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Wissenschaftliches Logbuch Private Gedanken und Internet-Fundstücke Literatur


[9.12.2001]
Ein paar Gedanken zu Action-Anthropology und einer Detailforschung:

"Once you dissect an animal to find out what makes it tick, it's no longer ticking."
Der Satz hat mich gerade zum Nachdenken gebracht. Man muss vielleicht den Zusammenhang erwähnen: ich las ihn auf der Website eine begnadeten Photographen (der sich nur deshalb in meine Aufmerksamkeitsfeld drängen konnte, weil er gleichzeitig begnadeter Programmierer ist). Nämlich Noah Grey (www.noahgrey.com). Nun also diese Photos von Sonnenuntergängen, von Schmetterlingen, von Häusern, Menschen, Bäumen. Und mittendrin dieser Satz. Ein melancholisches Gefühl, dass man alles kaputt macht, was man mag, nach dem man greift? Das war der erste, persönlich Eindruck. Und wohl das, was der Photograph sagen wollte. Zweiter Gedanke: Ein Angriff auf die Naturwissenschaften, auf Wahrheitssuche? Kritik am höher, größer schneller? Kritik am janusköpfigen Wissen, das immer mit der Macht daherkommt. Sofort kam mir der Begriff der Postmoderne in den Kopf: der Schwerpunkt wird plötzlich auf den Beobachtenden umgelegt, nicht auf das Beobachtete: Nicht ist es wichtig, wie die Welt tickt. Es ist wichtig sie ticken zu lassen. In sich.
Mir ist plötzlich eine neue Dichotomie bewusst geworden, die andere Dualismen aufhebt. Die zwischen Beobachten und Eingreifen. Letzte Woche habe ich den Artikel von Amborn über Action Anthropology gelesen. Und hatte mit einem gewissen Widerwillen diese Einmischungspläne gelesen. Auf der anderen Seite fühlte ich mich durch diese aktive Teilnahme angezogen, die es dem Beobachteten zu einem guten Stück überläßt, die Akzente der Beobachtung zu legen. Man lässt die fremde Kultur in sich ticken. Journalistisch habe ich seit längerem eine Vision von einem Journalismus, der in die Dinge hineinkriecht, dem jedes Detail wichtig ist, der sich auf der Makroebene austobt und sich gefangennehmen lässt. Schon an der Journalistenschule mochte ich nicht die großen politischen Wahrheiten wissen, die Hintergründe, die Systeme. Sondern die Details, die für sich sprachen. Neulich hatte ich mal die Idee als journalistisches Experiment einen Quadratdezimeter Gras zwei Stunden lang zu beobachten. Ich könnte wetten, dass sich da neue Erkenntnis auftut, wenn man sich dieser nur öffnet. Das ist vielleicht geradezu ein Bedüfnis: Hineinkriechen, wirken lassen. Ich weiss nicht, ob Anton V. so denkt, aber wenn er so denkt, ich würde es verstehen: Wenn er gerne Spatz wäre, wenn er einfach das Spatzenleben in sich ticken lassen will, in den Busch der Spatzen hineinkriecht und auf eine kulturelle Erkenntnis wartet, die nicht darauf beschränkt ist, einen Spatzen auf den Seziertisch zu legen.
Damit ich nicht missverstanden werde: Ich rede noch gar nicht von der wissenschaftlichen Methode, nur von der Erwartung von Erkenntnis auf einer anderen Ebene als Naturwissenschaft.

Vielleicht ist das noch Journalismus. Aber ist dass noch Wissenschaft, dieses "in sich ticken lassen"? Wie steht es allgemein mit der Einmischung der Wissenschaft? Julia B. verteidigte Einmischung letzte Woche mit dem Satz: "Wo kämen wir hin, wenn die Medizin sich nur der Erforschung der Krankheiten widmet, aber sich nicht darum kümmert, dass die Menschen gesund werden?" Und der Satz ist auch überzeugend.

[6.12.2001]
Kokot, Kognitive Ethnologie gelesen. Einige interessante Ideen, z.B. die sogenannten Scripts. Fasziniert mich aber eher, weil es eine so detailreiche Forschungsmethode ist. Wurde gleichzeitig aber auch kritisiert - anscheinend ist es unvermeidlich, dass man sich bei so einer Methode im Detail verliert. Kritisch sehe ich die frühe kognitive Forschungstradition: Ziel war eine allgemeine Kulturtheorie.

[3.12.2001]
Thomas Bragatzky über Kulturökologie. Sehr geraffte Zusammenfassung. Bargatzky ist einer von den Ethnologen, für den Begriffe wie Wildbeutertum und Jäger & Sammler das Navigationskreuz der ethnologischen Welt ergibt. Deshalb wollte ich ihn anfangs etwas vorschnell in die Schublade "veraltet" stecken. Dann aber folgte eine hervorragende Begründung, warum man biologisch erfolgreiche Konzepte, wie z.B. das der "Anpassung", nicht erfolgreich in die Geisteswissenschaften übertragen kann, und warum sie, selbst wenn man sie nur metaphorisch verwendet, etwas sinnleer werden. Mit diesem Argumentationsstrang kann man möglicherweise auch physikalische Übernahmen ablehnen - obwohl ich das immer gerne gemacht habe (als Anregung für die Entwicklung einer Methode werden die Naturwissenschaften dagegen immer wertvoll bleiben). Für ihn ist Kulturökologie etwas, das durch die Verbindung von Umwelt und Kultur die Beliebigkeit hermeneutischer Interpretation bremst und die Kultur an eine feste Größe koppelt. Nicht "deterministisch", sondern "possibilistisch", wie er ausführt.
Die Begründung, warum man die Mythen der Indianer nicht zur Rettung unserer Umweltprobleme verwenden kann, ist dagegen nicht so überzeugend. Er erwartet von so einer Übernahme eine viel zu materielle Wirkung. Die spirituellen folgen einer solchen Übernahme erwähnt er nicht. Der Argumentationsumweg über Descartes und weizsäcker wirkt etwas umständlich und wirkte wie der Versuch einer Ästhetisierung der Argumentation. Und ganz daneben fand ich die angehängte Begründung - die in jedem Fall gut untersucht wurde - , dass die Indianer auch schon Naturzersörung betrieben haben. Die Argumentation ist hier: Trotz Mythos machen die Indianer die Wälder kaputt, also bringt der Mythos nichts. Dabei ist der Mythos doch sobald er in unseren Kulturkreis übertragen ist, schon wieder ein ganz anderer mit ganz anderen Wirkungsweisen und ganz anderem kulturellen Hintergrund. Es wäre der erste Mythos, der reproduzierbar wirkt.

Beginn des monatlichen Logbuchs


[ Aus dem Urlaub]
Kurze Meldung aus Chile/Argentinien
Da bin ich ja in etwas hineingeraten. Gerade mal zwei Tage vor den gewaltsamen Ausschreitungen in Buenos Aires bin ich noch in der Hauptstadt spazierengegangen und vermutlich sogar in dem jetzt zerstoerten McDonalds den ersten BSE-freien BigMac seit einigen Jahren gegessen. Schon einige Tage zuvor war in der Stadt eine leichte Unruhe zu spueren, aber von einem solchen Ausmass war nichts zu ahnen. Die Schlangen an den Geldautomaten waren lang, das war das auffaelligste. Die Leute diskutierten entnervt, und man gab sich Tipps, an welchen Automaten wohl Geld zu holen sei.
Momentan bin ich in Chile und verfolge die Lage weiterhin vor allem aus den chilenischen Medien. Mein Meinung ueber diesen Aufstand ist, dass es wohl eher politische Hintergruende waren, als der Hunger, der die Massen trieb. Die Proteste wurden von den Peronisten organisiert, Provokation war wohl geplant (fand ja auch im ganzen Land gleichzeittig statt). Jetzt haben sie was sie wollen: Der neue Praesident Saa ist Peronist und regiert bis zu den neuen Wahlen im Maerz. Die Polizei liess sich ebenfalls nichts gefallen: so viele Tote zeugen von aeusserst gewaltsamen Vorgehen. Aber ich habe hier keine Informationen, wie die Toten enstanden sind, die chilenischen Medien arbeiten das nicht sehr gut auf. Auch beim Spiegel oder bei BBC habe ich noch keine besonders guten Hintergruende lesen koennen.
Tja, mal sehen wie es mit dieser neuen Waehrung wird. Man will jetzt eine dritte Waehrung einfuehren, die neben dem an den Dollar gebundenen Peso besteht. In wie weit das Tricks sind oder etwas bringt, kann ich nicht beurteilen. Aber nach dem der bisherige Staatspraesident es mit richtigem Sparkurs versucht hat und nun gescheitert ist, kann man davon ausgehen, dass es der neue mit Tricks versucht. Meinen Buenos Aires Aufenthalt habe ich jetzt erstmal auf einen Tag gekuerzt, ich bleibe in Chile, das ist sowieso schoener.
Meiner Urlaubsvertretung Calice noch viel Spass beim Umziehen, und danke fuer die tollen Bilder, die sie uebrigens selbst gezeichnet hat (das muss nochmal betont werden). |ö| = KerLone


[ Urlaubsvertertung]
Super-Move
kein Bett usw.
Millionen von Menschen haben sich in den letzten Tagen sicher gefragt:" Wo bleiben nur die phantastischen Beiträge von Calice? Was ist denn mit ihr los? Ist sie etwa krank, oder hat sie einfach keine Lust mehr auf mich?"...ha ha, nichts von alledem! Ich ziehe nämlich um. Habe kein Bett und keinen Stuhl, auch keinen Tisch und erst recht kenen PC. Wenn du aufmerksam mitgelesen hast, dann müsstest du den Zusammenhang jetzt kapiert haben. Wenn nicht, auch wurst, ich wünsche dir in jedem Fall einen schönen Tag.
|ö| = Calice

[ Urlaubsvertretung]
Superhero
zuElsa
Das ist Lisa, meine neue Superheldin. Maße: 90(Höhe)-60(Spannweite)-90(Sichtweite). Sie ist intelligent, total sportlich, kann geschickt mit ihren Fingerchen umgehen und hat eine mords Spürnase. Einziger Nachteil: ab 20.00h musst du in Notfällen die Polizei holen, denn dann liegt sie schon im Bett. Oder du versuchst es mal bei Elsa: http://www.reelism.com/comics.htm Hier findest du nicht nur eine coole Animation, sondern auch einen richtig gut gezeichnten Comic von Chris Cavellas. Besonders charmant finde ich das character profile von Powergirl Elsa auf dem extra Computer-Terminal.
|ö| = Calice

[ Urlaubsvertretung]
Kurzer Abschied
Winke-Miezi Adieu Kerlone! Urlaubsvertretung, das bin ich in der Tat. Calice ist mein Name. Ich studiere im 95. Semester Jura und bin ein bisschen schüchtern. Deshalb versuche ich jetzt gleich, von meiner Person ein wenig abzulenken. In den nächsten Wochen gibt es voraussichtlich nur wenige Links, dafür beizeiten selbstangefertigte Bildchen, an denen der Kenner noch Spuren von saurem Mädchenschweiss zu entdecken vermag. Sollte ich dich langweilen, dann sag' mir gleich warum, sonst ändere ich auch nix. Bis bald, Calice
mail an Calice: calicia@gmx.de
|ö| = Calice

[ 12.12.2001]
Weit, weit weg ...
Patagonien

... gehts jetzt erstmal. Wandern in Patagonien, also an der Südspitze Südamerikas. Angst vor der Währungsumstellung - ihr versteht. Da fährt man lieber in ein Land, in dem die Leute kein Geld mehr von ihrem Konto abheben dürfen, weil sonst die Bank keins mehr hat. Deshalb von mir erstmal nichts mehr. Am 13.01.2002 bin ich wieder da.
Bis dahin macht allerdings meine Urlaubsvertretung ein paar Beiträge: Calice. Ich weiss noch nicht, was für Beiträge sie macht, aber ich bin schon ganz gespannt. Seid nett zu ihr und besucht sie recht häufig, dann findet sie vielleicht Gefallen am Blogging!
Photo geklaut von Alper Üngör


[ 9.12.2001]
Ein neues Serviceangebot...
... hatten anscheinend die Piloten von dem Flieger auf diesem Bild im Sinn. Instant delivery, sozusagen.
Gefunden bei Boingboing

[ 9.12.2001]
He's a sleeping genius ...
Sleeping Genius "sleeping genius" ist der Titel von diesem Bild links, und der Urheber davon ist Jon Burgerman, gefunden auf dessen Website www.jonburgerman.com. Eine saugute Website, und ich wünschte ich hätte etwas von seiner Genialität. Viele kleine Gags, gute Zeichnungen und einen etwas irren Stil wie Helge Schneider. Blue DevilMuss man eigentlich kiffen, um so etwas zu zeichnen? Oder gibt es irgendwo Brillen oder Photoshop-Plugins, mit denen die Welt so aussieht?



[ 8.12.2001]
Putzige VoPo-Fahrzeuge zu verkaufen
Lada Volkspolizei. Klick macht's größer. Also, wenn ich nicht schon ein Auto hätte - ich würd's mir überlegen. Dieser nette Lada und andere Volkspolizei-Fahrzeuge werden in zehn Tagen vom Bund versteigert. Kommen direkt aus dem Museum. Unter anderem übrigens auch ein Polizei-Tretboot! Mehr Infos in diesem PDF-Dokument.

[ 7.12.2001]
Blog für Online-Journalismus
Kling interessant, immerhin schreibt dort Christiane Schulzki-Haddouti mit. Die ist mir bisher durch Artikel mit anständigem Einblick in die Kultur des Internets aufgefallen. Sowohl bei Telepolis, als auch bei der Süddeutschen. Schau ma mal, ob es da nicht nur um Copy-und-Paste-Online-Journalismus geht, oder ob sich dort auch progressivere Ideen entwickeln. Und ob sich das Layout noch entwickelt. Dieses Modder-Grün auf pissgelb gefällt mir nicht - (ok, mein Layout ist natürlich sowieso indiskutabel).
Online-Journalismus"Nachrichten, Überlegungen und Quellen rund ums Publizieren im Netz".
Gefunden im Sofablog

[ 5.12.2001]
Aufregung um Danza und KPMG
Große Aufregung momentan bei den amerikanischen Weblogs. Zum einen wegen einem Ding, das Danza genannt wird und so eine Art Nachfolge-Hype von dem amerikanischen Candyman-Transporter Segway sein soll (siehe mein Eintrag). Niemand weiß was es ist, aber es soll natürlich etwas sein, was in zwanzig Jahren jeder auf der Erde hat. Gähn. Ich will eh nix, was jeder auf der Erde hat ;-)
Das Ding wird von 0sil8 Heavy Industries entwickelt (arschcooler Name übrigens), dessen Firmenchef Jason Kottke ist, den ich erst vorgestern zufällig hier erwähnt hatte. Naja. Boingboing.net hat sogar Bilder davon, aber wenn's das rechte Bild ist: Ähem, Jason, Kleinkinder kennen wir schon. Gibts auch wirklich überall auf der Welt.

Der andere Ärger geht irgendwie um KPMG, und das irgendein Weblogger Ärger bekommen hat, weil zu denen gelinkt hat. Die KPMG mailt ihm darauf und schrieb, er solle den Link entfernen, denn "such links require that a formal Agreement exist between our two parties, as mandated by our organization's Web Link Policy". Messerscharf antwortete der Blogger: "my own organization's Web link policy requires no such formal agreement."
Weitere Folge: viele andere Weblogger linken nun absichtlich auch zu denen. Rotzfreche Provokation! Mehr dazu bei Wired.

[ 5.12.2001]
Kleine Downtime
Website war gestern fast den ganzen Tag nicht mehr zu erreichen. Wegen Serverumzug, sagt netfirms.com. Naja, bald hab ich einen anderen Provider ... P.S.: Die Backlinks waren übrigens die letzten Tage alle falsch. Das ist mittlerweile gefixt.

[ 4.12.2001]
Anarchie im Internet: JimPunk
Jimpunk Logo Und wer von dem vorherigen Link noch nicht genug hat, der soll's mal hier versuchen: Bei JimPunk, wird einem der Browser so richtig aufgemöbelt. Bitte vorsichthalber alle Fenster schließen und gut anschnallen. Hier ist ein wahrer Java-Script-Zauberer am Werk. Bin schwer beeindruckt. Und vor allem mal ehrlich: Sowohl der Name als auch das Logo sind arschcool!

[ 4.12.2001]
Klicken, staunen, nichts kapieren
Solche Kunst-Erscheinungen im Web mag ich. Man klickt und klickt und klickt, und irgendwas passiert, die Sinne staunen, Geräusche raunen, und alles ist ganz anders als sonst im Web. Und dann macht man's wieder zu und ist froh, dass Websiten, von denen man Informationen erwartet, etwas handlicher sind. www.infomera.net

[ 4.12.2001]
Stanley Kubrick: Flash zu "Space Odyssey"
Hab zwar keine Ahnung, was das genau soll, aber eine 20 Minuten lange Flash-Performance sollte einem ein Link wert sein. Fängt auch ganz cool an. Gibt mir neuerdings wieder Antrieb, mich wieder ein wenig mit meinem Flash-Büchlein zu beschäftigen.

[ 4.12.2001]
Web Award für 5kb-Homepages
Ist nichts neues, war auch schon auf Telepolis, aber ich hab's grad für mich entdeckt: eine Site mit jährlichem Wettbewerb für 5kb-große Websites in verschiedenen Kategorien. Mein Lieblingsbeitrag: Der Ablauf eines Tages, geschrieben in einer HTML-ähnlichen Sprache. Ist das dann SGML?

[ 4.12.2001]
Bunter Weblog-Klassiker: kottke.org
Bin jetzt schon zwei mal über ihn darübergestolpert, nun ist es Zeit ihn mal festuzhalten, den alten Kottke. Obwohl, so alt ist der gar nicht, 1973 geboren (deshalb ist es erstaunlich ,dass er sich erst 1998 zum ersten Mal verliebt hat). Schreibt auf jeden Fall immer wieder über was anderes, meistens IT- und Designer-Kram. Er ist nämlich Webdesigner. Noch mehr Details gibts bei ihm in seiner Biographie.

[ 4.12.2001]
Glückwunsch, Werner Heisenberg und Walt Disney!
Briefmarke Heisenberg Der deutsche Physiker und Nobelpreisträger Werner Heisenberg wurde heute vor exakt 100 Jahren geboren.
Hab selber schon einiges von ihm gelesen. Die physikalischen Details habe ich nie ganz verstanden, aber die Unschärferelation hat mich fasziniert, weil sie das bisherige naturwissenschaftliche Denken in Schwarz und Weiß oder Wahr und Falsch etwas erweiterte. Es gibt immer noch Wissenschaften, wo es nichts schaden würde, wenn man sich etwas von Heisenberg inspirieren lassen würde.
Walt Disney Walt Disney wäre heute ebenfalls 100 Jahre alt geworden. Hab selber auch schon einiges von ihm gelesen, ist aber schon länger her. Die Geschichten haben mich sicher mehr inspiriert als Werner Heisenberg. Aber wie auch immer, den größeren Ruhm an den Geschichten verdienen meiner Meinung nach Carl Barks, ein genialer, eigenwilliger Disney-Zeichner, und die Übersetzering Erika Fuchs, die dessen Genialität mit viel Witz ins deutsche transferierte.
Und was haben nun Werner Heisenberg und Walt Disney gemeinsam? Dass sie beide im Zweiten Weltkrieg mit ihren Regierungen gut zusammenarbeiteten. Wird beiden auch nicht zu selten vorgeworfen.

[ 3.12.2001]
ADAC: Stau auf der Datenautobahn
ADAC-Stau Hmmm, wettert der ADAC sonst immer so gegen Stau, aber dann ist er nicht fähig aus seiner eigenen Seite entsprechende Bandbreiten hinzustellen, wie er es sonst bei den echten Autobahnen von der Regierung fordert. Der "lustige" Text:
Achtung!
Stau auf der Datenautobahn in surfender Richtung. Bitte umsurfen Sie die Behinderung und probieren Sie es später noch einmal.


[ 3.12.2001]
Business-Plan für Segway
1. Straßen überfüllt
2. Konto überfüllt
3. 55 Prozent der Amerikaner übergewichtig.
-> Roller für Bewegungs-Lethargiker erfinden, der trendig ausschaut.
4. Geheimhalten, dass man im Rest der Welt seit 150 Jahren Fahrrad fährt.
Nachtrag: Mist, hat mich der Schockwellenreiter glatt zitiert, bevor ich meinen bösen Text abschwächen konnte. Dachte mir, gibt vielleicht 'n paar Dicke oder Behinderte da draußen, die sich über den Begriff "Fettsack-Rollstuhl" ärgern. "Roller für Bewegungs-Lethargiker" ist etwas fairer. Hmmm, egal.

[ 2.12.2001]
Feldforschung auf einer Spielekonsole?
Die Ethnologie ist ja immer auf der Suche nach neuen Forschungsgebieten, vor kurzem hat man das Internet als soziales Netzwerk entdeckt. Aber bei diesem Statement und Bild von Conspirantville kam mir, dass Ethnologie ja auch ganz anders mit Computern umgehen könnte:
Tempel
"die platine des nintento gamecubes sieht aus wie eine tempelanlage. finde ich jedenfalls."

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