Mosaikum 1.0
Von KerLeone


Fragmente aus Raum, Zeit und Medien
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[27.06.2012] 
Aber jetzt mal was über den Darm
Vom Science-Slam - sehr witzig.
Via SWR
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[13.06.2012] 
Luftballon
Ein Luftballon im Frühlingshimmel, ein Freund entdeckt ihn und stößt einen Schrei der Entzückung aus. Die Deutlichkeit, mit der das Kindliche dieses Moments widergespiegelt wird. Erinnerung an Peirce: Der Interpretant als die eigentliche bedeutungstragende Wirkung eines Zeichens.
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[8.06.2012] 
Gespräche zum Wesenhaften
Ich stehe am Serviceschalter des Spielzeugladens. Auf der Theke: meine eben gekaufte Plüscheule, ein Objekt, das geliebt werden soll, das aber momentan im Schein einer Neonröhre wie ein Stück Brot auf dem Tresen liegt, weil es zum Geschenk verpackt werden soll. Die Mitarbeiterin beginnt eine technische Unterhaltung darüber, wie das Etikett abzuschneiden sei, damit der Plastikanker nicht in der Eule verbleibe. Dann aber plötzliche Wende des Gesprächs zum Wesenhaften: Das sei eine schöne Eule, sagt die Verkäuferin. Weiter: Dass sie als Kind ein Stofftier gehabt habe, welches erbärmlich aussah, aber das sie vielleicht gerade deshalb geliebt hat. Und wie sie das sagt: "Also ich hatte ein Huhn!" Die deutlich private Attitüde, fast schon als Frage nach meinen Kindheitserinnerungen, das machte mich sehr zufrieden. Dachte mir: Man sollte mehr wesenhafte Gespräche führen.
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[6.06.2012] 
Die alte blinde Frau
Vor einigen Tagen schon ein sehr rührender Moment: Ein alte Frau im Rollstuhl, ihr Blick in die Ferne gerichtet, weil sie offensichtlich blind ist. Ihre Betreuerin bückt sich zum Grünstreifen hinunter und gibt ihr zwei Gänseblümchen, indem sie diese ihr hinstreckt und die Hand der alten Frau zu den Gänseblümchen führt. Der Blick der alten Frau, die in die Ferne schaut, ist ein wissender: Genaueste Vorstellung, was ein Gänseblümchen ist und was es bedeutet, es in der Hand zu halten. Vielleicht sogar ein Abschied.
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[5.06.2012] 
Der Verrückte
Sonntagnacht sehe ich, kurz vor einem Baugerüst, einen Typ mit langem Mantel, der mir entgegenkommt. Nach ein paar Schritten bemerke ich: der hat eine Bierflasche in der Hand, ein Gehbier, wie man so sagt, was mir auffällt, weil er kein Jugendlicher ist. Und gerade unter dem Baugerüst laufen wir dann in der Enge aneinander vorbei, er mit gesenktem Blick und ich höre ihn murmeln, aber der murmelt nicht mit mir und auch nicht mit dem Gerüst, der murmelt mit sich. Und wie er dann vorbei ist, steigt mir sein Geruch in die Nase: Schweiß, Urin, Alkohol. Aha, denke ich mir. Ein Verrückter. Aber schon kurz danach habe ich Bedenken: Da begegnet dir wer in der Enge, da könnte es zum Austausch kommen und du wertest den gleich ab auf Grund von Vorurteilen. Aber die Sache dann gedanklich doch wieder fallenlassen, weil man muss es so sehen: Soviele Gedanken über einen Verrückten, das war schon mehr Austausch als mit jedem anderen Hanswurst an dem Tag.
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[2.06.2012] 
Lodhur
Lodhur ist übrigens der Gott, von dem wir fast nichts wissen.
(Mircea Eliade: Geschichte der religiösen Ideen II, S. 140).
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[2.06.2012] 
Der singende Kunde
Im Gartengeschäft: Ein Kunde im Trachtenjanker geht singend durch den Laden. Er singt, was er sucht: "Ich brauch an Kasten zum Anhängen ... an Kasten zum Anhängen". Dann stoppt er vor einem Blumenkasten, inspiziert ihn und äußert sich ohne Melodie: "Nah! Der ist nicht zum Anhängen". Dann zieht er weiter: "Ich brauch an Kasten zum Anhängen ... zum Anhängen ... sonst fällt er vom Balkon."
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[1.06.2012] 
Unterhaltung aus der Wohnung
Nachts auf der Straße unterwegs, eine warme Mainacht, fast alles still, nur in der Ferne das Klagen eines abbiegenden Autos, genauer gesagt des Reifens, der abbiegen muss, obwohl er nicht will, ein reibendes Geräusch, lauter als der Motor, das weht herüber. Und dann kommt noch aus einem gekippten Fenster eine dumpfe Auseinandersetzung herausgefallen und bleibt verärgert am Gehsteig liegen, ganz tief und unverständlich. Das hab ich mir dann angeschaut, das Klagen und das unverständlich Dumpfe und hab mir gedacht, schön, wie es da beisammenliegt, das Öffentliche und das Private, auch wenn es heute nicht so fein ist wie sonst, aber immerhin liegt es heute beisammen.
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[1.06.2012] 
RSS-Feed
Ich habe übrigens einen RSS-Feed, ist auch rechts verlinkt. Allerdings ein selbstgeschriebenes Script und deswegen ist es manchmal kaputt, aber jetzt gerade geht es. Aber ich finde es gemein, dass ihr da jetzt alle bei Twitter vernetzt seid, die Herren Goncourt, Malo, Ronsens und gHack!
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