Mosaikum 1.0
Von KerLeone


Mini Mosaik Wissenschaftliches Logbuch
Ethnologie und anderes kluges Zeug
kie//:sel.stei.ne
Multi Autor Weblog
Mausoleum 1.0
Interne Links
Cursor
Öffentliche Ausgabe [Info]
[Kommentare: ]


[26.3.2003]
Rippe beendet.

Historische Photos von Feuerlandindianern
Nach diesem Bericht der IDW arbeitet Marisol Palma, eine Chilenin an der Universität Leipzig an einer Doktoarbeit über Martin Gusinde und seine Photos von den Feuerlandindianern: "Fragmentarische Lektüre der Fotografie. Der Fall Martin Gusinde". Die Arbeit ist im Bereich Visuelle Anthropologie angesiedelt.

[25.3.2003]
Rippe weitergelesen.

[24.3.2003]
Kulturwissenschaftliche Hintergründigkeit
Wir werden nie eine Kultur finden, in denen Junggesellen verheiratet sind.
Vgl. Snare, 1980:360, nach Rippe, 1993:76

Sonst gut vorangekommen mit Rippe.

[23.3.2003]
Die alten Wortwechslerinnen
Ein Gastbeitrag vom Monoklon, per EMail:
"Der Jesuiten-Missionar Martin Dobrizhoffer aus Graz tastete sich 1784 in seinem Bericht über die Abiponier in Paraguay an den Rand [eines] Rätsels vor: Die alten Frauen des Stammes, schrieb er, prägten laufend neue Wörter, 'und jedes Wort, das ihre Billigung fand und das sie in Umlauf setzten, wurde von allen andern ohne ein Wort des Widerstandes aufgenommen und verbreitete sich wie ein Lauffeuer in jedem Zelt des Stammes.' Etliche Wörter seien in den sieben Jahren seines Aufenthalts dreimal ausgewechselt worden."
(Wolf Schneider. "Wörter machen Leute". Piper, München, 2002. Seite 34)

Die Süddeutsche mit einem Artikel (Privatarchiv) über zwei neue Bücher, die eine Einführung in die sogenannte kognitivistische Ethik geben, eine aktuell anscheinend bedeutende Strömung, deren Anhänger davon überzeugt sind, dass es nicht nur universelle ethische Normen gibt, sondern dass sich diese auch in naturwissenschaftlicher Manier erkennen lassen.

[20.3.2003]
Whisky-am-Straßenrand-Forschung
"Wir können nur dringend dafür eintreten, daß in den Forschungsberichten diese stückweisen Angaben über Sitten, Glaubensarten und Gesetze, die völlig in der Luft schweben oder auf dem Papier eine schale, lebensfremde Existenz führen, möglichst rasch und vollständig verschwinden. Damit wird es in Argumentationen über Völkerkunde möglich sein, die langen Litaneien und sinnlosen Feststellungen, die uns Ethnologen dummm und die Wilden lächerlich erscheinen lassen, zu verbannen. Ich meine damit die langen Aufzählungen von bloßen Tatbeständen, wie z.B. 'Wenn bei den Brobdignaziern ein Mann seine Schwiegermutter antrifft, mißhandeln sie sich gegenseitig und jedes geht mit einem blauen Auge davon.' 'Wenn ein Brodiage einem Eisbären begegnet, rennt er davon, und manchmal folgt ihm ein Bär auf den Spuren.' 'Wenn in Altkaledonien ein Eingeborener zufällig eine Flasche Whisky am Straßenrand findet, leert er sie in einem Zug, dann macht er sich unverzüglich daran, eine andere zu suchen.' (Ich zitiere aus dem Gedächtnis, so daß der Wortlaut nur ungefähr stimmt, wenn auch der Inhalt richtig erscheint." (Malinowski, Sitte und Verbrechen bei den Naturvölkern, 1950, S. 117f, zitiert nach Rippe, S. 69)
Schön gesagt. Manchmal habe ich auch bei Internetstudien der neueren Zeit dieses Gefühl, dass solche Art der Forschung vorliegt. Ich erfinde: "Wenn bei den Hackern im Internet einer die Idee oder den Quellcode von einem anderen stiehlt, dann redet mit ihm in der Szene niemand mehr." "Wenn man im Chat 'Auf Wiedersehen' sagen will, dann schreibt man 'cul8er'. Wer diesen Code nicht verwendet, outet sich als Anfänger, ist ein sogenannter 'Newbie' und wird nicht ernst genommen."

[18.3.2003]
Malinowskis Begeisterung für das Schnitzen von Kämmen
Der bedeutende Ethnologe Bronislaw Malinowski wurde während seiner Feldforschung in Neuguinea anscheinend von einer einwöchigen Kammschnitz-Begeisterung gepackt, obwohl er eigentlich am Tausch- und Handelssystem in dieser Region forschte. In seinem über Jahre verfassten Tagebuch berichtet er am 20.11.1917:
"Gestern abend und heute bin ich in einem Erregungszustand, bedingt durch meinen Erfolg bei der Herstellung von Kämmen. Ich bin in einem künstlerischen Rausch, es ist wie Gedichtemachen. - Auch versuche ich, Smith und jeden, den ich hier treffe, zu beeindrucken."
Am Tag zuvor habe er jenen Smith aufgesucht und um Ratschläge bei der Kammherstellung gefragt. Man habe beratschlagt, schreibt er weiter, "einen neuen Papua-Stil zu begründen."
Am 21.11.1917 dann: "Nach dem Essen legte ich mich hin und verbrachte fast den ganzen Nachmittag damit, einen neuen Kamm für Elsie zu entwerfen. Nachmitagstee. Mr. Osborne. Um 5 Spaziergang um die Insel. Ich versuchte mich zu sammeln, die berauschte Freude über meinen künstlerischen Erfolg abzuschütteln. (...) Nach dem Abendessen vollendete und kopierte ich meine Zeichnung. (...) Dann schnitze Smith einen Kamm für mich. Ich war stolz auf mein Meisterwerk."
Am 22.11.1917 setzt sich die Kamm-Phase Malinowskis fort: "Am Vormittag mit Schildpatt Zeit vertrödelt. (...) Um 10 Schildpatt und Werkzeug gesucht Morgentee mit den Damen; um 11 von Bunting zu Vorzugspreis Schildpatt gekauft. (...) Bereits morgens gewillt, dem Herumbasteln mit Schildpatt zu widerstehen. Am Nachmittag retrosp. geschrieben, aber um 4 unterbrochen, um Kämme anzusehen."
Auch in den nächsten Tagen dreht sich alles um die Kammschnitzerei: "Um 11 Uhr ging ich zum Tee, ich sah nach Arbeit am Kamm. Später arbeitete ich sogar in der fürchterlichen Hitze am Kamm. (...) Manchmal dachte ich daran, E.R.M. [seine Freundin] zu schreiben. Aber meine Zeit ging für die Kämme und für Plauderei drauf."
23.11.1917: "Wir fuhren in Richtung Kwatou. Sahen ein paar Boote. Ich machte Zeichnungen von den Ornamenten. Wissenschaftliches und künstlerisches Interesse (Schildpatt-Manie) kombiniert."
24.11.1917: "Ich ging Smith besuchen, der mir einen Vortrag über das Biegen der Kämme hielt, und dann sprach ich mit ihm über Muster."
Doch dann am 25.11.1917 die ersten künsterischen Enttäuschungen:
"Dann beschloß ich, um die Insel zu spazieren (...), aber ich fühlte mich fiebrig und besuchte Smith. Er sprach davon, meine Zeichnungen seinem Bruder zu schicken; ich war entsetzt bei der Vorstellung, daß ich die Muster gezeichnet, ihm die Idee geschenkt hatte und er sie kommerziell ausbeuten wollte. Aber ich kam darüber hinweg. Ich ging wieder nach Hause; setzte mich nach dem Lunch hin und machte Zeichnungen."
Am 28.11. schließlich, kurz vor einer Reise in eine andere Region, erwähnt der schwierige Künstler verärgert ein letztes Mal seine Kamm-Leidenschaft:
"Ich ging auf die untere Veranda, machte ein paar Zeichnungen. Ging Smith besuchen: verärgert über Fehlschlag, Klagen über die 'Dummheit der Engländer', die keine geeigneten Werkzeuge oder Laubsägen haben."
(Malinowski 1985, S. 113-123)

Krank (Schnupfen), nicht in der Uni.

[17.3.2003]
Voyages: Scientific Circumnavigations 1679-1859. Beschreibung der Reisen von Dampier, Anson, Bougaonville, Cook, la Perouse, Freycinet, Duperrey, d'Urville, Laplace, Vailant, Kotzebue, Darwin, Wilkes und Novara. Tw. allerdings auch Nordpassage/Beringstraße.

[12.3.2003]
Wunder, Zauber und Religion
So klar, finde ich, hat noch niemand eines der größten Missverständnisse ausgeräumt, die es heute immer noch mit fremden Glaubenssystemen gibt:
"Man needs miracles not because he is benighted through primitive stupidity, through trickery of priesthood, or through being drugged with "the opiate for the masses", but because he realizes at every stage of his development that the powers of his body and his mind are limited."
Malinowski, "The Foundations of Faith and Morals", S. 5

Die großherzige Schiffshenne
Garcia de Loiasa fuhr 1525 als zweiter nach Magellan in die Magellanstraße. Auf dieser Reise, von der der spanische Hofarchivar Anton Herrera berichtet, gingen einige Proviantschiffe verloren:
"But there was no hope of finding fish in this deep sea. When they got further to the north, and began to find the weather warmer, a hen on board the tender laid an egg every day. So valuable was this small resource to people in their distressed circumstances, that the captain of the tender was offered 1000 ducats for this hen, which he refused, because he had no other fresh provisions for his sick."
Aus Callander, Vol I., S. 114-115

Cronología de Viajes, expediciones y acontecimientos de cruce de culturas. Unvollständige Liste von Entdeckungsfahrten.

[11.3.2003]
Rippe ist wunderbar. Ich denke, ich kann mit ihm einen Großteil des Ethik-Theorie-Teils bestreiten. Außerdem erwacht die Grundidee meiner Arbeit wieder neu, nachdem mich dieses Buch vor etlichen Jahren zur Kernfrage meiner Arbeit brachte. Motivationsschub.

[10.3.2003]
Rolf Walter durchgelesen und mit Rippe begonnen.

[4.3.2003]
Wissenschaft mit Geist und Gymnastik
Der Feldforscher Bronsilaw Malinowski in seinem Feldtagebuch 1918 in Neuguinea:
"Es wurde dunkel, ich ging nach Lobwoyla, machte im Regen gymnastische Übungen. Kontrollierte meine Nerven, besann mich auf heroische Impulse. Mond und die Sterne zwischen Wölckchen; ich dachte daran, wie notwendig es ist, sich geistig auf die Gymnastik einzustellen; Gymnastik als wichtige Form der Einsamkeit und der geistigen Konzentration. Was auch kommen mag, ich darf nie versäumen, 3 mal täglich Gymnastik zu machen. (...) Die Gymnastik beruhigte meine Nerven, stellte mein Gleichgewicht wieder her und brachte mich in ausgezeichnete Stimmung. - Mit Gymnastik und einer regelmäßigen Lebensweise sollte es mir gelingen, gesund zu bleiben und meine wissenschaftlichen Pläne auszuführen. Die einzige Gefahr ist, mein Herz zu überanstrengen."
(Malinowski 1985, S. 167-168)

[2.3.2003]
Yammerschoonering
Der Naturforscher Charles Darwin, 1832 auf einer Südamerika-Reise, erzählt von einem ganz besonders prägenden Wort, das die Feuerlandindianer ohne Pause verwendeten:
"Young and old, men and children, never ceased repeating the word 'yammerschooner,' which means 'give me.' After pointing to almost every object, one after the other, even to the buttons on our coats, and saying their favourite word in as many intonations as possible, they would then use it in a neuter sense, and vacantly repeat 'yammerschooner.' After yammerschoonering for any article very eagerly, they would by a simple artifice point to their young women or little children, as much as to say, 'If you will not give it me, surely you will to such as these.' (...)
The first and last word was "yammerschooner." When, entering some quiet little cove, we have looked round and thought to pass a quiet night, the odious word 'yammerschooner' has shrilly sounded from some gloomy nook, and then the little signal-smoke has curled up to spread the news far and wide. On leaving some place we have said to each other, 'Thank heaven, we have at last fairly left these wretches!' when one more faint hallo from an all-powerful voice, heard at a prodigious distance, would reach our ears, and clearly could we distinguish -- 'yammerschooner.'
"
Michael Taussig, ein amerikanischer Wissenschaftler, kommentierte diesen Absatz und meinte gar:
"It seemed as if it was the sound of the air itself, a savage melody 'vacantly repeated'. Yammerschooner. The word hangs strangely on the English ear as we hear it through Darwin's sounding it out, the same way we might try to translate a sound of nature, the sea rolling, the waves crushing, the wind shrieking alongside the glaciers and the still water beneath them. Yammerschooner!" (Taussig: Tierra del Fuego - Land of Fire, Land of Mimicry. In: McEwan, 1997, S. 168)
... mehr Beiträge
Cursor
[31.03.2003] [Kommentare: ]
Französisches Taschenmesser
french_knife.jpg Die armen Franzosen müssen wirklich einiges einstecken. Aber über den hier muss man auch als Weasel lachen.
Via ITW
|ö| = KerLeone

[31.03.2003] [Kommentare: ]
Urbane Fertigkeiten
Am Morgen im Bett liegend bei vorgezogenen Vorhängen am Geräusch der Autoreifen auf der Straße erraten, ob es geregnet hat oder nicht.
|ö| = KerLeone

[30.03.2003] [Kommentare: ]
War mal wieder ne lange Redaktionsnacht beim Spiegel
"Der Protest gegen den Irak-Krieg will nicht verstummen. Weltweit gingen am Samstag wieder Zehntausende auf die Straße, allein in Deutschland demonstrierten knapp hunderttausend Menschen für den Frieden."
Hier.
|ö| = KerLeone

[30.03.2003] [Kommentare: ]
Zitat zur Sommerzeit
"wieso, ist doch schön. jedenfalls kann ich dann heute nacht ne stunde länger schlafen. wie - uhr wird vorgestellt? dann schlaf ich halt zwei stunden länger."
Von hier.
|ö| = KerLeone

[30.03.2003] [Kommentare: ]
Wie man irakisches Fernsehen wirklich sieht
Vor ein paar Tagen gab es bei MSN eine Story, How to watch Iraqi TV on the Web. Allerdings musste man erst einen offenen holländischen Proxy finden, weil der Stream nur für Holländer angeboten wird, damit er nicht überlastet wird. Sehr kompliziert.
Ohne es zu wissen, haben die Kollegen von Industrial Technology & Witchcraft aber einen viel besseren Trick parat: Einfach die Adresse von dem Stream (rtsp://stream01.xs4all.nl/encoder/dsltv03.rm) direkt in den Real Player kopieren, dann fällt die Prüfung aus, ob man eine holländische IP-Adresse hat.
Man wird sich dann einige Minuten arabische Gesänge ansehen, sich an dem Grusel erfreuen, irakische Propaganda im Haus zu haben, und überhaupt stolz sein, dass man wieder jemanden ausgeschmiert hat. Und dann wird man wieder ausschalten...
|ö| = KerLeone

[29.03.2003] [Kommentare: ]
Sinnbild für die aktuelle politische Lage
push_ziehen.jpg

(Und, wer gibt die beste Erklärung ab, warum die Beschriftungen auf dieser Tür unterschiedlich sind?)

|ö| = KerLeone

[29.03.2003] [Kommentare: ]
Haemolator aus Bad Salzuflen
Liste der Erfindungen und Patente des proktologischen Instituts Bad Salzuflen: "Haemolator (...) Diese werden an eine Salbentube aufgeschraubt und entleeren bei Druck auf die Tube aus seitlichen Öffnungen gezielt die Salbe im Analkanal. Durch Drehbewegungen lässt sich gleichzeitig eine Massage in diesem Bereich durchführen."
Was es nicht alles gibt. Bei der Namenskonferenz der Erfinder wäre ich gerne dabei gewesen.
|ö| = KerLeone

[29.03.2003] [Kommentare: ]
Wortwechsel
Man könnte das betagte Revolutionswort "Establishment" zeitgemäß durch "Embeddedment" ersetzen.
|ö| = KerLeone

[27.03.2003] [Kommentare: ]
Lieblings-Anti-Kriegs-Song
Es ist mir sehr unangenehm, dass man überhaupt so eine Rubrik einrichten muss, aber in solchen Zeiten leben wir eben.
Hidden Nation Crew sind aus Wien und machen Hip-Hop. Ihr allerneuster Streich: Bomben. Ein ganz feines Stück Musik: wie dieser schleppende Beat mit dem stechenden Reim die Stimmung der Bomenbilder widergibt.
|ö| = KerLeone

[27.03.2003] [Kommentare: ]
The National Office of Green Pictures
nachtsicht_tubbies.jpg
Seen through a night-vision camera, U.S. troops parachute out of a C-17 transport plane into Kurdish-controlled northern Iraq. About 1,000 paratroopers from the U.S. Army's 173rd Airborne Brigade secured a key airfield in the area.
|ö| = KerLeone

[26.03.2003] [Kommentare: ]
Kriegsgewinnler
Bin ich doch glatt auf Platz vier bei Google mit der Suchanfrage "Filter für Gasmasken kaufen".
|ö| = KerLeone

[26.03.2003] [Kommentare: ]
Lustiges vom Photo-Blog
Heute wegen Krieg geschlossen und Dipl. Ing Dr. Gerhard Poppen und Partner.
|ö| = KerLeone

[26.03.2003] [Kommentare: ]
Falls Sie es noch nicht wussten...
"Deutschland ist Mittäter und Helfer des Angriffs auf den Irak. 7000 US-Soldaten wurden für den Angriffskrieg freigestellt, weil die Bundeswehr die Bewachung von rund 95-US-Militärstützpunkten in Deutschland übernimmt. (...) Das deutsche und französische Kapital verfolgen eigene Interessen im Nahen Osten, das ist der Hintergrund des Geredes vom Frieden. Sie wollen sich ganz einfach nicht die Butter vom Brot nehmen lassen."
Ende der kommunistischen Durchsage (von einem Flugblatt in der Mensa). Ich werde in Zukunft öfter mal einen Blick in meinen Geldbeutel werfen uns schauen, was das Kapital da so treibt. Im Zweifelsfall werde ich es dann anweisen, sich die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Habe ich das soweit verstanden?
|ö| = KerLeone

[26.03.2003] [Kommentare: ]
Supernerdphantasien
Supernerdphantasien
|ö| = KerLeone

[26.03.2003] [Kommentare: ]
Heute: Open Mic beim Fernsehen
Malorama vergleicht das aktuelle Gequassel beim Fernsehen zu den Kriegsbildern treffend mit dem beim Open-Mic-Abend im Irish Pub. Treffend. Andere meinen, das sei wie in einer Sportschau. Oder wie in einem Computerspiel. Stimmt auch irgendwie.
Aber wie soll man es besser machen? Ich weise dann immer darauf hin, dass die Absurdität nicht in den Redaktionen erzeugt wird. Das Absurde ist der Krieg selbst, vor allem wenn er uns ins Wohnzimmer geliefert wird. Jede Reaktion darauf, das wird mir immer stärker bewusst, sei es lamentieren über die Medien, sei es hektischer Friedensaktivismus oder sei es lakonisches Herstellen von Normalität ("Mei, des is im Krieg halt so"), ist letzendlich eine Form der Krisenbewältigung. Und das macht jeder anders. Ein Großteil der Streitgespräche, die jetzt überall stattfinden, sind sogar im heimlichen Innersten nur Steitgespräche darüber, mit welcher Strategie man sich der inneren Verwirrung am besten widersetzen kann.
|ö| = KerLeone

[25.03.2003] [Kommentare: ]
Allgemeiner Brauch der Amerikaner
Man muss, wenn man das Gebärden der amerikanischen Krieger verstehen möchte, vielleicht auch mal die Kriegs-Opposition beobachten. Die rührt fast ebenso heftig und professionell die Trommel. Vor ein paar Tagen hatte ich hier auf den durchaus polemischen offenen Brief von Michael Moore gelinkt und jetzt habe ich gerade diese Website von amerikanischen DJs gefunden, die sogar Banner und Reden bereitstellen. Macht sich vielleicht doch bemerkbar, dass sie da drüben alle Rethorik an der Schule belegen können.

|ö| = KerLeone

[25.03.2003] [Kommentare: ]
Spiegel über Salam Pax
Mittlerweile schreibt auch der Spiegel, oder sagen wir besser, Frank Patalong, über Dear Raed. Frank Patalong ist soetwas wie das andere Ende der Weblogs, die Hälfte seiner Nachrichten findet er in der Weblog-Szene, und manchmal gibt er es sogar zu.
Nun also über das irakische Weblog von Salam Pax. Schön und gut, irgendwann geht alles einmal den Mainstream hinunter. Aber kann man bei 2000-7000 Besuchern pro Tag wirklich sagen, die Website gehöre längst zu den populärsten im Internet überhaupt? Ist es wirklich schon so schlimm bestellt um die Besucherzahlen von Spiegel-Online?
Aber ansonsten hat er schon Recht: "Keine professionelle Medien-Website schafft es, eine solche Vielzahl von medialen und privaten Quellen nonstop zu beobachten und die Informationen zu bündeln, wie die wirklich guten Blogs.(...)Warblogging ist gelebte Skepsis."
|ö| = KerLeone

[24.03.2003][Kommentare: ]
Photos von der New Yorker Demo
Der in Kriegsfragen neutrale Blogger Jason Kottke hat auf seiner Website 46 schöne, große Photos von der Anti-Friedens-Demo am Samstag in New York.
|ö| = KerLeone

[23.03.2003] [Kommentare: ]
Subtile Wissenschafts-Soziologie
zettelkasten_japanologie.jpg
Zettelkasten Japanologie

zettelkasten_ethnologie.jpg
Zettelkasten Ethnologie
|ö| = KerLeone

[21.03.2003] [Kommentare: ]
Aktion "Angst und Schrecken"?
"Mord und Totschlag" würde besser passen.
|ö| = KerLeone

[21.03.2003] [Kommentare: ]
Flächenbrand: Schwabinger Abrüstung
Der Krieg scheint sich rasant auszubreiten: Erste Anzeichen heute auch in Schwabing, Ohmstraße. Ich stell mein Fahrrad ab, und da sehe ich hinter einer Telefonzelle eine scharfe Patrone auf dem Bürgersteig liegen. So fängts an, sag ich!
Weil ich mit allen Weapons of Mass Destruction, die über ein Luftgewehr hinausgehen, wenig Erfahrung habe, habe ich die Polizei angerufen. Ich hätte ehrlicherweise nicht gewusst, was man mit einer Patrone macht, wenn man damit niemanden totschießen möchte. Mülleimer? Vergraben? Oder Aufheben, für den Fall dass die Amerikaner einmarschieren und uns Demokratie und Freiheit bringen wollen? Die Polizei hat das widerliche Ding dann abgeholt, und mich davon erlöst. Interessant, wenn man an sich so eine totale Jungfräulichkeit und ängstliche Naivität im Bereich Schußwaffen entdeckt. Glücklicherweise muss man sich dafür nicht mal schämen. Im Gegenteil, ich bin ja jetzt eigentlich ein unilateraler Abrüster.
|ö| = KerLeone

[21.03.2003] [Kommentare: ]
Amerikaner lesen zunehmend europäische Medien
In Folge der gleichgeschalteten Berichterstattung in vielen, wenn auch nicht allen amerikanischen Medien haben nichtamerikanische Medien seit Beginn des Jahres deutlichen Zulauf von amerikanischen Lesern, berichtet Wired. Ein New York Times Kolumnist meinte, vor allem das amerikanische Fernsehen würde dein Eindruck machen, es berichte über "einen anderen Planeten als ausländische Medien".
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich ebenfalls amerikanische Medien konsumiere, um meine Sichtweise zu erweitern. Das ganze hat also nicht unbedingt etwas mit "wahr und falsch" zu tun. Sondern mit Schwerpunkten der Berichterstattung. Während bei CNN das taktische Vorrangehen des Krieges im Mittelpunkt steht, erfährt man bei Spiegel-Online mehr über die internationale Empörung darüber.
|ö| = KerLeone

[20.03.2003] [Kommentare: ]
Neues aus der Wearable-Szene
wrist_pda.jpg Wired hat heute einen ausführlichen Artikel über zwei neue Uhren: Fossils PDA-Watch ist ja schon länger geplant, sie wird im Mai auf den Markt kommen. Microsoft stellt mir ihrer SPOT-Uhr dagegen ein Gerät vor, das Nachrichten (und Werbung, nehme ich an) über Radiowellen empfängt und auf dem Display darstellt. Zur Palm-Uhr schließt sich ein sehr interessanter Bericht zur Entwicklung des außergewönhlichen Spielzeugs an.
|ö| = KerLeone

[20.03.2003] [Kommentare: ]
Website des irakischen Fernsehens gehackt
Vor einem Monat von mir entdeckt und in diesem Blog zu lesen. Heute nun auch bei Telepolis.
|ö| = KerLeone

[20.03.2003] [Kommentare: ]
Where is Salam?
Das einzige (angebliche, muss man mit vorsichtigem Zweifel dazusagen) Weblog von einem Iraker aus dem Irak, genauer aus Bagdad, Where is Raed, ist nicht mehr zu erreichen. Heute früh hat er noch über entfernte Explosionen berichtet. Eigenartig. Mit dem Angriff hat das nichts zu tun, denn das Weblog liegt nicht auf einem irakischen Server. Es liegt bei dem amerikanischen Blogspot.com, welches weiter ereichbar ist. Diskussion für Verschwörungstheorien eröffnet.
Update: Hier die technische Erklärung für die Nichterreichbarkeit von einigen Rechnern aus: Es ist der Unterstrich!
|ö| = KerLeone

[20.03.2003] [Kommentare: ]
Nueva Conquista
"Wo hat es je Menschen gegeben, die der Sucht nach Handels- und Tauschgewinn so vollständig verfallen waren? Zerstörte Städte, ausgerottete Völker, Millionen erschlagener Menschen, völliger Umsturz im reichsten und schönsten Weltteil, nur weil man Perlen und Pfeffer einheimsen wollte! Es waren Siege ohne höheren Sinn. Nie hat Herrschsucht, nie Parteileidenschaft die Menschen zu so schrecklicher Feindschaft gegeneinander gehetzt und so elend ins Verderben gestürzt."
Michel de Montaigne, 16. Jhd, über die Eroberung Amerikas (Essais III,6).
|ö| = KerLeone

[19.03.2003] [Kommentare: ]
Finnamibisch
Warum viele Namibier finnische Namen haben.
Via Fazia per Mail
|ö| = KerLeone

[19.03.2003] [Kommentare: ]
Gegenpolemik
Michael Moore, der Filmemacher von "Bowling for Columbine" hat einen offenen Brief an George W. Bush geschrieben. Er trifft damit vermutlich sogar sehr gut den Tonfall, mit dem man in den USA solche Themen bespricht.
Via Daypop
|ö| = KerLeone

[18.03.2003] [Kommentare: ]
Drei Tage, dann kommt Nigeria-Spam
In unserem Ethno::log haben wir vor einigen Tagen einen Artikel über unseren Arbeitskreis Tourismus eingestellt. Dabei eine E-Mailadresse, die extra für diesen Zweck eingerichtet wurde. Es dauerte keine drei Tage, da kam die erste Mail von der Nigeria-Connection. Innerhalb diese Zeit muss also ein Suchroboter für Emailadressen auf unserer Seite gewesen sein. Die Serverlogs sind zwar normalerweise sehr umfangreich, aber die Besucher vom Ethno::log sind größtenteils Deutsche, oder aber sie kommen über Suchmaschinen. So konnte man die IP-Adressen des Bots gut reduzieren. Aber letztendlich ist bei dieser Analyse auch nicht mehr herausgekommen, als dass die Mail-Bots über einen spanischen, einen kanadischen oder einen amerikanischen Provider agieren. Evtl. werden die Adressen ja auch gekauft. Dann allerdings wäre die Verzögerung sicher größer als drei Tage.
|ö| = KerLeone

[17.03.2003] [Kommentare: ]
Blinken für den Frieden
heidi_kabel_knipst.jpg Täglich exakt um 20.00 Uhr: Einfach 2 Minuten lang das Licht an- und ausknipsen. In so vielen Zimmern wie möglich. Je mehr Fenster blinken, desto mehr Beachtung findet unser Wunsch, dass wir Frieden wollen. Auch Promis blinken mit! (The Lightwave).
Zum Totlachen. Vor allem die Alte da am Lichschalter (Heidi Kabel). Und wer drei Minuten blinkt wünscht sich auch noch Frieden in Afrika, oder wie? Oder: kurz-lang blinken bedeutet: Bin auch gegen Hunger auf der Welt.
Das wird doch immer absurder. Man könnte ganze soziologische Arbeiten schreiben über Ästhetik, Selbstverständnis und Kultur von Friedensbewegungen.
Via Monoklon
|ö| = KerLeone

[16.03.2003] [Kommentare: ]
The Illustrated Enemy
anti_war_artists.jpg
The Illustrated Enemy - Politische Illustrationen und Karikaturen des Feindes aus dem Ersten Weltkrieg.
Via What A lovely war
|ö| = KerLeone

[14.03.2003] [Kommentare: ]
Promotion: Fr. Knigge-Illner hat gesprochen.
Der Spiegel hat ein Interview mit einer Frau Knigge-Illner über das Promovieren. Kann in allem nur zustimmen, was die Frau so sagt, möchte aber zwei Tipps hinzufügen:
- Weblog führen
- Lesereise machen
Und welches Problem sie nicht löst, ist, wie man in den Semesterferien nicht nur der Vereinsamung, sondern dem Verrücktwerden in der Bücherei entkommen kann, in der den ganzen Tag zu 50% nur ernsthaft Geistesgestörte herumrennen. Der Internetsüchtige Neurotiker etwa, der seit fast drei Jahren jeden Tag acht Stunden am Rechner eine Politiksimulation spielt, ist neulich ausgerastet: Er ist aufgesprungen und zweimal voller Aufregung zur gegenüberliegenden Wand gehastet und hat seine Hand wortlos eine Sekunde an die Wand gedrückt. Da soll man sich mal ordentlich konzentrieren!
|ö| = KerLeone

[13.03.2003] [Kommentare: ]
Afrikanische Reklamekunst
omo_afrika.jpg
[13.03.2003] [Kommentare: ]
Hirnprothese
Gerade zum richtigen Zeitpunkt haben Wissenschaftler die erste Hirnprothese entwickelt. Endlich hat die Zukunft der Erde wieder eine Chance. Das schwierige wird allerdings sein, alle Idioten hier zu überzeugen, dass sie so ein Prothese brauchen...
|ö| = KerLeone

[13.03.2003] [Kommentare: ]
Wozu ...
... braucht man eigentlich 16,7 Millionen Farben? Eine interessante Debatte beim Praschlpeter.
|ö| = KerLeone

[13.03.2003] [Kommentare: ]
RSS-Feed-Reader
Kommentiertes Liste von von RSS-Feed-Reader (damit kann man eine ausgewählte Anzahl von Nachrichten oder Weblogs, die wie ich einen RSS-Feed anbieten, übersichtlich in einem Programm lesen).
Bei dieser Gelegenheit: Wer liest meinen RSS-Feed? Ist alles ok? Gibt es Fehler?
Via Netbib
|ö| = KerLeone

[12.03.2003] [Kommentare: ]
Was hab ich gesagt!
Wenn selbst Google nicht mehr weiter weiß, erzählt mir der alte Zeldler gleich von zwei Personen dieses Namens! Ich bin begeistert!
(Siehe vier Meldungen vorher)
|ö| = KerLeone

[12.03.2003] [Kommentare: ]
Warrior Woman
warrior_woman.jpg Photogallerie von Dan Winters für die New York Times.
NYTimes erfordert einmalige kostenlose Registrierung
|ö| = KerLeone

[12.03.2003] [Kommentare: ]
Verlassene Anstalten
verlassene_anstalten.jpg
Eine Sammlung verlassener Anstalten, wie Hospitäler, Irrenhäuser oder Sanatorien. Leider nur Außenbilder, aber trotzdem sehr schön.
Via UltimateInsult
|ö| = KerLeone

[12.03.2003] [Kommentare: ]
Neudruck
the_coalition.jpg
Wenn das so weiter geht, werden die USA ihre Flugblätter wohl bald neu drucken müssen.
|ö| = KerLeone

[11.03.2003] [Kommentare: ]
Enzyklopädie aus dem 18. Jahrhundert online
Im Digitalisierungszentrum der Bayrischen Staatsbibliothek kann man online das riesige "Grosse vollständige Universal-Lexicon aller Wissenschaften und Künste (Zedler)" abrufen. Es stammt aus dem 18. Jahrhundert. Ich habe dort bereits einige Einträge gefunden, z.B. Personen aus dieser Zeit, die in modernen Enzyklopädien nicht mehr zu finden sind.
|ö| = KerLeone

[11.03.2003] [Kommentare: ]
Wagenleben - Leben wagen
Was für ein kitschiges Wortspiel, aber das ist der Titel der interessant klingenden empirischen Studie über das Leben und Wohnen in fahrbaren Behausungen. Und das beste: Autor Herbert Kropp wohnt selber im Bauwagen. Gibt es in der Wissenschaft eigentlich Probleme mit "Befangenheit"?
Nicht beachtet wurden in der Studie allerdings, die nichtstationären Wohnmobil-Bewohner, die auf der Straße stehen, jeden Tag woanders. Das wäre richtig interessant, weil das ja völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit abläuft.
Via kollektiv
|ö| = KerLeone

[11.03.2003] [Kommentare: ]
Tendertron ist Ethnologe
tendertron.jpg Von der Comic-Serie " We are Robots" gefällt mir eindeutig der Tendertron am Besten. Ich hab mich kaputtgelacht. "Why do you call me 'robot'! I am a mechanical american, you racist!"
Wie man eindeutig aus der Kulisse erkennen kann: Tendertron studiert Ethnologie. Schlimmer noch. Vermutlich sind 50% aller Ethno-Studenten Tendertrons, irgendwie.
Via Cartoonist
|ö| = KerLeone

[10.03.2003] [Kommentare: ]
"Der Weblog-Boom kommt nach Deutschland"
Am 7. März startet 20six unter der Internetadresse www.20six.de. Das deutsche Pendant zu erfolgreichen US-Sites wie "Blogger" und "Live Journal" will mit seinem Angebot einem breiten Publikum in Deutschland den Spaß am "Bloggen" näher bringen, schreibt ebensolche Firma in ihrer Pressemitteilung.
Toll! Ich überlege mir mitzumachen. Ich meine, Kommunikation gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Und bei so einem Boom möchte man ja dabei sein. Und außerdem: Stefan hat keinen Bock auf den Abwasch, Lea stöhnt zu laut beim Sex, Wolfgang möchte alles ausdiskutieren: Manchmal muss man Frust und Freude mit den Lebensabschnittspartnern in den eigenen vier Wänden unbedingt rauslassen, und zwar schnell.
Mal ganz ohne Ironie: Der Service ist ja gut. Aber lasst - mit den Worten vom Schockwellenreiter - mal eure Pressemeldungen und Websites von jemandem schreiben, der was von Journalismus versteht. Wenigstens ein bisschen.
|ö| = KerLeone

[10.03.2003] [Kommentare: ]
Modernes Theater
Joseph DeLappe, amerikanischer Künstler und Professor, hat eine Fernsehserie von 1994 in dem Shooter-Game Quake3 live im Internet nachgespielt. Die NYTimes hat einen Artikel dazu.
Besonders witzig finde ich ja, dass er sich für die Aufführung anscheinend einen ganz normalen Gameserver ausgesucht hat. Sozusagen Kunst in andere Räume hineingetragen. Dafür wurden die Handlungsakteure allerdings auch recht häufig erschossen. Tja, jeder soziale Raum hat eben seine Gesetze und seine Probleme ...
|ö| = KerLeone

[10.03.2003] [Kommentare: ]
Kein Zeit zum Selberbloggen?
Warum nicht den Blog Story Generator verwenden? Mit Style Sheets für Schockwellenreiter und Praschl.
Via Katatonik
|ö| = KerLeone

[7.03.2003] [Kommentare: ]
Skifahren
KerLeone ist übers Wochenende Skifahren. Früher was das mal eine netter Sport, aber heutzutage ist es eine perverse Massenveranstaltung mit einem Flair wie im allerschlimmsten Cluburlaub. Vielleicht schafft KerLeone irgendwann mal den Wechsel zum Skitouren-Laufen...
Bis Sonntag!
|ö| = KerLeone

[5.03.2003] [Kommentare: ]
Die Herkunft von "Jim Knopf"?
Ich bin gerade bei meiner Arbeit über die Geschichte von einem Jungen namens Jemmy Button gestolpert. Im Jahre 1831 fuhr der Naturforscher Charles Darwin nach Südamerika. Auf die Rückreise nach England nahm er verschiedene Feuerlandindianer mit. Die wollten natürlich oft nicht freiwillig mitkommen, und so musste Darwin sie teilweise "eintauschen". Einen Jungen tauschte er unter anderem gegen Knöpfe ein, deshalb taufte die Mannschaft ihn "Jemmy Button". Einige Jahre später wurde der Indianer übrigens wieder zurückgefahren.
Weiss irgendjemand, ob der Name "Jim Knopf" aus dem bekannten Kinderbuch von Michael Ende daran angelehnt ist? Oder hat noch jemand die Geschichte im Kopf: Woher kam dieser Jim Knopf? Nicht dass ich es wissen müsste - aber ich fände das eine interessante Anekdote.
|ö| = KerLeone

[5.03.2003] [Kommentare: ]
Netter Absatz
"Mr. Brancatelli's computer refused to cooperate. Faces fell as the technology people gathered around it, murmuring that most disconcerting epithet in the computer expert's vocabulary, 'Hmmmm.'"
(Aus einem sonst nicht so lesenswerten Artikel der NYTimes.)
|ö| = KerLeone

[4.03.2003] [Kommentare: ]
Marketing mit Weblogs
Dr. Pepper fliegt Weblog-Kiddies nach Dallas und hofft dass sie dann über ein neues Produkt berichten, und dass dann irgendwann alle Weblogs darüber schreiben.
Tolle Idee. Funktioniert. Ich mach auch schon mit. Wo kann man das Zeug kaufen? Pina Colada Chaos klingt großartig.
|ö| = KerLeone

[4.03.2003] [Kommentare: ]
Open Source Verfassungen
Tolle Idee: Verfassungen von Staaten im Open Source Stil entwerfen. Aber ob das Sinn macht? Und überhaupt, was ist denn dieses plötzliche Gerede vom postnationalen Staat?
Eine Verfassung allein macht allerdings auch noch keinen guten Staat. England hat eine schreckliche, völlig veraltete Verfassung - und alles läuft gut. Andererseits: Wie oft hat man in der Verfassung der Weimarer Republik die verantwortlichen Fehler für das Entstehen des NSDAP-Regimes gesucht und gefunden.
Aber egal. Die Idee gefällt mir. Aber andererseits: Ist denn nicht sowieso schon jede Verfassung Open Source? Hmmm.
Via Kottke
|ö| = KerLeone

[4.03.2003] [Kommentare: ]
1200 persische Weblogs
"There are more than 1,200 Persian blogs, which focus largely on social rather than political issues, such as the opposite sex, music and films", schreibt die BBC
|ö| = KerLeone

[4.03.2003] [Kommentare: ]
Das alte Amerika
Martin Zips, einer der begabetesten Journalisten der Süddeutschen Zeitung, hat eine sehr schöne Reportage, eine Momentaufnahme aus Amerika, irgendwo in Amerika, genauer gesagt aus Florida geschrieben.
Privatarchiv
|ö| = KerLeone

[4.03.2003] [Kommentare: ]
Linksammlung verlassener Plätze
Roland von Ronsens hat eine wunderbare Linksammlung zu verlassener Architektur, in der man all die Seiten über verlassene Vergnügungsparks, leere U-Bahn-Höfe, Bunkeranlagen und andere urbaner Abenteuerplätze wiederfindet, die bisher irgendwann einmal durch die Weblog-Szene hindurchgereicht wurden.
|ö| = KerLeone

[3.03.2003] [Kommentare: ]
pentax/marketing.* ren gaga.*
Der Kamerahersteller Pentax hat seine neue Spiegelreflexkamera tatsächlich "*ist D" genannt. Sternchen ist D. Der deutsche Pressesprecher überlegt sich vermutlich schon verzweifelt eine Ingenieurs-Anekdote dazu.
|ö| = KerLeone

[3.03.2003] [Kommentare: ]
Weltbilder
Irgendwann habe ich hier mal mit Lesern diskutiert, wie gefährlich es ist, dass wir immer dieselbe Weltkarte sehen, wo es doch zahlreiche andere Methoden gibt, die Welt darzustellen. Man hat intuitiv etwa das Gefühl, dass Russland und Amerika ziemlich weit voneinander entfernt sind, oder dass Südamerika relativ klein ist. Deshalb hier: A collection of Map Projections
Via Presurfer
|ö| = KerLeone

[2.03.2003] [Kommentare: ]
Weblogs und Wissenschaft
Eine annotierte Liste von (amerikanischen internationalen) Weblogs von Forschern, die ihr Weblog als ein Werkzeug für ihre Forschungstätigkeit einsetzen: research blogs.
Via Netbib
|ö| = KerLeone

[2.03.2003] [Kommentare: ]
Verlassene U-Bahnhöfe
verlassene_u-bahn.jpg London's Abandoned Tube Stations. Das interessante ist, dass die Photos - im Unterschied zu vielen anderen Seiten von verlassenen Gebäuden, wie ich sie hier immer wieder vorstelle - bereits in den 70er Jahren gemacht wurden. Schon damals gab es also diese Art von Abenteurern und Sammlern. Aber erst durch das Internet werden sie sichtbar.
Via Cartoonist
|ö| = KerLeone

[2.03.2003] [Kommentare: ]
Paktete versenden
Bei Posttip kann man sich den billigsten Kurier/Paketdienst für ein Paket mit einer bestimmten Größe/Gewicht anzeigen lassen.
|ö| = KerLeone

[1.03.2003] [Kommentare: ]
Für was ein Handy?
Ich glaube, ich kann mit einem Handy nix mehr anfangen. Aktueller Negativrekord: Handyrechnung Januar 2003: 16 Cent.
|ö| = KerLeone

[1.03.2003] [Kommentare: ]
Annotea
Beim Schockwellenreiter heute auf einen Link auf das W3C-Project Annotea gestoßen. Eine geniale Idee! Ich hatte mir sogar einmal überlegt, etwas ähnliches für meine Seite zu programmieren. Mit Annotea kann man zu Websites Kommentare abgeben, die dann von anderen Lesern gesehen werden können. Das wirklich geniale ist, dass die Kommentare nicht dort gespeichert sind, wo auch die Seite liegt, sondern zentral - momentan noch auf einem Testserver vom W3C, der Organisation, die die Web-Technologien verwaltet. Bei Heise.de etwa finden sich bereits fünf Kommentare. Bei CNN hat jemand darauf hingewiesen, dass Indymedia besser ist. Man kann also auch negativ kommentieren, ohne dass der Website-Betreiber etwas dagegen unternehmen kann. Es ist ein bißchen wie der fiese, dicke Filzstift, den ein kritischer Kopf immer dabei hat um überall anzumerken, was ihm nicht passt.
Momentan ist es noch etwas schwierig, die Kommentare, die bereits überall stehen, lesen zu können - oder auch neue abzugeben. Man benötigt entweder den W3C-Browser Amaya oder diverse Plugins für den IExplorer oder Mozilla.
Eine feine Sache ist auch, dass man nicht nur Kommentare zu Seiten oder Sites abgeben kann, sondern direkt an einer Textstelle eine Notiz einfügen kann, die dann auch dort mit einem Symbol sichtbar wird. Also, Preisfrage: Welche Notiz habe ich bei der Meldung vom Schockwellenreiter über Annotea hinterlassen?
|ö| = KerLeone

Archiv
Suche
RSS-Feed (XML)

PWS 0.5
(Personal Weblog System)

Archivierungs-Tool
(Weblog zum Archiv erweitern)

Ethno::log
(Die ethnologische Glocke)

Korianderbrot
Flash-Kurzgeschichte (2,7 MB)

Literatur
Bearbeiten
transparent


[an error occurred while processing this directive]

Klickeria
um die Ecke
aquí
Blahfunk
Ju
Elephäntville
Was ist Spiritualität
Media-Digest
Rufposten
Waradauti
Zephyrin Xirdal

ahí
Bov
Cartoonist
Goncourt
Hinterding
Indust. Tech. & Witchcraft (†)
Knokblog
Mlrm
Netbib
Parka Lewis
Schockwellenreiter


allí
Bifurcated Rivets
Matt Webb
Kottke
Ultimate Insult

allgemein
Boingboing
DeadFix
The Sixth Ear
Wired (englisch)

computer-shopping
Litec (Schwanthaler Computer)
Norbert Brand
Bauers Computermarkt
Netservice 2000
Lap Power

[an error occurred while processing this directive]

Tracked by AXS Valid CSS Ver. 2!

Mit einer Erfindung vom Mai 1941 hat Konrad Zuse gezeigt, dass ein Rechner aus einer Ansammlung von Transistoren bestehen kann. Diese Webseite wird auf ihrem Bildschirm so angezeigt, weil einige Transistoren in Ihrem Rechner eine bestimmte Stellung einnehmen. Wenn Sie mit dem, was Sie gerade auf Ihrem Bildschirm erkennen, ein Problem haben, wenden Sie sich an die Transistoren in Ihrem Rechner. Falls Ihnen die Kontrolle über die Tranistoren in Ihrem Rechner entglitten ist und Sie mit den Darstellungen auf Ihrem Bildschirm unzufrieden sind, empfehle ich Ihnen, den Rechner auszuschalten. Ich dagegen sehe mich außerstande, Verantwortung für Transistorenstellungen in Ihrem Rechner zu übernehmen (ich kenne Sie ja gar nicht).