügel durchgezwickt oder sonstwie unsachgemäß bearbeitet. Der zweite Händler meinte, ja, das käme hin und wieder vor durch die Erschütterung, deshalb sei das Verschleiß und kein Garantiefall. Dieser Belehrung folgte dann die generöse Einwilligung in die Reparatur, dabei fiel das Wort "Kulanz". Nachdem für den Händler nun nichts gewonnen ist, bleibt mir nur die Erklärung durch die Theorie einer "Garantiephobie" bei zahlreichen Geschäftsleuten, die so abläuft, dass das klare Herrschaftsverhältnis zwischen dem Kunden (=Bittsteller) und dem Händler (=König), welches durch das Wort "Garantie" kurzzeitig umgedreht wird und den Händler in schwere Demütigungen und Selbstzweifel stößt, nur durch Verwendung des Wortes "Kulanz" wieder ins Lot gerückt wird und dem Händler so die Handlungsfähigkeit zurückgibt.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 3]

[4.07.2005] 
ALO hat dichtgemacht
Kris hat die Trashkamera-Seite alo.antville.org dichtgemacht. Begründung offiziell:
The requested site has exceeded its designated lifespan.
Mehr dazu bei convers.antville.org.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]

[1.07.2005] 
Wir lernen Japan kennen, Folge 33
Heute: Streetwear japan_streetwear.jpg

Via Hinterding
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 3]

[1.07.2005] 
Scopitones
Vintage Music Videos bei Scopitones.
|ö| = KerLeone   [Kommentare: 0]
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