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Wissenschaftliches Logbuch Private Gedanken und Internet-Fundstücke Literatur


13.8.2001
"Jeder Mensch trägt in sich das ganze Bild der Menschlichkeit". Dieses Zitat von Montaigne (gefunden in Metzlers Philosophen-Lexikon) sagt nach meinem Ermessen etwas sehr wertvolles aus. Ich mag mich wiederholen, aber in diesem Zitat ist alles komprimiert. Alles steckt im Menschen. Man muss sich also die Menschen anschauen, um weiterzukommen. Und möglicherweise reicht schon ein Mensch. Annthropo-Logie kann danach die Geschichte von einem Menschen sein. "Ich belehre nicht, ich erzähle", so ähnlich hat er es ja mal ausgedrückt. Hier hat man einen Fürsprecher, wenn man aus wenigen Menschen mit vielen Details etwas völlig Banales erzählt - und das als Wissenschaft geschehen haben möchte. Ganz genauso steht es um den Journalismus.

[Nachtrag]
Ich habe heute leider nur ein paar Kapitel aus Montaigne lesen können. Als unpraktisch erweisen sich tatsächlich die zahlreichen Zitate, eine wissenschaftliche Unsitte, der Montaigne anscheinend nicht entflüchten konnte. Glücklicherweise konnte ich Stellen finden (2.Buch, 6. Kap, "Das Üben"), die tatsächlich meiner Vorstellung von Banalität entsprachen, aber gleichzeitig an so tiefsinnige Gedanken gekoppelt waren, dass sie in jedem Falle spannend und lehrreich waren.

[Nachtrag]
Es hat sich nichts geändert: Verkehrsunfall im 16.Jahrhundert:
"...einer meiner Leute kam auf einem mächtigen Roß geritten, das hartmaulig war, aber im übrigen munter und energisch lief; er wollte seinen Gefährten imponieren und sie überholen; dabei jagte er er es in vollem Lauf gerade auf den Weg zu, auf dem ich geritten kam; wie ein Koloß stieß er auf den kleinen Mann und das kleine Pferd und krachte stur und schwer mit ihm zusammen; beide stürzten kopfüber, mein Pferd lag bewegungslos hingestreckt, ich selber fiel zehn oder zwölf Schritt weiter auf den Rücken ..." (Montaigne, Essais, 2. Buch, 6. Kap.)

8.8.2001
Ich habe im Internet einen hervorragenden Artikel gefunden, der gegen das Wort "normal" polemisiert. Wirklich gut. Und auch noch so schön zu lesen. Vorbildlich!
"Barbarei des Biedersinns" von Dieter Forte
http://www.zeit.de/1999/8/199908_rede.html

[Nachtrag]
Der Aufsatz von Horkheimer über Montaigne hat mich etwas enttäuscht. Horkheimer redet in grossen Worten daher, von Gesellschaft und Faschismus, von Bürgertum und Religion. Erstens habe ich einen Grossteil von diesem Gewäsch nicht verstanden, entweder weil mich die Fragestellung nicht interessierte, oder weil ich zu ungebildet bin, oder weil Horkheimer zu kompliziert schreibt. Zweitens schreibt er so wenig überzeugend. Er behauptet und behauptet und behauptet. Und man weiss gar nicht was. Alles war unstrukutriert. Mit den Banalitäten, die Montaigne beschreiben soll, scheint er sich nicht zu beschäftigen. Ich muss also unbedingt Montaigne im original lesen, sonst komme ich da nicht weiter.

7.8.2001
Zunächst wollte ich ihn ja erst weglassen: Der Text über die ethnologischen Modelle des 16. Jahrhunderts klang nicht sehr vielversprechend. Dann wurde er aber zu großen Entdeckung: Der französische Bürger Michel de Montaigne verfasste vom Schreibtisch aus seine "Essais" über die wilden Indianer Südamerikas. Aber wie er sie beschrieb! Mario Erdheim (1990) schreibt dazu: "Den Lesern der Essai ist schon immer die Vielfalt der Themen, das Interesse am Banalen, die Zufälligkeit der Darstellungsweise aufgefallen. Montaigne 'hat wahllos und unermüdlich ein ganzes Kuriositätenkabinett aller möglichen Vernunftsschlüsse seiner eigenen und der Philosophie alle Philosophen zusammengetragen, nicht um sie gegeneinander auszuspielen, sondern um die Möglichkeiten und die Reichweite des menschlichen Denkens auszukundschaften; (...). Sie widersprechen sich? - nun wohl, aber ihr ganzes steckt die Grenzen des menschlichen Bewußtseins in all seinen vielfältigen Möglichkeiten ab'...". Im zweiten Teil zitiert Erdmann aus Lüthy 1953 (Übersetzer von Montaignes "Essai". An dieser Stelle kam natürlich wieder der Bezug zum Journalismus, denn auch mein Interesse liegt im Banalen. Auf der anderen Seite zeigte sich, das Montaigne diese Überlegungen begeht, um einen Pluralismus zu belegen, um zu zeigen, dass unser Weg nur einer unter vielen ist. Fairerweise muss man hinzufügen, das Montaigne das allerdings mit einer etwas romantischen Sichtweise vom "edlen Wilden" tat. Das ganze nennt Erdmann relativierende Skepsis, und unterscheidet sie vom Wissenschafts begriff von Descartes (S.45). Desweiteren sieht er in dem "Paradigma" (ein solches muss ich daran noch finden) eine Möglichkeit der Selbstreflexion, die im Unterschied zu Rousseau oder Augustinus von den moralischen Normen unserer Gesellschaft losgelöst ist. Notwendiger Bezugspunkt dieser Selbstreflexion ist der "edle Wilde", erst Sigmund Freud hat dagegen die selbsreflexion direkt an das Unterbewußtsein gekoppelt.
Wie auch immer, Montaigne scheint interessant zu sein.
Journalistisch: wegen seinem Interesse am Banalen, wissenschaftlich: wegen seiner relativierenden Skepsis.

[Nachtrag]
Darüber hinaus war Montaigne wohl auch recht poetisch: Diese Sätze haben mir auf Anhieb gefallen:
"Wir müssen uns ein Hinterstübchen aussparen, ganz für uns selber, ganz ungestört, in dem wir unsere wahre Freistatt und unsere haupsächliche Zuflucht und Abgeschiedenheit errichten. Hier müssen wir unser tägliches Gespräch von uns zu uns führen, so abgesondert, daß keine andere Geselligkeit oder fremde Beziehung darin Zutritt finde; hier nachsinnen und hier lachen, ohne Frau, ohne Kinder und ohne Besitztümer, damit, wenn das Ereignis ihres Verlustes eintritt, es uns nichts Neues sei, ihrer zu entbehren" (Essais [1953], S. 260, zitiert nach Erdheim 1990, S. 45).

[Nachtrag]
Und noch ein Zitat, von Horkheimer, der sich ebenfalls mit Montaigne beschäftigte. Hier erkennt man nochmal die Bedeutung Montaignes für einen wissenschaftlichen Relativismus: "Er verschmäht die Illusion der unbedingten Sicherheit. Es gibt zu viele, die ihre Ansicht, sei es auf theoretischem oder moralischem Gebiet, für die absolute halten und sich gegenseitig widersprechen. Man braucht sich nur in der Literatur und in der Welt umzusehen, um darüber Bescheid zu wissen. Niemand kann zu Gericht sitzen und bestimmen, wer von den Herrschaften, die ihrer Sache alle so sicher sind, im Recht ist. Im Grunde sind sie bloß ungebildet. Schon die Sinne sind unsicher, erst recht die Begriffe. Einer Theorie sich zu verschreiben ist immer beschränkt. Der Weise sieht die Masse der unbedingt gewissen Urteile an, von denen eines das andere umstößt, und lächelt. Bei jeder neuen Doktrin denkt er, daß eine andere vorherging, die einmal ebenso im Schwange war, und eine dritte kommen wird, welche die gegenwärtige ablöst." (Horkheimer, Kritische Theorie II, S. 205).
Klingt überzeugend. Zwei Sachen muss ich aber nachdenklich einwerfen:
1. In der Wissenschaft (vor allem Naturwissenschaft) entsteht eine Theorie auf/aus der anderen. Ein solcher Prozess ist dort notwendig, man muss nicht das Bild vom "Umstürzen" nehmen, das vom "Aufbauen" ginge auch.
2. Ich für meinen Teil strebe ja auch nach einer Ansicht, nach einer Theorie - wenn auch nicht mit unbedingtem Wahrheitsanspruch. Und auch Horkheimer und Montaigne habe ihre Meinung - das alte Relativismus-Problem. Da muss ich noch mal meine Ebenen-Idee durchdenken.

2.8.2001
In dem Aufsatz von Thomas Schweizer wird der Ansatz von Geertz kritisiert: Schweizer fordert, dass nach dem Verstehen ein Erklären folgen muss. Aber Erklären bedeutet für ihn, dass man die erkannten Zusammenhänge in einer bereits bestehende soziologische Theorie presst. M.M.n bewirkt das aber genau den Gegeneffekt. Das erklärt doch nichts. Und was sind das für banale Erkenntnisse: Wenn er bei den Bauern schon eine ökonomische Handlungsstrategie entdeckt, dann ist es doch keine Überraschung, wenn er diese Tatsache mit Wirtschaftheorien verknüpfen kann. Aber an der Stelle entfernt er sich doch wieder von der Kultur, oder?
Berechtigt ist eine andere Kritik an der interpretativen Ethnologie: Sie ist natürlich keine allgemeingültige Darstellung. Wie (nach Schweizer) in der postmodernen Ethnologie vertreten, gibt es selbstverständlich mehrere Sichtweisen des "Textes Kultur". Mir kam noch der Gedanke, dass man diese mehreren Sichtweisen zwar durchaus aufzeigen kann (wie es Schweizer im Fall der Bedenken ihm Gegenüber (die alten Einheimischen fürchteten um ihr Besitztum) vorbildlich tut). Aber vielleicht muss man es gar nicht. Es ist doch dem Relativitätsanspruch schon genüge getan, wenn ein anderer etwas anderes behauptet. Da komme ich wieder zu meiner alten Behauptung: Relativismus ist kein Paradigma, Relativismus entsteht von selbst.
Außerdem hat es mir gut gefallen, wie Schweizer konsequent die Quellen seiner Informationen verrät. So sagt er z.B.: die Leute wüßten nicht, warum genau sie die Feste feiern. Würde man aber in die Stadt fahren und die Intelektuellen fragen, bekäme man diese und jene Antwort.

1.8.2001
Heute stand der ethnologische Klassiker von Geertz, die Beobachtungen über den balinesischen Hahnenkampf an. Tatsächlich ein anregendes Werk, im großen Widerspruch zum Titel. Geertz geht wie in einer Erzählung vor, er führt sich und den Leser in das Geschehen in dem balinesischen Dorf ein. Dann schafft er es, ohne sich an unwichtigen Details aufzuhängen, die Kern-Tatsachen des Kampfes an sich, die soziologischen Hintergründe des Kampfes aufzuschlüsseln. Er muss ein sehr zahlreiche Faktensammlung besessen haben und bei vielen Kämpfen war er wohl anwesend. Dennoch reduziert er das Material mit einer Leichtigkeit auf das wirklich Wichtige. Das mag für ihn wohl der Aspekt des "Deep Play" sein, dem ich nicht ganz folgen konnte. Eine weitere Kritik: Seine gesellschaftlichen Interpretationen und Überhöhungen gehen vielleicht manchmal zu weit - ganz normal vielleicht für jeden, der Spezialist in einer Sache ist.
Das beste seiner Arbeit ist aber die Deutlichmachung von so immateriellen Bedeutungen wie Emotionen, Stolz, Ansehen oder kulturell angelernte, identitätsstiftende Denkweisen, die so eine wichtige Rolle bei diesem Kampf spielen. Das ist sein Kernverdienst. Meinte L. das, als er sagte, man muss eine Kultur "ernst" nehmen? Dass man ihr so etwas wie emotionales Verhalten gönnt, ohne es utilitaristisch zu interpretieren. Genau das ist ja der Unterschied beispielsweise zwischen Jacques Lizot und Otto Zerries gewesen. Geertz hat für meine Begriffe exakt den Mittelweg dazwischen gefunden. Er betreibt Ethnologie, in dem er aus diesem scheinbar völlig unwichtige Geschehen einen beachtlichen Teil balinesischer Kultur darstellt. Ethnolgie ist Geschichte auf der Makroebene, sagte er ja einmal.
Schließlich spricht er Kultur als Text an. Er interpretiert Kultur wie einen Text. Genaueres fand sich an dieser Stelle jedoch noch nicht, hier scheint erst in der Nachfolgeliteratur ein Konzept entwickelt worden zu sein.


[Nachtrag]
Der Text von Geertz erinnerte mich erneut an die Diskussion von letzter Woche, ob Journalisten Dinge einfach nur beschreiben müssen (z.B. ein Phänomen in der Gesellschaft), oder immer auch eine Interpretation und einen Hintergrund mitliefern müssen. Ich konnte das nun sehr gut zusammenfügen: Was Geertz macht, ist natürlich eine Interpretation, und zwar der Emotionen, der Leidenschaften und der Bedeutung des Hahnenkampfes. Natürlich können Journalisten das auch machen, das ist dann das Feature. Aber dagegen habe ich mich ja immer gewehrt. Aber Geertz Meinung passt hervorragend zu meiner: denn er spricht ja von Kultur als Text. In diesem Sinne kann man eben auch einen Text verfassen, der nicht interpretiert und damit direkter an das Geschehen gekoppelt ist. Was ich machen möchte, ist "Hahnenkampf" als Text. Das ist möglich, weil die Emotionen und die Leidenschaften von einem Geschehen in der entsprechenden Kultur ja verstanden werden. Man braucht keine Interpretation. Man braucht einen Text, der bei dem Leser einen "Hahnenkampf" hervorruft. Ethnologisch würde das natürlich schiefgehen, den hier steht eine kulturelle Lücke dazwischen, ganz wie eine Sprachbarriere. Aber in der eigenen Kultur ist es genau das, was ich möchte: Kultur und Gesellschaft direkt darstellen, diese selber sprechen lassen. So wie der Balinese an seinem Hahnekampf teilnimmt und ihn emotional erlebt, ohne das die rationale Ebene nötig ist. Daneben sehe ich hier eine tolle Paralelle zu Johannes, der ebenfalls davon sprach, er möchte Ästethik und Schönheit einfach darstellen, nicht darüber reden. Das ist - nur eben im Bereich des Poeten - derselbe Anspruch.

[Nachtrag]
Anscheinend wurde der Aufsatz von Geertz bereits auf die virtuellen Wettstreitigkeiten von Hackern angewendet - ein Gedanke, den ich ebenfalls sofort hatte. Allerdings konnte ich aus diesem Link: http://matrix.orf.at/bkframe/980517_3.htm nicht mehr entnehmen - vermutlich war es eine ORF-Sendung und damit unter dem Aspekt der Abrufbarkeit eh nicht so wahnsinnig prickelnd.

[Nachtrag]
Eine Rezension zu einem Buch, welches Geertz behandelt, fand sich unter dieser Adresse:
http://qualitative-research.net/fqs-texte/
2-01/2-01review-barth-d.htm (Adresse umgebrochen)
Das Buch (Lutz Ellrich (1999). Verschriebene Fremdheit.) behandelt unter anderem Geertz und fasst wohl recht gute die aktuellen Debatten zur Ethnologie-Methodik mit ein.

[Nachtrag]
Und noch ein Link: http://studweb.euv-frankfurt-o.de/
~euv-5489/biographie2.html (Adresse umgebrochen)
Hier finden sich eine kurz Zusammenfassung der Debatte über Geertz und der Strömung der interpretativen Ethnologie. Mit Angabe von zwei möglicherweise interessanten Büchern.

Beginn des monatlichen Logbuchs


30.8.2001 - Die neuen Amazonen
So sind also pubertäre Mädchen im neuen Jahrtausend: Sie klemmen sich eine Pepsi-Dose zwischen ihre Brüste und posieren damit vor ihren Webcams. Ich hab mich schon öfter bei dem einen oder anderen englischsprachigen Weblog gewundert; die Texte sind derb und provozierend, die Photos gewagt. Der Guardian klärt nun auf: Diese Mädels sind nicht Amazonen im herkömmlichen Sinne, sondern insofern, als sie "wish lists" auf ihrer Website platzieren und von irgendwelchen "perverts" im Internet dann Geschenke oder eben Amazon-Gutscheine bekommen. Nebenbei kann man so auch noch die übliche Aufmerksamkeit erreichen und die Wirkung seiner Sexualität entdecken, wie es schon Generation von Mädchen vorher taten - wenn auch nicht so öffentlich. Na, dann ist ja alles in Ordnung.
Ein paar "Cam-Whores":
Schön zu lesen: Linuxkitty
Bekannt:Sammy
Hübscher Klassiker:Livian

[Nachtrag]
"Danke, Strato!"
Strato ist ja wirklich manchmal etwas lahm und hat Ausfälle. Aber ob Strato wirklich schuld daran ist, dass Heiko Schomberg, 30, CDU-Mitglied, Burschenschaftler und ehemaliger Jugendschiedsrichter aus Frankfurt a. M. nun 30,1 MB weniger Platz auf seiner ZIP-Diskette hat? Doch seht selbst. (Auf der Homepage: Koteletten-Alarm!)
[12.10.2001]Heiko Schomberg hat mich in einer E-Mail darauf hingewiesen, dass er kein Burschenschafter ist, sondern Corps-Student. Außerdem schreibt man Burschenschafter ohne "l". Tja, da hat er in beiden Dingen wohl Recht. Bekomme ich nun eine erboste KerLone-Dokumentation auf seiner Seite mit rotumringelten Screenshots von diesen Fehlern?

[Nachtrag] Wer kennt noch Luzie und die Knetmännchen? Ich fand die Serie damals ziemlich toll, einerseits wegen den Knetmännchen, anderseits wohl wegen Luzie...
Aber auch für Freunde anderer alter Serien gibt es eine Anlaufstelle im Internet: Fernsehserien.de. Und für alle Luzie-Fans:
Luzie, der Schrecken der Straße (1) (mit vielen Infos)
Luzie, der Schrecken der Straße (2) (mit vielen Photos und dem Titelsong.

28.8.2001
Der Schockwellenreiter hat mich aufgenommen in sein Universum. Zum Dank wollte ich hier ein Hundebild bringen, aber weil er meinen Namen falsch geschrieben hat, wirds nur ein Katzenbild.

(Ich muss immer noch überlegen, was an dieser Katze so komisch ist. Sie brachte mich kräftigst zum Lachen, aber ich weiss nicht wieso eigentlich. Das ist sozusagen der umgekehrte Mona-Lisa-Effekt.)


[Nachtrag] Der Schockwellenreiter hat ja wirklich nett meinen Namen korrigiert. Und will nun ein Hundebild dafür. Nun - da will ich mal nicht so sein und spendiere ihm großzügig "Petunia", eine putzige English-Bulldog-Hündin. Ach ja, die gute Dame ist auch noch preisgekrönt: sie machte nämlich den vierten Platz beim Las Vegas Ugly Dog Contest.

[Nachtrag] Nochmal was mit Hunden: Ein Amerikaner hat seinem Hund beigebracht, Raketen abzuschiessen. Ich bin empört! Immerhin leben wir im Atomzeitalter. Da ist sowas doch absolut verantwortungslos. Das ist der Anfang vom Untergang. Hunde sind doch noch dümmer als Saddam Hussein!

[Nachtrag] Ich hab mich schon immer gewundert, was das für ein seltsamer Brauch bei den Biologen ist: Dort schreibt man mit riesigem Aufwand ein "paper" für ein wissenschaftliches "journal", und dann muss man auch noch mehrere tausend Mark zahlen, damit man seiner Copyright-Rechte beraubt wird und der Aufsatz veröffentlich wird. Die Qualitätskontrolle wird ebenfalls kostenlos von einem anderen Professor übernommen. Anschließend müssen andere Wissenschaftler das Heft dann auch noch für teures Geld kaufen, um es lesen zu können. Der Verlag verdient ein Heidengeld, nur weil er das ganze durch die Druckmaschine sausen lässt. Jetzt reicht es den Wissenschaftlern allerdings: Sie protestieren gegen das System und setzen die Verlage unter Druck. Das war wohl höchste Zeit.

27.8.2001
Jetzt mal eine Flash-Animation (von "Billy Blob, einem Flash-Freelancer"), die erstens toll gemacht ist und zweitens ein bisschen zum Nachdenken ist. Das Review muss ich mir unbedingt auch noch anschauen, ohne Ton hier in der Uni war das etwas nutzlos.

[Nachtrag] Der Brummton um Heidelberg war ja diesen Sommer ein vorzüglich unterhaltsame Füllung des Sommerlochs, wenn gleich man das ganze vorerst durchaus auch mit einem gewissen Ernst betrachten sollte. Weil das Thema aber so schön zum Spekulieren ist erweiterte sich der Brummton zu einem Rauschen von Verschwörungstheorien: von Geheimdiensten mit Mikrowellenwaffen zur Zombifizierung von Menschen bis zu militärischen Ringanlagen unter der Erde. Ernstes und Absurdes zu diesem Phänomen ist schön übersichtlich bei der deutschen Brummton-Site gesammelt (mit Brummton-Forum und und Gästebuch ("Buch des Brummens")!

26.8.2001
Max Goldt im Internet: Zusammen mit dem Komikzeichner Stefan Katz hat er eine herrliche absurde Internetsite erstellt.
Gefunden bei Schockwellenreiter

23.8.2001
Die Firma von diesem leckeren Dosenfleisch kann einem wirklich Leid tun. Seitdem Monty Phythons in den 70er Jahren einen lustigen Sketch über dieses Dosenfleisch gemacht haben, ist es Pseudonym für Müll, Dreck, Mist, Käsezeug - alles was eben so in die Mailbox flattert. In dem Sketch bietet eine Kellnerin penetrant nur Gerichte mit "SPAM", dem Konservenfleisch, an.
In der Verzweiflung bittet die Firma darum, das Dosenfleisch groß zu schreiben, den Mailbox-Müll aber klein. Und damit diese Regelung auch beachtet wird, flattern selbst in Deutschland neben Werbemails (spam) nun auch Anwalts-Mails (SPAM) von der Fleischfabrik ins Haus. Wie mans macht, macht mans falsch.
Gefunden bei heise

[Nachtrag] Gruselig: Als ob Google nicht schon geheimnisvoll genug wäre. Jetzt ist auch noch rausgekommen, dass die Suchmaschine immer zu Neumond auf die neue Datenbank umstellt.

22.8.2001
Ich dachte bisher immer, eine Mikrowelle ist zu nicht zu gebrauchen, weil nur gummiartiges Essen mit lavaheissem Kern rauskommt. Stimmt aber nicht: Funny things to do with your microwave.
Gefunden bei Argh!

[Nachtrag] Windows-Emulator. Sehr witzige Flash-Seite! Vor allem Office!
Gefunden bei Schockwellenreiter

14.8.2001
Ein Gläschen Rotwein am Tag ist gesund, ein Gläschen Schnaps gut für die Verdauung, Rum im Tee gut gegen Erkältung. Derlei Behauptungen standen schon immer unter dem Verdacht, ein Schutzalibi für Leute auf der Schwelle zum Alkoholiker darzustellen (wenn man nur genug solcher kleinen Weisheiten hat). Ich musste dann immer daran denken, dass es Völker auf der Erde gibt, die daran glauben, dass Rauchen gut gegen Asthma ist. Ein erster Schritt gegen solche Behauptungen ist getan, sehr überzeugend, wie ich finde: Die Gesundheit von Weintrinkern hängt nach einer dänischen Studie mit dem höheren sozialen Status und dem ruhigeren Lebensstil der Weintrinker zusammen, direkte medizinische Zusammenhänge sind nicht nachweisbar.

10.8.2001
Schon mal jemanden gesehen, der mit Krawatte Hip-Hop tanzt? Naja - die Bewegungen stimmen, allein der Spirit fehlt.

[Nachtrag] Dürfte die meisten nicht interessieren, aber es gibt es eine Seite über Skaten in München. Dort gibt es auch eine hervorragender Zusammenstellung aller Spots in München. Naturgemäß ist das natürlich auch alles für BMX hervorragend geeignet.

9.8.2001
Seltsam, was die Leute so antreibt, einfach nutzlose Flash-Animationen ins Internet zu stellen. Ich frag mich, wie lang man an seine Freundin hinreden muss, bis sie sich auf dem Sportlatz barfuß auf ihre Turnschuhe stellt und Photos für so eine dämliche Animation macht.

[Nachtrag] NES? Nie gheört. Hab nie eine Spielekonsole gehabt. Aber einen Amiga, und deshalb konnte ich bei dieser Kung-Fu Parodie auch ein wenig schmunzeln. Kicken bis der Taster bröselt war ja damals die Devise...
Alternativer Link für Opera-User (Kung-Fu klicken)

Die Homepage von dem, der diese coole Flash Animation gemacht hat, ist übrigens durchaus sehenswert. Und der hatte im Übrigen wohl auch einen Amiga.

8.8.2001
Endlich gefunden: CGIComments, ein Tool für Comments, das auch unter Perl läuft. Werd ich mir heut abend mal anschauen.

[Nachtrag] Das ist ein starker Übersetzungsdienst: Der braucht zwar ziemlich lange - aber er kann erstaunlich viele Sprachen. Sprachsyntax bleibt natürlich auf der Strecke. Intertran

7.8.2001
Ich staune! Da surft doch tatsächlich noch einer mit Lynx rum - angeblich. Ein ganz alter Browser, der weder Bilder anzeigen kann noch Java, noch sonstwas. Das ist wie WAP. Aber nun gut - er ist schnell im Seitenaufbau.

[Nachtrag] Krass! Erkan und Stefan haben nicht nur ein neues Album, sondern auch noch ein Pendant in den USA: Supergreg. Das Dumme ist nur: Supergreg gibts gar nicht in echt (schade!), sondern er ist nur eine Werbefigur vom Jeansschneider Lee. Erkan und Stefan dagegen sind echt - obwohl sie normal vermutlich eher so affektiert rumquatschen wie Bully Herbig.

5.8.2001
Heute auf hinterding.com eine witzige Flash-Animation gefunden. Ziemlich "weird", würde der Amerikaner sagen. Weeeeeeee!

[Nachtrag] Neue Bilder zu den Todesschüssen in Genua. Man kann streiten, ob es Notwehr ist, auf jemanden zu schießen, der einen Feuerlöscher auf einen werfen will. Aber wenn der Polizist den Feuerlöscher vorher aus dem eigenen Auto herausgeworfen hat, ist das zumindest ein großer Fehler.

[Nachtrag] Na, das können sich auch nur die Franzosen einfallen lassen: Frauen und Männer-Rating. Ausnahmsweise angezogen. Auf www.doyoulookgood.com

1.8.2001
Bestätigt mich in meiner zurückhaltenden Verwendung meiner primären Internet-Adresse: Laut CNet gibt es Dinge, die sollte man mit seiner E-Mail nicht machen, wenn man nicht 37 Spam-Mails monatlich finden will. Interessante Statistik

[Nachtrag]
In Japan wurde jetzt ein sogenanntes "Exoskelett" vorgestellt. Mit diesem luftdruckbetriebenen Gestänge, welches die Gliedmaßen des Körpers stützt und kraftverstärkend mitwirkt, sollen japanische Krankenschwestern Bettenpatienten besser heben können. Tja, dann ist es wohl aus mit den asiatischen Krankenschwester-Phantasien a la hinterding.com. Mir wär Angst und Bange, wenn mich so eine druckluftmonsterverkleidete Asiatin spielend durch die Luft schaukelt.
Ich würde das Ding sowieso sofort dazu verwenden, unliebsame Mitweltler luftdruckgestützt zu verprügeln, dass es nur so zischt. Obwohl - Parkplatzsuche wäre dann auch kein Problem mehr...

[Nachtrag] Ist wahrscheinlich auch schon ein alter Hut: Bei Blogdex kann man die Top Ten Links von verschiedenen Blogs finden. Ok, ist schon witzig, jetzt könnte ich zum Beispiel die rasende Neuigkeit hier veröffentlichen, dass bei Heinz nun nach grünem Ketchup lila dran ist. Macht bloss nicht so richtig Spass, weil neu ist das ja auch nicht mehr. Aber was ist schon neu. Neu ist, wenn ich jetzt rausgehe und eine Ameise zermatsche. Interessiert bloss niemanden.
Ein bisschen doof ist es allerdings, soetwas wie blogdex zu erfinden und nicht gleich eine eigene Domain dazu zu reservieren. So wird das doch nie was.

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