Tier und Hausgeist

Der Einzug in ein neues Haus war bei Belarussen früher langwierig: In der ersten Nacht übernachtete dort nur ein Hahn und ein Huhn. In der zweiten ein Kater und eine Katze. Dann ein Ferkel, ein Schaf, eine Kuh, ein Pferd und erst in der siebten Nacht der Wirt.

Schließlich wird die Ofenschaufel aus dem alten Haus hinübergetragen "als ob der Hausgeist darauf säße" und dann legt man dem Hausgeist ein kleines Brötchen mit Salz hin und stellt eine Tasse Wasser dazu.

Zelenin, Dmitrij: Russische ostslavische Volkskunde, S. 288

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KerLeone

Fischt im Fluss der Belanglosigkeit seit 2001.