Mosaikum 1.0
Von KerLeone


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4.7.2006
Bei den wilden Franken
Der Gesandte des Kalifen al-Hakam II. aus Cordoba, Sidi Ibrahim ben Achmed at-Tartuschi hat im Jahr 973 seine Eindrücke über die Franken niedergeschrieben und bemerkt:
Aber du siehst nichts Schmutzigeres als sie! Sie reinigen und waschen sich nur ein- oder zweimal im Jahr mit kaltem Wasser. Ihre Kleider aber waschen sie nicht, nachdem sie sie angezogen haben, bis das sie in Lumpen zerfallen."
Harry Kühnel: Mit Seife mißt man die Kultur, S. 61.

3.7.2006
Finnen haben schöne Namen
Zum Beispiel der finnische Kinderazt Arvo Ylppö aus dem letzten Jahrhundert. Aber das ist noch nicht alles. Ylppö besaß auch noch den äußerst seltenen Titel Archiater, angeblich als einziger in ganz Finnland. Dieser Titel, der einen königlichen oder fürstlichen Leibarzt bezeichnet, ist so selten, dass man ihn nicht einmal in Meyers Enzyklopädischem Lexikon findet. Dafür aber im guten alten Zedler aus dem 18. Jahrhundert, das Lexikon, das nicht nur mehr weiß als alle anderen, sondern sich auch immer mehr zu sagen traut. Es schreibt über den Archiater:
Heutiges Tages finden sich einige, die sich aus Hochmuth in beydem Verstande diesen Titel zueignen wollen.
Also, wie auch immer Ylppö zu seinem Titel gekommen ist, er hat es jedenfalls geschafft, seinen Namen damit nochmals zu verschönern und mit vollem Namen dann Dr. Archiater Arvo Ylppö zu heißen. Und als wäre es ihm darum gewesen, bis an sein Lebensende jede Möglichkeit zu nutzen, diese Namen in der Welt zu belassen, hat er mit 68 in einer zweiten Ehe nochmals ein Kind gezeugt.

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[31.07.2006] 
Exerzitien abgebrochen
So eine bescheuerte Idee, das mit der Ordensgründung. Schon gestern mittag kam ich mir selbst so fremd vor, dass ich das ganze Projekt abgebrochen habe. Irgendwie konnte ich an keinen Dingen mehr Spaß finden, weil alles so ideologisch festgelegt war, irgendwie so, dass es nicht mehr meiner Natur entsprach. Eigenartige Erfahrung: Schon nach einem halben Tag Probleme mit der Ideologie haben, die man selbst erfunden hat, wenn auch mehr oder weniger spielerisch. Die Ordenskleidung sofort wieder abgelegt. Ich habe eine Menge dabei gelernt, wenn auch nicht das, was ich beabsichtigt habe. Die nächsten Tage werde ich mich wie geplant durch Oberbayern fahren, und wenn ich Lust habe, lese ich Eliade, oder die Bibel, oder schaue mir eine Kirche an. Aber ohne programmatischen Zwang.
(Achja, und der katholische Gottesdienst war eine Qual, das ist einfach nichts für mich. Ich geh in Zukunft lieber wieder auf den Krichturm und schau runter, das gibt mir spirituell mehr.)

|ö| = KerLeone  [Kommentare: 3]

[29.07.2006] 
Exerzitien in Oberbayern
mefisto_kirche.jpg
KerLeone hat kurzfristig einen Orden gegründet und begibt sich nun mit seinem fahrbaren Pastorat und seiner originellen Ordenskleidung auf eine einwöchige Reise zu den heiligen Orten Oberbayerns. In einem grob geregelten Ordenstag, der mit Sonnenaufgang beginnt, wird neben meiner Doktorarbeit die Beschäftigung mit Religion(en) im Vordergrund stehen. Geistig begleitet mich Mircea Eliades "Geschichte der religiösen Ideen" und die Bibel in der Herder-Übersetzung mit Jerusalemer Kommentar. Außerdem sind Zeiten für handwerkliche Beschäftigung (frei nach den Benediktinern), Zeiten für eingehende Beobachtung der Tiere und der Pflanzen und Zeiten für den Menschen vorgesehen. Und zuletzt soll auch die Kreativität nicht zu kurz kommen, vielleicht bekomme ich mal wieder eine Kurzgeschichte zu Papier. Ergänzt wird das Programm von meditativen Pausen (von denen ich noch nicht genau weiß, wie ich sie füllen soll). Vielleicht einfach nur spazierengehen oder in einer Kirche sitzen. Der Herr wird mich schon zu sich nehmen.
Mal sehen, ob ich so nicht nur der Religionsgeschichte, sondern auch dem Phänomen des Glaubens näher kommen kann, das mir als aufgeklärtem Großstädter bisher etwas fremd erschien. Wenn möglich, wird es hier ein paar Updates geben, ansonsten melde ich mich in einer Woche wieder.
|ö| = KerLeone  [Kommentare: 3]

[26.07.2006] 
Herausforderungen der Evolution
Die größte Herausforderung, vor der die Evolution steht, ist, den Insekten beizubringen, was der Unterschied zwischen einem Licht und der Sonne ist. Und wenn sie das kapiert haben, kann man daran gehen, ihnen zu erklären, was eine Fensterscheibe ist.
|ö| = KerLeone  [Kommentare: 7]

[25.07.2006] 
The Knight Rider dashboard pictures
kitt_dash.jpg
|ö| = KerLeone  [Kommentare: 2]

[25.07.2006] 
Sehr viel Tiere
Die Deutsche Guppy Föderation e.V. gibt bekannt:
Die Tischmann`s haben goldene Hochzeit! (...) Aus dieser amtlich geschlossenen goldenen Verbindung sind zwei Töchter, Enkel und Urenkel und sehr viel Tiere hervor gegangen.

|ö| = KerLeone  [Kommentare: 0]

[25.07.2006] 
Mücke, Sommer, Körper
Interessante Erfahrung (die auch nur dieser Sommer bereithalten konnte): Das Leid, das ein Mückenstich verursacht, vermehrt sich nur bis zum dritten oder vierten Stich. Von da an verteilt sich das Jucken auf alle Stiche, bzw. es wandert von einem Stich zum nächsten. Nie jucken 20 Stiche auf einmal, sondern immer nur zwei oder drei. Nach welchem geheimen Plan welcher Mückenstich wann seinen Juckreiz entsendet, das bleibt allerdings weiterhin ein Geheimnis des Sommers, der Mücke und des Körpers, ein Trio, dass sich in diesem Jahr so intensiv wie nie miteinander beschäftigt.
|ö| = KerLeone  [Kommentare: 3]

[18.07.2006] 
Trail Porn
bombenkrater.jpg Zephyrin hat einen wunderbaren 25minütigen Film aus der Münchner BMX- und MTB-Szene ausgegraben, die sich regelmäßig am sogenannten Bombenkrater trifft, ein BMX-Platz aus den frühen 80ern, der an den bewaldeten Isarauen bei Grünwald liegt. Der Film ist schön, aber noch interessanter sind die Überlegungen von Zephyrin dazu: Ausgehend von der Detailbeobachtung, dass in der Mitte des Films einige Szenen von Counterstrike eingefügt sind, stellt er die These auf, dass diese Elemente zusammengehören und Teil einer weltweiten Cyberculture sind, die sich durch die Art und Weise auszeichnet, wie Technologien für die Konstruktion von Identität verwendet werden.
|ö| = KerLeone  [Kommentare: 1]

[3.07.2006] 
Der Mittagesser
Sebastian Dickhaut ist der Mittagesser: In seinem Weblog schreibt er von Montag bis Freitag über sein Mittagessen und alles, was so drumherum passiert. Sehr schöne Idee. Via Media-Digest
|ö| = KerLeone  [Kommentare: 0]

[1.07.2006] 
The Game Theory of Penalty Kicks
Erklärt zwar auch nicht, warum die Deutschen beim Elfmeterschießen immer gewinnen, ist aber trotzdem interessant: The Game Theory of Penalty Kicks.
Via BoingBoing
|ö| = KerLeone  [Kommentare: 0]
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