Mosaikum 1.0

Von KerLone


Mini MosaikWissenschaftliches Logbuch

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Öffentliche Ausgabe [Info]
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[29.11.2002]

Georg Simmel zur sog. "Bildung"
"Gewissermaßen fasst sich das Übergewicht, das die objektive über die subjektive Kultur im 19. Jahrhundert gewonnen hat, darin zusammen, dass das Erziehungsideal des 18. Jahrhunderts auf eine Bildung des Menschen, also einen persönlichen, inneren Wert ging, aber im 19. Jahrhundert durch den Begriff der 'Bildung' im Sinn einer Summe objektiver Kenntnisse und Verhaltungsweisen verdrängt wurde. Diese Diskrepanz scheint sich stetig zu erweitern.
(Aus "Philosophie des Geldes")

[27.11.2002]

Auf den Seefahrer George Anson hingewiesen worden, der 1748 das Buch "Voyage round te World" veröffentlichte. Bei der dramatischen Reise ist wohl ein Großteil der Schiffe und der Mannschaft bei der Umfahrung von Kap Horn und an der Westküste Chiles verlorengegangen. Dennoch konnte man nach längeren Aufenthalten doch noch weiterfahren und u.a. ein spanisches Schiff kapern. Es gab wohl auch Aufenthalte auf den Juan Fernández Inseln, die weit im Pazifik vor Chile liegen. Ursprünglich wollte Anson wohl spanische Minen plündern. Ob es Kontakte zu Indianern gab, ist noch unklar. Bei Gelegenheit herausfinden.

Das Ethnologische Museum in Berlin hat ein Buch zu einer ausstellung herausgegeben: "Deutsche am Amazonas - Forscher oder Abenteurer. Expeditionen in Brasilien 1800 bis 1914." Dürfte aber für mich nicht interessant sein.

Außerdem auf folgendes Buch aus der Beilage des LIT-Verlages gestossen: "Anthropologisch reisen", von Ina-Maria Greverus: "Das Buch bietet eine Perspektive des anthropologischen Reisens oder einer mobilen Feldforschung, die im sozial- und kulturanthropologischen Diskurs der Gegenwart als Alternative zu einer stationären Langzeitforschung gesehen wird. Die Aufmerksamkeit für den Augenblick oder die Offenheit für das Unerwartete (das Serendipity-Prinzip) spielt dafür eine ebenso große Rolle wie die Aufmerksamkeit für die "zufälligen" Verortungen der globalen Ströme und der Vergleich ihrer Wirkungen auf die Orte, die Länder und die Menschen."


Valdivia gelesen und einige Ideen gehabt.

[26.11.2002]

Wieder einige Verbesserungen für's Ethno::log besprochen. Einige Seiten bei Valdivia gelesen.

[25.11.2002]

Faule Ausrede
Chiles Conquistador Pedro Valdivia freut sich in einem Brief von 1545 über ein Schiff, das kam und ihm wichtige Vorräte brachte. Unter anderem auch, um endlich wieder religiös sein zu können:
"Damit schickte er mir zehn- oder zwölftausend Pesos an Gebrauchsgegenständen, an Waffen, Beschlägen, Eisen und Wein für die Messe, denn vier Monate konnten wir sie aus Mangel an Wein nicht hören."

Beim Göttinger Digitalisierungszentrum auch Reiseberichte von Chile gefunden, wie z.B. von Caldcleugh, Alexander. Unbedingt irgendwann lesen und nach weiteren Texten suchen.

[20.11.2002]

Wenn man Valdivia so liest, gehen einem plötzlich die Augen auf, warum möglicherweise bei der Entdeckung Amerikas so oft die Rede von unglaublichen Goldschätzen war: Er ist der Verzweiflung nahe darüber, dass kein menschlicher Nachschub kommt. Er schickt sogar einen Haufen Gold freiwillig nach Peru, um dort Freiwillige aufmerksam zu machen, auf dass sie nach Chile kommen - das gibt er offen zu. Das Gold wird dann aber leider von Indianer gestohlen. Da drängt sich ja fast der Verdacht auf, ob die ganze Lieferung nicht ausgedacht war. Eine interessante Vorstellung: Das die sagenhaften Legenden oftmals nur den Zweck hatten, in einer Art künstlichem Goldrausch Europäer oder Spanier in Mittelamerika nach unten zu locken.



[19.11.2002]

Amerikanistenkongress
51sten Amerikanistenkongress durchforscht. Hier ein paar interessante Voirträge - sollte mal nach den Namen recherchieren:
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ALL-5 “Visión de América a través de su literatura: Realidades, desafíos y esperanzas”.
Coordinador/Convenor Juan Antonio Massone Instituto de Chile, Academia Chilena de la Lengua. Alcalde Jorge Monckeberg 282, Ñuñoa, Santiago, Chile. Tel. (56-2) 3568476. E-mail: massonedelcampo@hotmail.com
Co-coordinadora/Co-convenor Adriana Valdés Instituto de Chile, Academia Chilena de la Lengua. Carmen Silva 2830, Depto. 31, Providencia, Santiago, Chile. Tel. (56-2) 2315978. E-mail: mavaldes@gtdmail.com
####
HIST-3 “Las fronteras inter-étnicas en América. Temas, fuentes y teorías (siglos XV al XIX)”.
Coordinadora/Convenor Amy Turner Bushnell John Carter Brown Library, Box 1894 Providence, Rhode Island, 02912 USA. E-mail: Amy_Bushnell@brown.edu
Co-coordinadores/Co-convenors Jorge Pinto Rodríguez Universidad de la Frontera, Temuco, Chile. E-mail: jpinto@ufro.cl
Margarita Gascon INCIHUSA-CRICYT, Casilla 131 (5500), Mendoza, Argentina. E-mail: gascon@lab.cricyt.edu.ar
Dr. James Brooks School of American Research Press, Santa Fe, New Mexico, USA. E-mail: brooks@sarsf.org
####
HIST-9 “De la etnohistoria hacia la historia de los Andes”.
Coordinador/Convenor John Fisher Institute of Latin American Studies, Univesity of Liverpool. E-mail: fisher@liverpool.ac.uk ; J.R.Fisher@liverpool.ac.uk
Co-coordinador/Co-convenor David Cahill University of New South Wales. E-mail: D.Cahill@unsw.EDU.AU
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HIST-25 “Las migraciones europeas a América: Adaptación e integración de los inmigrantes en los países de acogida”.
Coordinadora/Convenor Elda González Martínez Consejo Superior de Investigaciones Científicas de España. E-mail: cehg129@ceh.csic.es
Co-coordinadores/Co-convenors Baldomero Estrada Universidad Católica de Valparaíso. E-mail: bestrada@ucv8.ucv.cl
Isabel Santi GRALHIM-UFR 5. Université Paris 8. Rue Castex 75004 Paris, France. Tel. OO 33 1 42 77 44 69, Fax00 33 1 42 77 75 42. E-mail: isasanti@aol.com
####
Das Dokument war hier zu finden.

Valdivia begonnen.

[18.11.2002]
In das hervorragende Werk von McEwan hineingeschaut. Dann aber beschlossen, erst Valdivia zu lesen. Ich werde jetzt einfach einen Text nach dem anderen möglichst zügig durchlesen und dann erst den nächsten suchen. So spart man sich die Verwirrung und Mühe bei einer ad-hoc-completo-Literaturecherche.
Neulich im Seminar zu e-thnology laut überlegt, dass der Begriff der Quellenkritik missverständlich ist. Mir ist aufgefallen, dass man damit ja meint, man müsste der Quelle gegenüber kritisch sein und sie auf Wahrheit oder Falschheit überprüfen. Diese Dichotomie ist aber in der Postmoderne fragil geworden, und man sollte in vielen Fällen, gerade beim Verstehen fremder Menschen, auch selbstkritisch sein: prüfen, ob man selber die Quelle richtig versteht. Ob man das Wissen um die Kultur, die Konzepte, die Symbolik besitzt, die den Wörtern ihren Sinn geben.



[11.11.2002]
Persönliche Zusammenfassung von Montaigne geschrieben.

[9.11.2002]
Geschafft! Endlich habe ich das Hauptwerk von Michel de Montaigne, die Essais, ein Volumen von 565 DinA4-Seiten, komplett durchgelesen. Bin völlig überfordert, jetzt irgendein Fazit zu ziehen, außer, dass ich erleichtert bin, dass ich die Leistung als solche vollbracht habe, und dass mit einem selbstgesetzten Zeitlimit, dass ich nach der Lesereise in Italien noch anhängte. Deswegen noch diesen Samstag bis 18.00 Uhr im Institut (Teeküche) verbracht. Nun, ich fühle mich nun auch besser gerüstet für die Leseanforderungen, die eine Doktorarbeit mit sich bringen. Am Montag möchte ich noch eine kleine private Zusammenfassung über das Werk schreiben. Das wissenschaftliche Fazit, welches in meiner Arbeit verwendbar sein wird, werde ich später schreiben, es ist jetzt schon ganz gut umrissen und nicht besonders großartig. Nein, das war vor allem ein Privatbuch.

War Montaigne gegen die Todesstrafe? Er schreibt (S. 537):
"Das Entsetzen über eine Untat erhitzt die Urteile gewöhnlich bis zum Ruf nach Rache - ebendies aber kühlt das meine ab: Die Bestürzung über den ersten Mord löst in mir die Furcht vor einem zweiten aus, dem Mord am Mörder, und gerade meine Abscheu vor der ersten Grausamkeit bewirkt, daß ich jede Wiederholung verabscheue."

Hier ein Auszug von einem Dialog von Sokrates und Euthydemus, in dem klar gemacht werden soll, wie realtiv die Begriffe "gut" und "schlecht" sind (kopiert von www.sokrates.org/datei/briefe5.html):
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Wie es Euthydemos bei diesem Versuch in dem Gespraech mit Sokrates ging, berichtet Xenophon in seinen Memorabilien (IV, 2(31) bis 2(36)): "
30)Euthydemus: Wisse, Sokrates, dass ich durchaus der Ansicht bin, man muesse die Selbsterkenntnis sehr hoch einschaetzen. Ich wende aber meinen Blick auf dich mit der Frage, ob du mir wohl erklaeren moechtest, wo man mit der Selbstbetrachtung beginnen muss.
(31) Sokrates: Du kennst doch wohl durch und durch, was gut und was schlecht ist?
Euthydemus: ja gewiss, denn wenn ich das nicht kennen wuerde, waere ich wohl noch untuechtiger als die Sklaven.
Sokrates: Nun denn, so zaehle es auch mir auf.
Euthydemus: Das ist fuerwahr nicht schwer. Zuerst einmal glaube ich, dass das Gesundsein an und fuer sich ein Gut ist, das Kranksein hingegen ein UEbel. Dann sind auch die beidseitigen Ursachen dementsprechend gut und schlecht. Getraenke und Speisen und Lebensmittel ueberhaupt, welche zum Gesundsein beitragen, sind gut, die, welche das Kranksein foerdern, sind schlecht.
(32) Sokrates: Aber auch das Gesundsein, und das Kranksein selber duerfte gut oder schlecht sein, je nachdem es die Ursache von etwas Gutem oder von einem UEbel ist.
Euthydemus: Wann aber koennte das Gesundsein die Ursache eines UEbels sein, das Kranksein hingegen die Ursache von etwas Nuetzlichem?
Sokrates: Das trifft z. B. dann zu, wenn die einen wegen ihrer koerperlichen Staerke an einem verfehlten Feldzug oder an einer verunglueckten Schiffahrt teilnehmen und deswegen zugrunde gehen, wenn aber die andern wegen ihrer Schwaeche zu Hause gelassen werden und deshalb heil davonkommen.
Euthydemus: Da hast du recht. Du siehst aber auch, dass die einen infolge ihrer Kraft in den Genuss nuetzlicher Dinge kommen, dass jedoch die andern infolge ihrer Schwaeche zu kurz kommen.
Sokrates: Ist nun das Gesundsein oder das Kranksein, indem jedes von beiden bald nutzt, bald schadet, eher ein Gut oder eher ein UEbel?
Euthydemus: Fuerwahr, es scheint auf Grund dieser UEberlegung weder mehr das eine noch mehr das andere zu sein. (33) Die Weisheit jedoch ist ganz gewiss und unbestreitbar ein Gut. Denn welches Unternehmen koennte man wohl nicht besser mit Klugheit als ohne Klugheit zu gutem Ende bringen?
Sokrates: Lasst uns sehen. Hast du nicht gehoert, dass Daedalus von Minos wegen seiner Klugheit zurueckgehalten und gezwungen wurde, ihm zu dienen, und dass er zugleich des Vaterlandes und der Freiheit beraubt wurde, dass er auf dem Fluchtversuch den mitfliehenden Sohn verlor und selber nicht gerettet werden konnte, sondern dass er, zu den Barbaren dort von neuem dienen musste?
Euthydemus: So wird es tatsaechlich erzaehlt.
Sokrates: Von den Leiden des Palamedes hast du nicht gehoert? Alle sprechen ja davon, dass er von Odysseus um sein Koennen beneidet wurde und dass er durch ihn zugrunde ging.
Euthydemus: Auch dies wird in der Tat erzaehlt.
Sokrates: Wie viele andere glaubst du, wurden wegen ihres Koennens zu einem Koenig verschleppt und mussten bei diesem dienen?
(34) Euthydemus: So scheint es aber doch, dass das Glueck ein Gut ist, das auf keinen Fall umstritten sein kann.
Sokrates: Dann vielleicht, wenn es einer nicht aus strittigen Werten aufbaut.
Euthydemus: Was von dem, was zum Glueck fuehrt, koennte wohl umstritten sein?
Sokrates: Nichts, falls wir es nicht von Schoenheit, Kraft, Reichtum, Ruhm oder dergleichen Dingen abhaengig machen.
Euthydemus: Das muessen wir aber doch gewiss. Denn wie koennte einer ohne diese Voraussetzung gluecklich sein?
(35) Sokrates: So wollen wir sehen, wie es herauskommt, wenn wir die genannten Dinge als Voraussetzung nehmen. Aus ihnen entstehen ja den Menschen nur grosse Schwierigkeiten. Denn viele gehen zugrunde wegen ihrer Schoenheit durch die, welche in Leidenschaft geraten ueber die bluehende- Jugend, viele unternehmen in ihrem Kraftgefuehl zu schwierige Dinge und geraten in nicht geringe UEbel. Viele wieder verderben infolge ihres Reichtums, der zu Verweichlichung oder zu Nachstellungen fuehrt. Viele leiden sehr wegen ihres Ruhmes und wegen ihrer politischen Macht.
(36) Euthydemus: Wenn ich auch das Glueck nicht zu Recht lobe, muss ich fuerwahr eingestehen, dass ich auch nicht weiss, worum man denn zu den Goettern beten muss."
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[6.11.2002]
Noch exakt 37 Seiten von Montaigne übrig. Ich werde mich am Samstag nochmal reinsetzen, um ihn endlich abzuschließen.
Zur Einstimmung in den Winter hier eine nette Geschichte von Diogenes aus Montaigne (S.511):
"So machte sich zum Beispiel in der Antike einer über Diogenes lustig, weil er ihn dabei antraf, wie er mitten im Winter völlig nackt eine aus Schnee geformte Bildsäule umarmte, um seine Leidensfähigkeit zu erproben. 'Ist dir nicht ganz schön kalt?' fragte ihn dieser Mann. 'Überhaupt nicht', antwortete Diogenes. 'Nun', darauf der andere, 'was glaubst du dann Schweres und Vorbildliches zu vollbringen, wenn du in dieser Stellung verharrst?'
An dieser Stelle nochmals die Quotenfrage: Ich überlege, diese Spalte etwas schöner zu gestalten, falls sie jemand liest. Wer sie liest, soll sich bitte oben bei den Kommentaren eintragen.

[5.11.2002]
Montaignes Aufsatz "Über die Eitelkeit" gehört sicherlich zu einem seiner gehaltvollsten. Einen sehr eigenartigen Vorschlag betreffs "schlechte Bücher" hat er dort vergraben, typischerweise auch auf sich selbst bezogen:
"Selbst gegen unfähige und nichtsnutzige Schriftsteller sollte es gesetzliche Zwangsmaßnahmen geben, wie es sie schon gegen Landstreicher und Tagesdiebe gibt. Damit bliebe unserm Volk auch die Lektüre meiner Bücher und die von hundert andern Autoren erspart. Ich scherze keineswegs: Die Vielschreiberei scheint das Kennzeichen eines aus den Fugen geratnen Jahrhunderts."
So, wie ich Montaigne bisher kenne, ist das aber nur eine Laune seiner teilweise künstlichen Tiefstapelei.

Für alle, die keine Freunde der freien Rede sind hat er auch noch Trost parat:
"Genug - ich habe mir vorgenommen, mich von Stund an nie mehr mit einer förmlichen und feierlichen Rede beauftragen zu lassen. Was nämlich deren ablesen vom Manuskript betrifft, ist dies nicht nur absurd, sondern zudem höchst nachteilig für alle, die von Natur aus gut vortragen können. Mich andrerseits auf Gande und Ungande der Improvistation zu überlassen, kommt noch weniger in Frage, denn ich bin darin so schwerfällig und unbeholfen, daß ich auf plötzliche Einwürfe von Gewicht nicht zu reagieren wüßte." Übrigens, ich plane diese Spalte etwas lesbarer zu machen (Überschriften etc.). Falls jemand dies regelmäßig liest, soll er dies oben im Kommentar kundtun.

[4.11.2002]
Erstmals einen Abschnitt aus der Enzyklopädie von Barnard gelesen, über culture. Ein hervorragendes Werkzeug. Am brauchbarsten von seiner Auswahl scheint mir die Kulturdefinition von Benedict zu sein, die eine negative Definition gibt: Alles, was nicht in den Erbanlagen der Menschen weitergegeben wird. Die Zuschreibung von Kroeber, Kultur sei superorganisch, gefällt mir allein wegen dem Wort. Er meint damit, dass Kultur nur aus sich heraus (als eigenes Wesen) erklärbar ist, nicht aus psychologischen oder rassischen (wir würden sagen genetischen) Faktoren. Nun - das geht allerdings logisch bereits aus der Definition von Benedict hervor.
Im Referat zu Manuel Castells, Internet Galaxy, hat mich dieser schwer enttäuscht, aber vielleicht äußert er sich in seinem Werk differenzierter. Aber im Internet eine hierarchische Ordnung finden zu wollen, an der die Wissenschaftler an oberster Stelle stehen, wie kann man auf eine solche Idee kommen? Es ist so absurd, dass ich sogar davon ausgehen muss, es völlig falsch verstanden zu haben. Auch die Einteilung des Internets in seine vier Klassen ist veraltet, wenn nicht sogar immer falsch gewesen. Es ist ohnehin eine ordentlich naive Sache, ein so schnell fluktuierendes Medium zu systematisieren, ohne dessen Fluktuation ins System miteinzubeziehen.

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[1.12.2002] [Kommentare: ]
Ronsens wurde bedroht
Ronsens schreibt: "Weiter hieß es dann: "Wir möchten Sie bitten, diesen Artikel [d. h. meinen ronsens-Eintrag] schnellstmöglich aus Ihrer Site zu entfernen oder den Link zu ändern in www.blupsel.de, um Verwechslungen zu vermeiden." Und: "Bei Zuwiderhandlungen werden wir von rechtlichen Mitteln Gebrauch machen".
Find ich gar nicht gut. Solche Drohungen bedrohen gleichzeitig auch meine brüchige Webloggerfreiheit! Ronsens gab nach. Ich hätte es vermutlich durchgefochten.
Via bov
|ö| = KerLone


[30.11.2002] [Kommentare: ]
Anruf beim Blogdex-Spammer
Ein deutscher Anbieter (Schande!) hat den Blogdex vollgemüllt, mit einem Haufen Domainangeboten (völlig überflüssige Namen, obendrein) die zum Verkauf stehen. Lustigerweise distanziert sich der Inhaber der Spam-Aktion, ein Jörg D. auf seiner Seite (nein, wir geben ihm nicht noch mehr Link-Credits) vom Spam. Da hab ich mir gedacht, frag, ich doch mal was das soll. Man kann ihn ja schließlich anrufen. Nun, er gab sich völlig ahnungslos. Auf die Frage, ob er davon wüsste meinte er:
"Ne, also doch, also ich bin in der Suchmaschinen und Domainszene erst seit ein paar Wochen da. Ich wüsste gern wie ich da überhaupt reinkomme, in diesen Blogdex. Das ist das erste mal dass ich diese URL sehe. Also, Google kenne ich. Blogdex? Was ist das, wenn ich so unwissend fragen darf?"
Naja, lassen wir ihn mal mit dem ersten E-Mail-Ansturm zurechtkommen. Sollte er aber nochmal auf so eine blöde Idee kommen, dann werd ich ihn vielleicht noch öfter anrufen.
Via Voidstar
|ö| = KerLone


[29.11.2002] [Kommentare: ]
Das muss man gelesen haben!
Die Netzeitung macht sich über das Kulturbürgertum lustig, das sich Bücher kauft, in denen zusammengefasst ist, was man wissen muss.
Privatarchiv
|ö| = KerLone


[29.11.2002] [Kommentare: ]
Tonsuchmaschine
FindSounds
Via NetBib
|ö| = KerLone


[29.11.2002] [Kommentare: ]
Frühe ethnologische Phonogramm-Aufnahmen
frau_phonogramm.jpg Ich war gestern auf einem Vortrag im Münchner Völkerkundemuseum über eine faszinierende Berliner Sammlung von über 30.000 Walzen früher Tonaufnahmen, vorwiegend musikalische Darbietungen aus aller Herren Länder, die von Ethnologen vor Ort mit tragbaren Phonographen aufgezeichnet wurden. Einige der Tonaufnahmen können bei der UNESCO angehört werden, die Berliner Archiv hat anscheinend leider noch keine eigene Website mit Aufnahmen (ich hoffe das ändert sich, wenn das Archiv komplett digitalisiert ist). Mehr Info auch bei National Geographic Deutschland und der NZZ.
|ö| = KerLone


[28.11.2002] [Kommentare: ]
Das ist mir ein feiner Journalist
"In meinem Arbeitsvertrag steht nichts davon, die Welt zu verändern."
(Mark Passwaters, für Hinrichtungen zuständiger Redakteur bei einer Lokalzeitung im texanischen Huntsville. Aus einer guten und langen Reportage beim Spiegel)
|ö| = KerLone


[28.11.2002] [Kommentare: ]
Wir sticken uns eine Werkzeugleiste
werkzeugleiste_gestickt.jpg Link

Via Kotelettenmann
|ö| = KerLone


[28.11.2002] [Kommentare: ]
Ende der Legende vom sicheren Internet
"Selbstreparierend, unzerstörbar, gar atombombensicher sollte es sein, das Internet: So hat man das seit Jahren unzählige Male gelesen. Eine aktuelle Studie behauptet dagegen, es sei vor allem reformbedürftig. Das Netz der Netze sei ein fragiles Gebilde und einfach zu zerstören", schreibt der Spiegel
Privatarchiv
Via ITW
|ö| = KerLone


[28.11.2002] [Kommentare: ]
Vorsicht mit Opera 7.0
Betaversionen haben so ihre Tücken, das sollte man wissen. Ich habe gerade mit Opera 7.0 mein custom-made Weblog-Tool bedient. Da erscheint ein ganzer Monat als HTML in einem Editor. Beim Speichern des Fensterinhalts wurde allerdings das Monatsfile leer beschrieben. Glücklicherweise war er noch im Fenster, wenn man zurück ging.
Keine Ahnung, ob das noch woanders vorkommt oder das an meiner miesen Programmierung liegt. Aber seid gewarnt!
|ö| = KerLone


[28.11.2002] [Kommentare: ]
Dr. Grebenikovs Flugplattform
grebenikov_plattform.jpg Fliegt angeblich mit Antigravitations-Partikeln aus Insekten.
Via BoingBoing
|ö| = KerLone


[28.11.2002] [Kommentare: ]
Ein Tag im Leben Deiner Fresse
Das hat jemand eine Minikamera in sein Maul eingebaut und damit die Welt photographiert.
Via ITW
|ö| = KerLone


[27.11.2002] [Kommentare: ]
McDonald's Tribal Art
tribal_mcdonalds.jpg Zwei Künstler aus London haben in London mit 24 Figuren dieser Art nicht nur die White Cube Gallery bezogen, sondern den bedeutendsten Kunst-Sammler Großbritanniens, Charles Saatchi, dazu bewegt, eine Million Pfund für die geniale Verbindung zu zahlen. Sauber. Warum sind vorher bloss nicht irgendwelche afrikanischen Giraffenschnitzer draufgekommen.
Am besten finde ich ja den ans Kreuz genagelten Burgerfritze mit der blauen Leuchte am Kopf. Wie hieß der eigentlich in Deutschland?
Via Guardian
|ö| = KerLone


[27.11.2002] [Kommentare: ]
Kuh-ng-Fu
Äußerst amüsant: Die kickende Kung-Fu-Kuh (mpeg, 25MB). Sozusagen der Nachfolger vom berühmten Bären aus der Lachs-Werbung. Inklusive Matrix-Szenen ...
Via Media Digest
|ö| = KerLone


[27.11.2002] [Kommentare: ]
Wie liest man alte Schriften?
"Wie sucht man in Archiven, und wie geht man mit alten Masseinheiten um? Das Internetprojekt «Ad fontes» des Historischen Seminars der Universität Zürich bringt Studierenden den Umgang mit handschriftlichem Quellenmaterial bei (...).", schreibt die NZZ.
Privatarchiv
|ö| = KerLone


[27.11.2002] [Kommentare: ]
Industrielle Idylle
industrie_idylle.jpg Das Bild des Tages beim Spiegel heute ist grandios. Hat mal wieder ein bisschen was von der punkigen Atmossphäre im Film Brazil.
Bei Reuters noch größer.
|ö| = KerLone


[26.11.2002] [Kommentare: ]
Phil Brown, Director
Angebersite der Woche, Flash. Und noch nicht mal selber gemacht, sondern von einer Agentur. Na gut, ist schon cool. Aber flashy-nutzlos.
Wann ist eigentlich diese seltsame Ikonographie-und-Durcheinander-Striche-Punkte-Welle wieder vorbei? Hmmm. Wahrscheinlich wenn sie einen ordentlichen Namen hat.
Via Korochi Industrias
|ö| = KerLone


[26.11.2002] [Kommentare: ]
Flimmer gehts nimmer
Falls man sich gerade langweilt, bekommt man hier eine kleine Ein-Mann-Party inklusive Drogenvison durch die Fernmeldedrähte.
Via UltimateInsult
|ö| = KerLone


[26.11.2002] [Kommentare: ]
Tampon mit Vibrator
Das Vipon, gegen Menstrualschmerz. Echt! Und diesmal nicht aus dem Buch Utopia or bust -Products for the perfect world.
|ö| = KerLone


[26.11.2002] [Kommentare: ]
Weblogs als Medium der Krise
BBC.co.uk berichtet über einen Online-Boom in Argentinien, der der wirtschaftlichen Krise entgegenläuft. Ganz selbstverständlich werden hier auch die argentinischen Weblogs genannt. Das ist im übrigen eine neue Stufe der Geläufigkeit, meine ich, da bisher nur Artikel über Weblogs als etwas Neues geschrieben wurden.
Wie auch immer, mir kam dabei der Gedanke, dass Weblogs letztendlich auch das ideale Medium der Krise sind, weil sie aus den Bereichen berichten, in denen die Probleme entstehen. Und das auch dann, wenn das Vertrauen in die Politik oder sogar die etablierten Medien gebrochen ist.
|ö| = KerLone


[25.11.2002] [Kommentare: ]
Pilgerreisen und andere Reiseberichte
Das Göttinger Digitalisierungszentrum hält zahlreiche ältere Reiseberichte und Pilgerbeschreibungen, zum Teil aus der Frühen Neuzeit, in eingesannter Fassung kostenlos zur Ansicht bereit.
Via Netbib
|ö| = KerLone


[24.11.2002] [Kommentare: ]
Century 21 Calling
21century_calling.jpg Habe gerade in dem vor zwei Meldungen beschriebenen Filmarchiv ein höchst amüsantes Filmchen gefunden, in dem ein Grinsepärchen mit großer Begeisterung die Zukunft der Telefonkommunikation auf der Weltausstellung 1962 erlebt. Der Film wurde von AT and T gesponsort und verspricht uns für die Zukunft so tolle Sachen wie Telefone, in die man ein Karte steckt und die dann die dort gespeicherte Nummer wählen ("Wo war nochmal die Nummernkarte von Tante Helga?"). Oder die wohl ewige Zukunftsvision von der Haushaltselektronik die man von unterwegs aus steuert. Nun, einige Sachen haben sich dann sogar durchgesetzt, wie "Push Button Dialing" oder die Pager, einen welchen der junge Grinsemann rechts im Bild in einer frühen Ein-Kilo-Variante in seiner Hemdtasche trägt.
|ö| = KerLone


[24.11.2002] [Kommentare: ]
Freaky Windows-Bug
Wer kennt eigentlich außer mir diesen Bug, den ich nun schon öfters hatte: Ich mache einen Screenshot von meinem Desktop, auf dem ein Movie-Player geöffnet ist (z.B. Quicktime oder DivX-Player, geht mit beiden). Dann füge ich den Sceenshot in ein Grafikprogramm als Bild ein (der Fehler tritt auch hier bei verschiedenen Programmen auf). Und dann das komische: Der komplette Desktop erscheint als Bild, nur der abgebildete Player hat den Inhalt von dem echten Player, der noch im Hintergrund als Programm läuft. Mit anderen Worten, das Malprogramm wird an der Stelle, wo eigentlich der Film als Screenshot abgebildet sein sollte, durchsichtig und zeigt den Inhalt von dem echten Player. Starte ich den Film, fängt auch der Screenshot im Grafikprogramm an sich zu bewegen. Verschiebe ich den Screenshot im Grafikprogramm, bleibt der Filminhalt fix und daneben kommt einfach schwarz.
Das ganze ist vermutlich keine Copyright-Idee von Microsoft, sondern liegt daran, dass Filme mit "Overlay"-Technik angezeigt werden. Was auch immer das ist, man kann den Screenshot mit einem einfachen Trick doch bekommen, indem man nämlich den Film in zwei Fenstern oder Playern öffnet. Der Inhalt des zweiten Films ist dann als Screenshot speicherbar.
|ö| = KerLone


[24.11.2002] [Kommentare: ]
Gigantisches Filmarchiv
Im amerikanischen Prelinger Archiv stehen unglaubliche 45.000 Kurzfilme, Werbefilme, Amateurfilme und Lehrfilme zum kostenlosen Download bereit.
|ö| = KerLone


[24.11.2002] [Kommentare: ]
Im Archiv des Internets
Bei dem interessanten Magazin für Online-Kultur namens Mindjack.com kann man eine schöne Reportage über das Internet-Archiv web.archive.org nachlesen.
|ö| = KerLone


[24.11.2002] [Kommentare: ]
Moderner Schildbürgerstreich
Eine Bibliothek aus Ohio mit dem Namen www.fleshpublic.lib.oh.us hat bei der Vorstellung ihrer neuen Website entdeckt, dass die Jugendschutz-Software Net-Nanny wegen dem Wort "flesh" den Zugang der Bücherei-Rechner auf die eigene Site sperrt. Daraufhin haben sie aber nicht die Net-Nanny belehrt, sondern den Namen der Site geändert...
Via /.
|ö| = KerLone


[24.11.2002] [Kommentare: ]
Der gute Rausch
afri_cola_film.gif "sexy-mini-super-flower-pop-op-cola:"
Bei Afri-Cola kann man sich die schon seit fünfzig Jahren immer etwas seltsamen Werbungen zu der deutschen Koffeinbrause anschauen. Das heutige Afri-Cola entspricht übrigens nicht dem damaligen Getränk. Ein paar Hamburger Freaks haben aber angeblich das Originalrezept aufgetrieben und produzieren das Original (mit starkem Koffeingehalt) im Privatbetrieb unter dem Namen Premium-Cola.
Via Netbib
|ö| = KerLone


[22.11.2002] [Kommentare: ]
Grandiose Gewürzseite
Alles über die noch so seltsamsten Gewürze, ihre Herkunft, ihre Botanik, Verwendung und sogar Bezugsquellen auf Gernot Katzers Gewürzseiten. Ich bin wirklich begeistert!
Via Hirn u. verbrannt
|ö| = KerLone


[22.11.2002] [Kommentare: ]
Komische Welt
Wer hätte jemals gedacht, dass es mal "Miss World"-Riots geben wird?
|ö| = KerLone


[21.11.2002] [Kommentare: ]
Wann kommt endlich Frieden?NSSDC ID:1990-037B
Wer wissen will, wann die kaputte MIR (argh! die gibt's doch nimmer!), die internationale Raumstation oder andere Flugrechner über einem hinwegziehen, kann bei der NASA seine Koordinaten eingeben und bekommt eine Vorhersage. Auch lustig: Der Erde beim Drehen zuschauen (Java-Applet) und übersichtlich erkennen, wo grad die Sonne steht. Das machen auch die Astronauten recht oft, und deshalb gibt es viele Photos von der Erde und die kann man auch alle bei der NASA betrachten
|ö| = KerLone


[21.11.2002] [Kommentare: ]
Dark Passages
dark_passages.jpg Die Seite für den urbanen Industrie-Punker schlechthin: Dark Passage. "A new York-based organization providing blind archaeologists with the finest quality flashlights."
Via BoingBoing
|ö| = KerLone


[21.11.2002] [Kommentare: ]
Kauzig (Dept. of Early Geeks)
Telepolis über die schwedische Frau, die 1979 die Berliner Mauer heiratete und seitdem offiziell ija-Riitta Eklöf-Berliner Mauer heißt.
Privatarchiv
|ö| = KerLone


[21.11.2002] [Kommentare: ]
Bowling for Columbine
Schon etwas älter, aber das lesenswerte Interview mit Filmemacher Michael Moore, der schmeichelnde Worte für Europa übrig hat und mit seiner Amerika-Kritik die Deutschen begeistert, muss noch ins Privatarchiv bevor es verschwindet. Dabei muss ich mich aber selber warnen: ich beobachte, wie ich mit großem Wohlwollen kritische Sachen über Amerika aufnehme. Ich sollte aufpassen, dass davon kein einseitiges Bild entsteht. Wenn er den vorbildlichen Umgang der Deutschen mit sozialen Ranmdgruppen und Armen lobt, muss man im Gegenzug etwa auch die vorbildliche Integrierung von Behinderten in den USA loben. Ich finde es nicht gut, wie hier nur um die Lernleistung auf Optimum zu halten, behinderte oder auch verhaltensschwierige Schüler aus den Klassen abgeschoben werden um sie getrennt von den "normalen" zu unterrichten. Später in der Gesellschaft werden wir auch mit ihnen umgehen, warum kann man das den Schülern also nicht von Anfang an beibringen?
|ö| = KerLone


[20.11.2002] [Kommentare: ]
Schwarze in der Werbung
schwarze_und_werbung.jpg Bei der BBC gibt es ein paar nette Bilder zu sehen, die die Verwendung von Schwarzen in der Werbung im Wandel der Zeit zeigen. Die Bilder sind aus Londons Black Cultural Archives, dem angeblich ersten Museum für Schwarze Kultur.
|ö| = KerLone


[20.11.2002] [Kommentare: ]
De La Soul in Köln
Wie De La soul bei ihrem Auftritt in Köln die Ladies schnurren ließen, davon spricht die NetZeitung. Empfehlenswert übrigens die Flash-Videos im .exe-Format, die wenigstens ein bisschen AOI ins Haus holen: Squat und Oooh
|ö| = KerLone


[20.11.2002] [Kommentare: ]
Der Irrtum der Wichtigkeit
Gerade nochmal bei der Netbib auf einen Artikel bei der Süddeutschen gestoßen, der wiederum auf einen Artikel bei der Telepolis bezug nimmt, über den ich bereits geschrieben habe. Bis hierhin ist es eigentlich für den normalen Weblogleser schon albern genug, er kann aufhören weiterzulesen. Ich wollte mich nur nochmal aufregen über diese Schwachsinn der SZ, die erstens Telepolis eine Zeitschrift für Internetpubertierende nennt und zweitens mit dem albernen Gegensatz von Kant und Bravo spielt, der in Wahrheit gar keiner ist, sondern nur von Leuten benutzt und verstanden wird, die Feuilletons schreiben, sich für die Bildungselite halten, feststellen, dass erst jetzt Texte über Suchmaschinen geschrieben werden, selber aber früher sicherlich keine geschrieben haben, weil sie vermutlich heute noch keine Suchmaschinen verstehen. Ich kann es nicht verstehen, warum der Autor Spott ausschüttet über Wissenschaften, Internet und Medien, die über seiner Meinung nach Unwichtiges debattieren. Du Trottel! Was ist wichtig, Du unbekannter verkürzelter SZ-Autor? Das was Du bestimmst? Sicher nicht, sonst würde ich das Feuilleton jeden Tag lesen.
Der genannte Autor Hatvany, der im übrigen sehr interessant klingt, war übrigens selber eher ein Leser Nietzsches als Kants, wie die NZZ vom 26.08.2000 zeigt: "Dass die Befürchtungen nicht unbegründet waren, zeigt die beissende Satire, die der ungarische Aristokrat Lajos Hatvany 1908 veröffentlichte. Sein fingiertes Kollegheft mit dem Titel «Die Wissenschaft des Nicht Wissenswerten» parodierte treffend und witzig die Pedanterie und Faktenhuberei des philologischen Lehrbetriebs, wie Hatvany ihn als Doktorand bei Diels und Wilamowitz in Berlin kennen gelernt hatte. Seine positiven Gegenbilder und Leitfiguren aber hiessen Friedrich Nietzsche und Jacob Burckhardt. Hatvanys ironische Polemik war ein Wetterleuchten und eine Vorbotin der durchgreifenden Umorientierung, die sich in der Generation der Schüler von Usener, Diels und Wilamowitz vollzog. Diese Umorientierung fiel nicht zufällig in die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, in denen Krisenbewusstsein, Sinnverlust und Erneuerungs sehnsucht auch die letzten Bastionen des intellektuellen Bürgertums nicht mehr verschonten."
Hatvany hat sich also gerade über die Bildungshuberei lustig gemacht, die der SZ-Autor in einer modernen Vorstellung von Wichtigkeit wieder etablieren will. Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil ich von Hatvany so wenig verstehe, wie der SZ-Autor von Hatvany _und_ Suchmaschinen.
Privatarchiv
|ö| = KerLone


[20.11.2002] [Kommentare: ]
Das Quaken einer Ente
Fakten, Fakten, Fakten: Das Quaken einer Ente erzeugt kein Echo. Niemand weiß, warum. Nach einem britischen Gesetz von 1845 war Selbstmordversuch ein Kapitalverbrechen. Er war mit dem Tod durch Hängen bedroht. Pinguine können bis zu 2m hoch springen. Donald-Duck-Comics wurden in Finnland verboten, weil er keine Hose trägt. Selbst wenn man einer Kakerlake den Kopf abtrennt, kann sie für mehrere Wochen weiterleben. 111.111.111 · 111.111.111 = 12.345.678.987.654.321. Der Orgasmus eines Schweines dauert 30 Minuten. Der Penis eines Schweines ähnelt einem Korkenzieher.
Via Hinterding
|ö| = KerLone


[20.11.2002] [Kommentare: ]
Das Böse kommt manchmal sehr unscheinbar daher
Gestern aus dem Fernseher erfahren, dass Himmler keinen Alkohol trank, kein Fleisch aß, nicht rauchte und Hühner züchtete und mit Totenköpfen auf dem Auto herumfuhr. Und ich? Trinke keinen Alkohol, esse kaum Industriefleisch, rauche nicht, halte Hühner. Und fahre mit zwei Totenköpfe auf meinem Auto herum. Gut - bei mir mir gekreuzten Surfbrettern, aber dennoch.
Hätte ich das Zeug zum Himmler gehabt? Niemand sollte diese Frage für sich verneinen. Das Böse kommt schleichend und man sollte immer auf der Hut sein.
|ö| = KerLone


[20.11.2002] [Kommentare: ]
Gedicht
Eins.
Einer schreibt eins.
|ö| = KerLone


[20.11.2002] [Kommentare: ]
Privatkopie
Wenn die Einschränkungen des Urheberrechts so weiter gehen, darf man sich bald auch nichts mehr merken.
|ö| = KerLone


[20.11.2002] [Kommentare: ]
Achse der Perversion
- Fleischindustrie
- Skigebiete
- Laubbläser
|ö| = KerLone


[19.11.2002] [Kommentare: ]
Flutberge, Militärbasis und Hitler, wohnhaft Mond, Rückgbd.
Der Kotelettenmann hat einen wahrlich grandiosen Beitrag zu den Gerüchten um den Mond in einem Leserbrief in der Woche (peinlich, und das schreib ich als Diplom-Journalist) Welt gefunden.
|ö| = KerLone


[18.11.2002] [Kommentare: ]
Bisschen teuer
Einen Burger King für 2,26 Milliarden Dollar find ich etwas teuer. Da würd ich auch lieber zum McDonalds gehen.
|ö| = KerLone


[18.11.2002] [Kommentare: ]
Statt Bücherei Häppchenwissen aus der Suchmaschine
Telepolis schreibt über die faulen Studenten, denen Wissen nur noch in Onlineform zugänglich ist und die den Gang in die Bücherei scheuen.
Erstens wäre ich froh, wenn es in dem Institut, wo ich bin, schon so "schlimm" wäre.
Zweitens schließe ich daran eine wie ich finde höchst spannende Frage an: Ist es möglicherweise eine neue Strategie der Jugend, in einer Welt, in der man mit Informationen völlig überschüttet wird, den Überblick dadurch zu behalten, dass man sich nicht bei einer Information in deren Tiefe einlässt, sondern sprungweise möglichst viele Informationen oszillierend, nur oberflächlich aufschnappt. Ich habe sogar bereits darüber nachgedacht, ob manche Phänomene, gerade des Internets, nur mit einer an dieses Verhalten angelehnten Methode erfasst werden können.
Die Kritik, dass man die Informationen aus einer Suchmaschine nicht ungeprüft aufnehmen darf, bleibt davon natürlich unangetastet.
Privatarchiv
|ö| = KerLone


[18.11.2002] [Kommentare: ]
Tron
tron_joystick.jpg Ein großer Fan von dem Arcade-Game Tron schwärmt auf RetroCrush mit ein paar Bildern davon, um dann in einen gnadenlosen Veriß des Films überzugehen.
Hab das Arcade-Game leider nie gespielt, der Film hat mich trotzdem beeindruckt. Ich glaube, die Leute stören sich vor allem daran, dass der Film ausgerechnet von einer großen Company gemacht wurde, nämlich Disney. Ok, und sterbenslangweilig ist er auch.
Via Fark
|ö| = KerLone


[17.11.2002] [Kommentare: ]
Rite de Passage
f7-k_auf_der_stange_klein.jpg Mein Hühnernachwuchs F7-K hat eine wichtige Stufe zur Junghenne erreicht: sie saß erstmals auf der Stange. Die Gelegenheit war günstig. F2 und F6 saßen mal wieder im Wein, wo sie oft abends hinaufflattern, weil es am Fenster wärmer ist, und von wo ich sie dann einzeln per Hand in den Stall tragen muss. Nun, da saßen sie also mal wieder und jetzt war die Stange frei für die Jugend. Und weil F6 im Dunkeln nur noch halb so streitbar ist als bei Tageslicht, duldete sie den Nachwuchs, als ich sie dazugesetzt hatte. Vielleicht auch, weil F7/K im Dunkeln eher nach einem Huhn aussieht, wie F6 es kennt. Sind ja doch recht unterschiedlich, die zwei Rassen ...
|ö| = KerLone


[17.11.2002] [Kommentare: ]
Magermilch
Ich mache mir ernsthafte Sorgen, dass das Wort Magermilch am Aussterben ist. Man sagt es doch eigentlich nicht mehr, oder? Man sagt "Halbfett-Milch" oder "fettarme Milch". Und auf den Flaschen steht dann soetwas wie "Fit-Milch". "Fit-Milch" steht auf den Flaschen von der Weihenstephaner Magermilch. Ich les dann aber im Geiste "Fick mich" und lach mich heimlich kaputt, wenn ich da so am kühlen Kühlregal des Supermarktes stehe.
Vielleicht ist deshalb das Wort Magermilch auch ausgestorben. Weil immer mehr Männer einkaufen gehen und das kaufen was ihnen suggeriert: "Fick mich". Die Frauen dagegen sind bei "Magermilch" immer gedankenverloren am Kühlregal vorbeigezogen, im Geiste grübelnd: "Mag er mich?"
|ö| = KerLone


[17.11.2002] [Kommentare: ]
Über Draisinen
eisenbahn_russland.jpg Schöne Form der Selbsthilfe: In Russland werden einige stillgelegte oder selten benutzte Schienen bereits von der ansässigen Bevölkerung mit Moped-Draisinen genutzt. Hat vermutlich den Vorteil, dass sie auch alkoholisiert noch ungefährlich zu fahren sind.
mercedes_schiene.jpg Für Freunde der Draisine sei übrigens noch diese interessante Schweizer Seite empfohlen, von der ich dieses kauzige Bild von einem Mercedes-Transporter her habe, der auch auf Schienen fahren kann.
panzerknacker_draisine.jpg Dass ich überhaupt weiß, wie diese Schienendinger heißen, verdanke ich übrigens dem Umstand, dass in Micky-Maus-Heften dieses Gefährt schon immer eine wichtige Rolle gespielt hat.
Ich dagegen habe mir es zum erklärten Ziel gesetzt, dass ich, wenn ich in die große Not gerate, zu viel Geld zu besitzen, diesen schändlichen Zustand damit entgegne, die Karrosserie einer Diesel-Lok auf ein LKW-Chassis aufzupflanzen und beim TÜV straßentauglich zuzulassen.
Via BoingBoing
|ö| = KerLone


[15.11.2002] [Kommentare: ]
Enzyklopädie für Cartoons
nervous_rex.jpg Heute zufällig über Don Markstein's Toonopedia gestolpert. Sehr viele seltene Comicfiguren mit wirklich sehr fundierten Informationen. Und es wird ständig aktualisiert!
|ö| = KerLone


[15.11.2002] [Kommentare: ]
Frankfurter Wheinachtsmänner und Swiss Air gegen den Terror
GHack mit einer saulustigen Photostory aus Frankfurt.
|ö| = KerLone


[15.11.2002] [Kommentare: ]
Mit digitalen Wissenschafts-Archiven gegen die Ausbeutung der Fachverlage
Die Zeit fragt sich: ""Mit digitalen Archiven wollen Uni-Bibliotheken die Macht der Verlage brechen. Aber wie soll die wissenschaftliche Qualität gesichert werden?" Mit interessanten Links zu verschiedenen Intitiativen und Wissensressourcen.
Privatarchiv
Via Netbib
|ö| = KerLone


[14.11.2002] [Kommentare: ]
Mitleid, großes Mitleid ...
... mit Michael Jackson. Der zerfällt wirklich langsam, wie dieses Photo von einem Gerichtstermin zeigt. Gesichtstermin könnte man auch bei flüchtigem Lesen denken, und es wäre nicht ganz falsch. Erinntert mich mal wieder an Brazil: "Die Komplikation der Komplikation hatte eine Komplikation.
Update:Oh wie peinlich: Gestern in Mosaikum.org, heute in der Bild.
|ö| = KerLone


[14.11.2002] [Kommentare: ]
MSNBC mit microsoft-kritischem Artikel
Entweder das sind die Ergebnisse eines automatisierten Content-Austauschs, oder die Microsoft-Nachrichten-Site MSNBC nimmt es mit ihrer journalisitschen Unabhängigkeit sehr ernst. Anders ist nicht zu erklären, dass man bei MSNBC einen microsoft-kritischen Artikel über das Switching einer spanischen Regionalregierung zu Linux bringt, der ursprünglich von der Washington Post ist. Andererseits könnte es auch ein kluger Schachzug von Microsoft sein, um sich dem Image zu entziehen, kämpferisch gegen Linux vorzugehen.
|ö| = KerLone


[13.11.2002] [Kommentare: ]
Opera 7.0 Beta
Cool! Endlich wieder neues von Opera, berichtet Heise. Die Änderungen klingen ja vielversprechend. DOM und DHTML wurde endlich im akutellen Stand integriert. Aber wann kommt endlich SVG, fest integriert, oder so dass wenigstens das Plugin funktioniert?
|ö| = KerLone


[13.11.2002] [Kommentare: ]
Spirituelle Notfallflasche
"Spirituelle Notfallflasche, Königsblau/Tiefmagenta - Klarheit im Sehen und Fühlen im physischen Leben. Auf körperlicher und geistiger Ebene tief entspannend – stärkt das Vertrauen geborgen zu sein, besonders bei spirituellen Krisen." Gibts auch als Sonnenflasche in gelb/gold sowie als "Geh, umarme einen Baum" in - wie einfallsreich - grün.
Via Mail vom Kotelettenmann
|ö| = KerLone


[13.11.2002] [Kommentare: ]
Eine komische Navigationsleiste aus Chile
chile_navigationsleiste.jpg Mit diesem Ding da links kann man auf dieser Seite herumnavigieren. Der Teddy bringt einen in das Arbeitszimmer, das Pferd zu den Publikationen. Hier in groß. Sehr orginell.
|ö| = KerLone


[12.11.2002] [Kommentare: ]
Archivfunktion mit einem Mausklick
Es ist eigentlich eine ganz einfach Idee, die ich nun umgesetzt habe, aber ich halte sie für Weblogs äußerst praktisch. Ich kann nun mit einem Button die URL, die ich als Link als letztes in den Artikel eingefügt habe, als HTML-Seite auf meinem Server abspeichern. Kurz vor dem Absenden meines Artikels wird außerdem ein Link eingefügt, der zu dem abgespeicherten File verweist. Das File liegt in einem passwortgeschützen Bereich, daher bekomme ich auch keinen urheberrechtlichen Ärger. Alle Artikel, die mir wichtig erscheinen und über die ich eine Meldung mache, kann ich einfach archivieren, ich muss nicht mal die URL irgendwo nochmal extra eingeben. Eine feine Sache, da ja viele Zeitungen den Content nach einigen Wochen sperren. Mein Weblog ist ohnehin schon durchsuchbar, also findet man die Artikel auch wieder. Das Abspeicherdatum und die URL werden außerdem in einer Archivliste hintereinander gespeichert.
Damit hat mein kleiner aufgebohrter Online-Editor erstmals mehr Funktionen als richtige Weblog-Software. Wenn Interesse besteht, kann ich die Perl- und Javascript-Code-Abschnitte zur Verfügung stellen. Aber ich nehme an, dass das für jeden Programmierer kein großes Problem darstellt. Würde mich freuen, wenn die Weblog-Profi-Programmierer das Feature bei sich implementieren.
Woran ich leider gescheitert bin ist das Abspeichern mit Bildern. Falls hier jemand fertige Lösungen in Perl kennt, darf sich gerne bei mir melden ...
|ö| = KerLone


[12.11.2002] [Kommentare: ]
Weltraumhund Laika
Hier eine schon paar Tage alte Geschichte beim Spiegel vom Weltraumhund Laika. Ja, der mit dem kurzen Leben. Wir hatten auch mal einen Hund der so hiess. Deswegen kommt dieser Artikel in's
Privatarchiv
|ö| = KerLone


[12.11.2002] [Kommentare: ]
Die Grünen habens kapiert
Laut Heise setzen sich die Grünen für ein eine Regelung ein, nach der Professoren Forschungsergebnisse - immerhin von öffentlicher Hand bezahlt - frei im Internet publizieren sollen. Mit Recht schreibt man da: Die Ergebnisse würden allerdings häufig nur in teuren Fachzeitschriften kommerzieller Verlage landen, die in den letzten Jahren große Preissprünge vollzogen hätten. Bibliotheken seien gezwungen, das mit öffentlichen Geldern produzierte Wissen dann wiederum mit Steuergeldern quasi zurückzukaufen.
|ö| = KerLone


[11.11.2002] [Kommentare: ]
Frühe Hacker
fruehe_hacker.jpg
15 schöne schwarz-weiß-Photographien aus den ganz alten Tagen der Datenverarbeitung, von Arthur Lavine.
|ö| = KerLone


[11.11.2002] [Kommentare: ]
Türbloggeria
Jesse hat nun auch Bilder von einem Türblog gefunden und hat den Begriff vor allem schon vor mir geprägt. Die Mitarbeiter an meinem Institut nehmen dagegen das neue Ethno::log noch nicht so recht an und kleben ebenfalls noch alle Ankündigungen an alle verfügbaren Türen. Nunja, es ist natürlich die beherschbarere Technik. Genaugenommen ist ja der erste Türblogger der Typ aus Wittenberg, falls die Legende stimmt.
|ö| = KerLone


[11.11.2002] [Kommentare: ]
Mondlandungs-Satire
Nachdem in aller Welt wieder von der angeblichen Fälschung der Mondlandung geredet wird und der Spiegel meint, alle wichtigen Seiten zusammengetragen zu haben, muss ich doch noch mal auf diese wirklich wunderbare Satire zur Mondlandungsfälschung hinweisen. Ich hab mich damals schon sehr amüsiert.
|ö| = KerLone


[11.11.2002] [Kommentare: ]
Design-Generator
Nein, keine Angst, das Design wird nicht geändert, ist alles nur vorübergehend, auch wenn einiges jetzt sagen, endlich nicht mehr das alberne Windows-Retro-Layout. Das Bild da oben ist mit dem feinen und freien Programm n-Generate (Win u. Mac) gemacht. Text eingeben, Design wählen (das oben ist "urbivore", "future tool" ist aber auch sehr gut), und per Zufall wird alles zusammengewürfelt. Sowas müssen die beim jetzt-Magazin auch mal gehabt haben, glaub ich. Auf jeden Fall eine hübsche Dekonstruktion von Design, weil was ist's schon Wert wenn man's auf Knopfdruck produzieren kann?
Via bov
|ö| = KerLone


[11.11.2002] [Kommentare: ]
Ausstellung mit Indianermalereien
catlin_ausstellung.jpg Sehr schöne Ausstellung in Washington, mit sehenswerter Online-Variante, über den amerikanischen Maler George Catlin, der im 19. Jahrhundert in einem eigenwillig einfachen, romantischen Stil Indianer und Landschaften Nordamerikas malte.
Die Neue Zürcher Zeitung macht sich darüber hinaus Gedanken darüber, ob diese Renaissance des Indianers in Amerika mit dem 11.September zusammenhängt: Mehr denn je werden die Indianer als ein nobler Gegner, als ein edler Wilder im rousseauschen Sinne gewürdigt, ein denkbar markanter Gegensatz zu den feigen Terroristen der Gegenwart.
|ö| = KerLone


[11.11.2002] [Kommentare: ]
Dumm
Keine Zeitung heute morgen im Briefkasten. Wenn ich sehr weise wäre, hätte ich daraus geschlossen, dass Sonntag ist und wäre wieder ins Bett gegangen.
|ö| = KerLone


[10.11.2002] [Kommentare: ]
So angelt man in der Neuen Welt
"Laut Projektmanager Peter Lippold kann der VW Touareg stundenlang in fließenden Gewässern von einem halben Meter Tiefe stehen und springt danach klaglos wieder an. Nur so genügt das Fahrzeug den Anforderungen amerikanischer Offroad-Fischer, die es vorziehen, mit dem Wagen in den Fluss zu fahren und im Auto sitzend zu angeln." ( 'Vodafone Online')
Ob für den gediegenen VW Touareg Piloten oder auch den sportlicheren Porsche-Cayenne-Fahrer empfehle ich zu solcherart Freizeitspaß dann aber unbedingt die richtige Herrenbekleidung:
Lutefisk time!
|ö| = KerLone


[10.11.2002] [Kommentare: ]
Erkenntnistheorie: Aufsatz einer "Neurophilosophin"
In der Nature Reviews Neuroscience 3, November 2002 (nur von Universitäten etc. aus lesbar) ist ein interessanter Aufsatz von einer Neurophilosophin (Patricia Churchland, mit Paul Curchland), die philosophisches als auch neurobiologisches Wissen zusammenführt. Sie meint, man könne ein "Abrutschen" in den Idealismus verhindern, indem man nicht mit einer Stück-für-Stück Abbildungstheorie denkt, sondern Erkenntnis als Einordnung von Dingen in ein neuronales Gesamtsystem von Bekanntem sehe. Oder so ähnlich. Ganz hab ich es nicht verstanden. Ist auch nichts weltbewegendes. Aber mich fasziniert diese vielversprechende Koppelung von Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft. Es folgt ein Exzerpt von mir:
Das Gehirn, sagt sie einleitend, unterscheidet automatisch zwischen Ich und Außenwelt. Außerdem unterscheidet man mittlerweile zwischen primary und secondary qualities. Letztere seien etwa Gerüche und Farben, denn ein Geruch gäbe es nicht, nur Moleküle. Masse und Bewegung gäbe es dagegen, und wir nehmen sie als solche war, deshalb sind das "primary qualities". Diese Unterscheidung ginge auf Galileo und Locke zurück. Wie frägt sie sich, kann man nun Objektivität erlangen? Nach den Philosopen Bischof Berkeley oder Hegel, teilweise auch Kant, sei das nicht möglich, wir hätten nur Ideen von der Welt. Das sei dann der Idealismus.
Die wissenschaftliche Fortschritt durchs Falsifizieren von Hypothesen, seit 500 Jahren so erfolgreich, hätte mit Idealismus aber nie geschehen können. Naturwissenschaft könne erklären, Idealismus greift aber nur Luft.
Das Gehirn sollte man wie eine Straßenkarte sehen: es bildet Realität reduziert ab. Manchmal besser, manchmal schlechter. Ein Froschhirn schlechter, ein Rabenhirn besser. Ein wissenschaftlich trainiertes Hirn besser als ein unwissenschaftliches [gewagte Behauptung!]. Immer reduziere die Karte Realität auf das für den jeweiligen Gehirnbesitzer Wesentliche. Weiter, sagt sie, Nervensysteme, die externe Tools wie Mikroskope verwenden könnten, würden ihre Wahrnehmungsgrenzen erweitern können. Auch Wissensspeicherung in sozialen Umgebungen würde Wahrnehmung erweitern. Wissenschaft könne uns also der Objektivität näherbringen. Dann spricht sie vom isomorphen Übertragen zwischen Model und Realität. Sie meint, wir würden die Welt erkennen, wenn wir Ähnlichkeiten in ihr mit Modellen in unserem Gehirn feststellen. Im Unterschied zur traditionellen Symboltheorie geschehe das bei "primary qualities" aber nicht Stück für Stück, sondern ein Stück erlangt seine Erkennung erst durch seine Einordnung in ein Gesamt-Modell. Das Problem von der unterschiedlichen Vertrauenswürdigkeit von primary und secondary qualities entstehe nur, wenn man sich vorstellt, man ordne die Dinge Stück für Stück symbolisch zu, nicht aber wenn man eine Theorie hat, nach der die Dinge beim Erkenntnisprozeß in ein Großsystem eingeordnet werden. Ein Abrutschen in Idealismus werde mit solch einem "domain-portrayal semantics"-Modell verhindert.
Privatarchiv
|ö| = KerLone


[10.11.2002] [Kommentare: ]
Naive Hausverwaltung
Folgender Zettel hängt bei mir am Institut seit Freitag in den Toiletten:

Mitteilung der Hausverwaltung

In den Räumlichkeiten der LMU ist es verboten, politische Parolen, Propaganda sowie extremes Gedankengut zu verbreiten.
Bitte unterlassen Sie es entsprechende Aufkleber oder Schriftzüge in den Toiletten anzubringen. Danke für Ihr Verständnis

Ref. II B1
Hausverwaltung

So etwas naives. Hat nicht einen Tag gedauert, bis jemand "Heil Hitler!" auf den Zettel gekritzelt hatte. War ja auch zu einladend.
|ö| = KerLone


[10.11.2002] [Kommentare: ]
Das Türblog - ein Photo
institut_tuerblog_klein.jpg Nachgeliefert zu einem Beitrag vor ein paar Tagen wird hier ein hastig gemachtes Photo.
|ö| = KerLone


[9.11.2002] [Kommentare: ]
Warum????
Warum verschicken diese Spammer eigentlich immer E-Mails mit HTML-Code? Die meisten Leute können doch gar kein HTML.
|ö| = KerLone


[9.11.2002] [Kommentare: ]
Die Frage der Woche aus Arizona
Do Baby Chicks need Toys?
Hmmm, mein Hühnernachwuchs F7-K ist leider fast schon ausgewachsen. Aber alle Hühner zusammen haben eine Art überdimensionierte Vogelschaukel, so wie Wellensittiche. Die benutzen sie aber natürlich nicht. Wie der Artikel schreibt: Hühner sind etwas dumpfköpfig.
|ö| = KerLone


[9.11.2002] [Kommentare: ]
Big Bang! Physik jetzt auch Geisteswissenschaft?
Zwei französische Zwillinge sorgen mit ihrer Theorie über den Urknall mal wieder für einen Skandal in der Wissenschaft, berichtet der Independent. Ihre These sei nur eine Ansammlung von "Buzz Words" und habe keinerlei Substanz.
Hmmm. Aber das ist gerade das schöne an physikalischen Aufsätzen. Dass man in eine Art religöses Erstaunen über die Größe des Kosmos verfällt, nichts mehr versteht und seine eigene Kleinheit erkennt. So eine Arbeit wäre aber dann doch zumindest den Nobelpreis für Literatur wert.
Die Zeit liefert mit diesem Artikel einen sehr guten Beitrag, der über diesen Skandal hinaus die allgemeine Krise der Physik beleuchtet und behauptet, die ehemalige Naturwissenschaft verliere den Boden unter den Füßen und bekomme die klassischen Probleme der Geisteswissenschaften.
Danke an frapp.antville.org für den Kommentar!
|ö| = KerLone


[9.11.2002] [Kommentare: ]
Rezept für eine bessere Welt II
Click every day to help the hungry. (Register Today and Give Up to 6 Extra Cups. Each purchase made gives up to 50 cups of food)
|ö| = KerLone


[9.11.2002] [Kommentare: ]
Rezept für eine bessere Welt I
world_population.jpg Das hier links sollten sich einige Amerikaner ausdrucken und neben den Badezimmer-Spiegel kleben. Hilft bestimmt.
|ö| = KerLone


[8.11.2002] [Kommentare: ]
Yuntis - Schlaues Suchmaschinenprojekt
Wieder mal hat sich eine Universität daran gemacht, eine neue Suchmaschine zu entwickeln. Yuntis ist noch im Anfangsstadium, aber gefällt mir sehr gut. Ist für Poweruser. Man kann von einer Seite eingehende und abgehende Links abfragen. Außerdem werden insgesamt drei "Ranks" vergeben: Wie gut ist die Seite auf Grund einer Analyse eingehender Links, wie gut "rankt" die Seite im Vergleich zu allen anderen Seiten, und schließlich, wie gut ist die Seite bezüglich ihrer Hinausverlinkung. Richtig angewandt, ein großartiges Tool. Kommerzielle Firmen kann man normalerweise damit gut aussortieren, weil sie keine abgehenden Links haben. Und man kann sich für einen Suchbegriff nur die Seiten anzeigen lassen, die viele abgehenden Links haben. Wenn man z.B. eine Übersichtsseite sucht.
Leider bin ich nicht dort indexiert, nur meine alte Domain kerlone.netfirms.com. Aber der Schockwellenreiter ist schon drin. Mit sehr guter Bewertung übrigens:
Category-independent ranks:
Assigned: 0.340453 (about 97.72% are less)
Managed: 0.00901503 (about 91.73% are less)
Resource: 1.79792 (about 79.40% are less)
Leider alles natürlich noch nicht in wirklich brauchbarem Zustand.
|ö| = KerLone


[8.11.2002] [Kommentare: ]
Radio-Interview mit Tim Berners-Lee
tim_berners_lee.gif Der amerikanische Radiosender NPR (National Public Radio) bietet Audio-Ausschnitte von einem Interview mit Tim Berners Lee, dem Erfinder des World Wide Web. Es geht um das semantische Web, um Privatsphäre, Patente, Breitband-Internet, Offenheit von Standards, Sicherheit und Spam. Wir erinnern uns: Ausgerechnet NPR hat einmal die Ideen Berners-Lees eines verlinkten Webs auf den Kopf gestellt, indem sie Links auf ihre Seite genehmigunspflichtig machen wollten.
|ö| = KerLone


[7.11.2002] [Kommentare: ]
Roboter sind auch nur Menschen
robot_etik.jpg In Amerika kümmert sich eine Gesellschaft zur Vermeidung von Grausamkeiten an Robotern darum, dass Roboter auch einen Anspruch auf gewisse Rechte haben. Mich quält schon mein schlechtes Gewissen, wenn ich nur daran denke, wieviele elektronische Geräte ich in meiner Jugend zermetzelt habe, um brutal wie ein Dr. Mengele einen naiven, oberflächlichen Einblick in diese Geschöpfe zu bekommen.
Via ITW
|ö| = KerLone


[7.11.2002] [Kommentare: ]
Kürbis-Lasagne
Das klingt doch lecker. Muss ja nicht immer Kürbissuppe sein.
(Ja, ich weiß, Rudolf Augstein ist gestorben - aber das hier ist schließlich der Fluss der Belanglosigkeit...)
|ö| = KerLone


[7.11.2002] [Kommentare: ]
Erbärm Dich Deines Gedärms
Was man nicht alles machen muss, um den Amerikanern beizubringen, dass und von was sie Magenkrebs bekommen können. Jetzt können sie sich also für einen Moment in ihre Hamburger versetzen, die sie jeden Tag runterwürgen.
(Ja, ich weiß, in Hamburg ist die Redaktion vom Spiegel, wo grad Rudolf Augstein gestorben ist, wie pietätlos!)
|ö| = KerLone


[6.11.2002] [Kommentare: ]
Reiflich gut
Günter Hacks Pirelli-Kalender. Noch von 2000, aus der Prä-Weblog-Phase. Aber genausogut.
Via Ronsens
|ö| = KerLone


[6.11.2002] [Kommentare: ]
Das Tür-Blog
Ein naher Verwandter des Weblogs ist das Türblog. Ein Mitarbeiter bei den Medizinischen Optikern, die im selben Haus ihr Institut haben wie ich, besitzt ein solches, er besitzt sogar ein vortreffliches solches. Die ganze Tür ist mir kuriosen Zeitungsausschnitten überpflastert, die regelmäßig ausgetauscht werden. Es lohnt sich hin und wieder mal dort stehenzubleiben. Das Fantastischste ist aber eine Kommentarfunktion, die er manchmal mit einbaut: letztens war dort eine Zeitungsüberschrift aus einem Boulevard-Blatt herausgerissen: "Finden Sie diesen Hund häßlich?" Daneben ein Photo. Und darunter ein weißes Blatt mit zwei Spalten, "Ja" und "Nein". Man konnte sein Strichlein setzen. Und es gab rege Beteiligung!
|ö| = KerLone


[5.11.2002] [Kommentare: ]
Bilder vom Südpol
bilder_suedpol.jpg
Schöne, umfangreiche Sammlung von Bildern vom Südpol. Zur Einstimmung in die kältere Jahreszeit.
Via 70South

|ö| = KerLone


[5.11.2002] [Kommentare: ]
König, Mutter, Tochter
king_swaziland.jpgNa ihr Mütter, wie wär's mit dem da für die Tochter? Das ist König Mswati III, der hat bereits drei Frauen und jetzt will er noch eine haben. Will die Mutter aber nicht, deswegen hat sie geklagt. Aber der König bekommt immer Recht, so wie es ausschaut. Bei dieser Dramatik nehme es nochmal jemand übel, wenn er die Geschichten der Nigeria Connection glaubt...
|ö| = KerLone


[4.11.2002] [Kommentare: ]
Tücken des Nahverkehrs
Habe heute einen älteren Mann beobachtet, der erfolglos versuchte seine Streifenkarte (in München hat man Streifenkarten, deren Streifen man vor der Fahrt in einem Stempelautomaten entwertet) in den EC-Karten-Schlitz eines ganz anderen Automatens hineinzuknödeln. Ich klärte ihn über diesen Irrtum auf und er zog erfreut zu dem richtigen Stempelautomaten. Ich glaube, er war nicht mal senil, sondern nur gedankenverloren. Jeder, der schonmal das Brot in den Kühlschrank und die Butter in den Brotkorb gelegt hat, wird Verständnis dafür haben.
Eine längere, kuriose Geschichte über eine alte Dame und ihre Bahncard, sowie einen geduldigen Schaffner gibt es außerdem bei der Süddeutschen zu lesen. Gefunden bei den Bloggern mit dem . tollen Namen
|ö| = KerLone


[4.11.2002] [Kommentare: ]
Whoaaa! Es wird heißer
Doom3-Alpha-Version inoffiziell verfügbar, meldet Slashdot. Aber: "I'm only getting 12FPS on a Radeon 7500."
Ich werd schonmal mit meiner Bank reden und einen Grafikkarten-Sparvertrag abschließen, der am 31.März genügend Kohle ausschüttet ;-)
|ö| = KerLone


[3.11.2002] [Kommentare: ]
Axis of Evil
- Iran
- Irak
- Nordkorea
- HP OfficeJet 635
Via hirn u. verbrannt, den anscheinend der Drucker drückt.
|ö| = KerLone


[3.11.2002] [Kommentare: ]
Die humane Hinrichtung
In Amerika diskutiert man laut Netzeitung gerade mal wieder über die Todesstrafe, aus Anlass des Heckenschützen. Ein Mediziner argumentierte nun in einem Aufsatz im British Medical Journal, dass sich die Akzeptanz und das Image der Todesstrafe wieder erhöht habe, seitdem diese im Gewand einer medizinischen Maßnahme daherkommt (Giftspritze) und so "humaner" geworden ist.
Eine sehr geistreiche Logik haben manche Amerikaner da anscheinend. Dann würde ich den Heckenschützen aber auch sofort freisprechen weil er so human getötet hat. Seine Strategie des direkten Kopfschusses, was ist's anderes als eine medizinische Maßnahme. Eigentlich ist es ja gerade vorbildlich, wie ordentlich er seine Tat geplant hat, und für diese geniale Idee mit dem Kofferraum sollte man ihn auch gleich auszeichnen. Ein so kluger und sportlich begabter Massenmörder verbessert doch das Image des Massenmords allgemein.
|ö| = KerLone


[3.11.2002] [Kommentare: ]
Interview mit einem Referrer-Spammer
Die Netzeitung hat sich mal mit dem Betreiber von Mastodonte unterhalten. Die Ein-Mann-Firma tut so als würde sie zu Weblogs linken um so die Aufmerksam von neugierigen Webloggern zu bekommen, die interessiert in ihren Referrern herumgesucht haben (ich weiß, jetzt bin ich an dem Vorhaben gescheitert, den Sachverhalt in einem Satz besser zu erklären als die Netzeitung).
|ö| = KerLone


[3.11.2002] [Kommentare: ]
Orange is green
Ich mache manchmal Internet-Spaziergänge. Unterbewusst. Ich gebe einen Begriff bei Google ein, weil ich mehr dazu erfahren möchte, und werde zu den sinnlosesten Wissenschnipseln entführt. Eine Reise, die ich sehr genieße, weil es nichts schöneres gibt als Unwichtiges. Gestern nämlich, in einer Kneipe, war auf der Toilette ein halb abgerissener Aufkleber, da stand drauf "orange is green". Ich war fasziniert von dieser Doppeldeutigkeit, die sowohl wahr ist als auch falsch. Unter den 19 Treffern bei Google finden sich nun sehr spannende Dokumente. Als allererstes erfahre ich, dass Bananen reich an Potassium sind und zur Gattung "Musa" gehören. Was immer Potassium und Musa auch ist. Dann lese ich "sniff some olives... yum yum moo....", klicke aber nicht weiter. Es folgt eine wunderbare Geschichte aus der Sesam-Straße, in der klar gemacht wird, wie unsinnig Kategorien sind. Sie zeigt, wie man aus einem Football, einem Baseball, einem Tennisball und einer Orange auf vier verschiedene Arten einen Gegenstand aussortieren kann.
Dann ein praktischer Gartentipp: Wie man Kolibris und Spechte davon abhalten kann, Orangen auszusaugen. Praktisch von keinerlei Nutzen für mich, träume ich kurz davon, eines Tages in meinen Garten blicken zu können und zuzusehen, wie ein farbenprächtiger Kolibri um meinen sonnenbescheinten Orangebaum schwirrt, und in der Luft stehenbleibt um an einer saftigen Orange zu nippen. Ja, sogar von diesem Bild so überdrüssig zu sein, dass ich etwas dagegen unternehme.
Schließlich ein philosophischer Text, der mich daran erinnert, dass es einen Philiosophen namens Charles S. Peirce gibt. Hier wird tatsächlich genauer auf den scheinbaren Widerspruch des Satzes "orange is green" eingegangen. Im Zusammenhang des erkenntnistheoretischen Zweifelns steht auch dieses Gedicht:
what if my voice sounds like glass on stone
to everyone but me?
what if the colour i see as orange is green
to everyone else?
what if the bodysnatchers have taken
everybody but me?
what if it's all an experiment,
none of it's real?
what if i'm insane?
Bisher war der Spaziergang also schon sehr abwechslungsreich und die Verwendung der Phrase wurde sogar etwas klarer. Nach dem ich dann noch gelernt habe, dass in Mosambik reife Orangen grün sind, beende ich meinen Spaziergang mit dem wahnsinnig komischen Satz: The wicked Witch of the West is dead. A Couch landed on her. Expiration date was 10/ 4/97. The celebration went on into the night. Where the icon himself once appeared in the shadow of one still greater. Das ganze steht auf einer Sportseite, ich verstehe nichts davon. Will ich aber auch gar nicht, der Satz ist ja so schon amüsant genug. Und nach zehn Minuten ist die kuriose Reise beendet. Alles ohne Zusammenhang, Sinn war auch keiner dabei, aber so ist das bei Spaziergängen, da kommt man schließlich auch immer dort heraus, wo man begonnen hat.
|ö| = KerLone


[1.11.2002] [Kommentare: ]
Stechen, kratzen, brennen, malen
Piercing Eine Konstante menschlicher Verhaltensweisen scheint das Modifizieren des eigenen Körpers zu sein, wie diese Ausstellung an der University of Pennsylvania zeigt.
Irgendwo habe ich neulich ein Werbeplakat gesehen, auf dem sich ein junger Mann seine Augenbrauen-Piercings mit einer Kneifzange wieder abzwickt. Plakatüberschrift: "Just be yourself". Der große Trend zum wandelnden Eisenwarenladen ist also anscheinend vorbei.
|ö| = KerLone


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