Mosaikum 1.0

 Von KerLone


Mini MosaikWissenschaftliches Logbuch

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Öffentliche Ausgabe [Info]
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[30.10.2002]
Diese Woche hauptsächlich mit der Konzeptionierung und Umsetzung von Ethno:log verbracht. Nun, und ich hab auch wieder zu viel Zeit verstreichen lassen. Nächste Woche sollte ich in den drei Tagen die letzten hundert Seiten von Montaigne abschließen. Wenn nicht, werde ich ihn nicht weiterlesen, das fände ich sehr ärgerlich, ich hoffe also das ist mir dann genug Motivation.

[26.10.2002]
Einige wenige Seiten von Montaigne gelesen. Ärgerlich, ich bemerke, wie mir bereits die wichtigsten Gedanken zu ihm alle wieder entschlüpfen.


[22.10.2002]
Eine kleine These ist mir heute gekommen: Montaigne ist ja trotz seiner Ansichten, die ihn als einen Menschen der frühen Neuzeit kennzeichnen, auch ein Romantiker, der verklärt das Heldentum der Antike und das noch von seinem Vater beschworene Rittertum verehrt. Seine Lobreden auf die Indianer beziehen sich auch auf diese spezifische kriegerische Tapferkeitsleistung, wie er sie bei den antiken Feldherren so oft verherrlicht. Könnte es nicht sein, dass sich hier im Indianer ein Bild eingeschlichen hat, welches in Europa kurz zuvor ausgestorben war und gerade begann verklärt im Mythos zu existieren: dem Ritter. Dass sich hier eine Projektionsfläche auftat, die die Werte der Edlen Ritter, nun nicht mehr existent, geduldig übernimmt, weil so weit von Europa entfernt.

So ging das also: Nach Montaigne (S.459) haben die Inkas ihre Kultstätten gebaut, indem sie die Grundmauern immer bis zur jeweils nächsten Steineben mit Erde umgaben, so dass sie die Steine bequem, naja, den Umständen entsprechend bequem, höher schlichten konnten. Dann ist natürlich das Bauen der ägyptischen Pyramiden sicher auch nicht so schwierig gewesen, den Sand gab es da ja in raugen Mengen.

Entweder, Montaigne hatte ein schlechtes Gedächtnis und hier ist ein besonders drastisches Beispiel für seinen lotterhaften Quellenumgang, oder diese Geschichte war in der Antike in verschiedenen Version aktuell:
Bei Sextus Empiricus (glaub ich?) kann man folgende Anekdote lesen:
"Dem Skeptiker geschah dasselbe, was von dem Maler Apelles erzählt wird. Dieser wollte, so heißt es, beim Malen eines Pferdes dessen Schaum auf dem Gemälde nachahmen. Das sei ihm so mißlungen, daß er aufgab und den Schwamm, in dem er die Farben vom Pinsel abzuwischen pflegte, gegen das Bild schleuderte. Als dieser auftraf, habe er eine Nachahmung des Pferdeschaumes hervorgebracht." (Ist irgendwo aus Ricken, Friedo: Antike Skeptiker.)
Montaigne dagegen berichtet:
"Wußte Fortuna nicht selbst den Maler Protogenes in der Beherrschung seiner Kunst zu übertreffen? Er hatte gerade das Bild eines müden und erschöpften Hundes beendet und war mit allen Teilen zufrieden, außer das es ihm nicht gelungen war, Schaum und Geifer des Tieres seiner Vorstellung gemäß abzubilden. Ungehalten über sein Werk schleuderte er den mit verschiednerlei Farben getränkten Schwamm darauf, um alles auszulöschen. Fortuna aber lenkte den Wurf genau auf die Schnauze des hundes und vollendete so, was die Kunst des Malers nicht zu erreichen vermochte."
Hier Hund, dort Pferd, hier Protogenes, dort Apelles. Naja. So war er, der Montaigne.

Montaignes Übersetzer Hans Stilett heißt eigentlich Dr. Hans Adolf Stiehl.
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[1.11.2002] [Kommentare: ]
Stechen, kratzen, brennen, malen
Piercing Eine Konstante menschlicher Verhaltensweisen scheint das Modifizieren des eigenen Körpers zu sein, wie diese Ausstellung an der University of Pennsylvania zeigt.
Irgendwo habe ich neulich ein Werbeplakat gesehen, auf dem sich ein junger Mann seine Augenbrauen-Piercings mit einer Kneifzange wieder abzwickt. Plakatüberschrift: "Just be yourself". Der große Trend zum wandelnden Eisenwarenladen ist also anscheinend vorbei.
|ö| = KerLone


[31.10.2002] [Kommentare: ]
Vom Fernhören und der Taubsicht
Gestern habe ich in der S-Bahn eine nette Geschichte aufgeschnappt. Zwei Frauen haben sich über Brillen unterhalten, die eine hatte bereits eine, die andere glaubte bald eine zu brauchen. Warum, begründete sie damit, dass sie immer so laut fernsehe. Auch ihre Schwester habe sie schon darauf hingewiesen, dass sie nur deshalb so laut fernsehe, weil sie die Dinge nicht mehr genau erkenne und deshalb besonders auf die Lautstärke angewiesen sei.
Eine alberen These, einerseits. Andererseits, die Sinne laufen im Gehirn zusammen. Sie sind irgendwann nicht mehr strikt getrennt, sondern werden zu Wahrnehmung allgemein. Man kennt Fälle (Drogen oder angeborener Fehler), in denen sich die Sinne vermischen. Man sieht dann etwa plötzlich Geräusche.
Dachte dann gleich an dieses hintersinnige Stück von Karl Valentin, bei dem er am dunklen Heuboden eine Magd fragt: "Wieso hörst Du mich, obwohl Du mich nicht siehst?"

|ö| = KerLone


[31.10.2002] [Kommentare: ]
Hohle Veranstaltung
Die SZ (und ich auch schon länger) grübelt, wie das Halloween-Fest sich in Deutschland innerhalb von wenigen Jahren so fest etablieren konnte.
Privatarchiv
|ö| = KerLone


[31.10.2002] [Kommentare: ]
Ausgerannt
DJ Jam Master Jay, Rapper bei Run DMC, wurde gestern in seinem Studio erschossen. Das bestätigt mich abermals in meinem festen Vorsatz, nicht zu Berühmtheit gelangen zu wollen (was mir ehrlich gesagt natürlich außerordentlich schwer fällt).
|ö| = KerLone


[30.10.2002] [Kommentare: ]
Hexenforschung
Die Seite Hexenforschung.de, wird von Klaus Graf von der Uni Koblenz betreut, bekannt auch als Mitschreiber bei der Netbib. Eine wissenschafliche Fundgrube für Interessierte ist dort vor allem die Mailingliste, die auch als Archiv einsehbar ist. Die Seriösität stellt man übrigens ganz einfach mit zwei Sätzen her:
"Vorrangig ist die wissenschaftliche Diskussion, doch sind auch interessierte Laien willkommen. Primär esoterisch Interessierte bitten wir mit dem Listenarchiv vorlieb zu nehmen."
|ö| = KerLone


[30.10.2002] [Kommentare: ]
Kurzportrait Alexander von Humboldt
Ebenfalls in der vorletzten Science kann man ein Kurzportrait (kostenlos nur für Subscriber und Universitäten) von dem berühmten Forscher Alexander von Humboldt lesen, deren Reiseberichte aus Südamerika durchaus auch ethnologisch interessant ist. Einige interessante Literaturhinweise.
Privatarchiv
|ö| = KerLone


[30.10.2002] [Kommentare: ]
Science vs. New Kind of Science
In der vorletzten "Science" ist ein Review (nur für Subscriber/Universitäten abrufbar) von Stephen Wolframs Buch "A New Kind of Science". Es hat natürlich etwas besonderes Pikantes, wenn eine so renommierte Zeitschrift, ausgerechnet mit diesem Namen, auf die sektiererischen Ideen von Wolframs eingeht. Das ist etwa so, wie wenn der Riese Ohl mit einer Ameise redet, die von sich behauptet, der neue Riese Ohl zu sein.
Aber das Urteilt fällt besonnen aus. Die Autorin schreibt: "I think Wolfram is on the right track in proposing that simple computer models and experiments can lead to much progress. This approach may even come to be seen as a new kind of science, though it will be the result of the contributions of a very large number of people (...) Given its length and content, A New Kind of Science is surprisingly readable. Wolfram's use of pictures to illustrate difficult concepts works superbly well, and non-scientists will find it possible to understand much of what he covers. The principal obstacle readers face is the plethora of self- aggrandizement, some statements of which seem like they could not possibly be serious." Heftige Kritik übt sie aber an Wolfram, weil er zahlreiche Quellen und Vorreiter seiner Ideen nicht nennt.
Privatarchiv
|ö| = KerLone


[30.10.2002] [Kommentare: ]
Tipp für die Küche
Wer zu viel Glutamate isst, wird blind, haben japanische Wissenschaftler jetzt bei Versuchen mit Ratten herausgefunden. Das Zeug ist vor allem in Fertigfressi, ganz besonders in den asiatischen 5-Minuten-Suppen. Also, weg mit dem Zaubersalz und dafür lieber anderweitig erblinden (Video, Michael Mittemaier, RealPlayer)
|ö| = KerLone


[29.10.2002] [Kommentare: ]
Neu: Das Ethno::log
tribal_mask.jpg Trara: Nachdem ich einen Kollegen aus meinem Institut, zephyrin_xirdal, nach fast einem Jahr Mosaikum davon überzeugen konnte, wie wertvoll ein Weblog für Wissensbeschaffung, Wissensbewahrung und Wissensverbreitung sein kann, ist es nun soweit. Dank antville.org in einem Tag auf die Beine gestellt, sollte man ab jetzt im Ethno::log alles lesen können, was man im Bereich Ethnologie und Cyberanthropologie von einem Weblog erwartet. ("So don't be surprised to find tech news here. It's not only about bushman drums!"). Damit sind wir das weltweite erste und einzige Weblog für diesen Wissenschaftsbereich. Ob wir durchhalten, wird sich noch zeigen müssen, denn Ethnologen sind - auch in Amerika - nicht besonders präsent im Netz. Newsseiten sind in dieser Wissenschaft aktuell, wenn sie von 2001 sind. Zudem stellt sich die Frage, ob es überhaupt ethnologische Leser geben wird und wie etwa das Institut selbst das Konzept versteht und annimmt. Vorbild ist in jedem Fall die Netbib mit ihrer Verschmelzung des Mediums Weblog mit einem wissenschaftlichen Themenbereich.
Danke an Roland von ronsens, der uns die Antville-Behausung "sonner.antville.org" besorgt hat. Wir musste uns arg verrenken, um da noch einen Bezug herzustellen. Aber irgendwie muss man sich so eine URL ja merken.
Am Mosaikum ändert sich dagegen nichts. Einige Beiträge werden natürlich hier auf deutsch und dort auf englisch erscheinen.
|ö| = KerLone


[29.10.2002] [Kommentare: ]
Hexenwahn in Massachusetts
Salon über eine amerikanische Variante der Hexenverfolgung im Jahre 1692. Immerhin 50-100 Jahre nach den schweren Wellen der Hexenverfolgung in Europa scheint man auch dort in einen kollektiven Wahn- und Bedrohungszustand verfallen zu sein.
|ö| = KerLone


[29.10.2002] [Kommentare: ]
Die größte MP3-Sammlung
81_terrabyte.jpg
... hat laut Windows meine Mutter.
|ö| = KerLone


[28.10.2002] [Kommentare: ]
Ha, Te! Em El!
Heute habe ich mich doch glatt ertappt, dass ich in einem Seminar Gruppe und Untergruppe mit dem Begriff "Elternelement" und "child element" benannt habe. Habe wohl zuviel HTML und CSS in meinem Kopf. Aber den anderen geht es auch so. Im nächsten Seminar sprach der Referent (Nebenfach Informatik) zu schnell. Als man ihm das sagte, fragte er zurück, ob die Laustärke denn passen würde. Nein, nein, antworte einer (Nebenfach Informatik), sonst sei alles in Ordnung, nur die Summe über die Wörter sei eben zu hoch.
|ö| = KerLone


[28.10.2002] [Kommentare: ]
Plage
Ich bekomme einen Koller! In meinem Zimmer flog gerade eine von den fetten Wanzen rum, die sich im Italien-Urlaub vor zwei Wochen in alles verkrochen haben, was ich dabei hatte. Wie langen wollen die mir noch hinterher? Fliegen die nicht irgendwann wieder zurück? Oder nach Afrika, wie die Zugvögel?
Ich werde ihn zu Strafe an die fiese Herbststürmin Jeanette ausliefern. Obwohl, die ist auch schon recht zahnlos. Aber dann muss ihn halt der Frost holen!
|ö| = KerLone


[28.10.2002] [Kommentare: ]
Bush bekommt 'ne Playstation zum Krieg spielen
"The Buy Bush a PlayStation 2 Campaign is an overwhelming success. In a matter of hours, we've managed to meet our goal thanks to a link from fark.com and the generosity of concerned citizens from around the world. (...) I've also received numerous e-mails telling me that the proper game to send Bush is Conflict: Desert Storm, a tactical shooter in which the goal is to kill Saddam Hussein. Of course, this game is a perfect fit for the campaign. I also got several messages asking that we buy an extra controller so Cheney can play, and a few people even insisted that we buy the president a memory card."
Diese Idee sollte ich mal an die Kollegen vom Fach "Internationale Politik" in unserem Institutsgebäude weiterleiten - vielleicht kann man so der Erde viel Kummer sparen. Ich leiste übrigens am kommenden Wochenende ebenfalls einen Beitrag zum Weltfrieden.
Via ITW
|ö| = KerLone


[28.10.2002] [Kommentare: ]
Damals in der Atacama-Wüste
Prähistorische Forschungen in der Atacama-Wüste in Chile beleuchten die Thesen nach den Ursprüngen der amerikanischen Bevölkerung neu.
|ö| = KerLone


[28.10.2002] [Kommentare: ]
Weblog Software
Ich suche eine Weblog-Software, nein, nicht für mich, sondern für mein Institut. Generell reichen die Features von Antville aus. Wichtig ist, dass User möglichst einfach Artikel schreiben können. So wie bei Antville eben. Moveabletype hab ich mal probiert, aber das ist ja furchtbar zu bedienen. Man muss viel zu oft klicken, um einen Artikel im Netz zu haben. Anforderungen:
- Archiv
- Kommentare
- am besten in Perl
- merkt sich die User per Cookie
- User können auch Beiträge schreiben
- schön ware ein Formular zur Linkeingabe für die Dummies
- soll Kategorien unterstützen
Kann man mit PMachine zügig in einfacher Umgebung posten?
Danke an jeden, der jetzt kurz innehält und nachdenkt!
|ö| = KerLone


[27.10.2002] [Kommentare: ]
Galaxie RB6
rote_beete_klein.jpg Heute war ein kosmischer Spiralnebel in meiner Küche. Ich hab ihn kurzerhand kleingeschnitten und gekocht.
|ö| = KerLone



[27.10.2002] [Kommentare: ]
Bernie und Ert
Wer einen kräftigen Humor, vielleicht so wie beim "Kleinen Arschloch" von Moers sein eigen nennt, der kann bei RTL die Folgen von dem Schwulenpärchen Ernie und Bert downloaden. "Also zum lecker Runterlutschen", wie RTL das nennt. Hier eine Konversation aus "Bin ich schön?"

Ert: Morgen Bernie
Bernie: Morgen Ert. Na, gut geschlafen?
Ert: Eigentlich ja. Aber als ich heute morgen aufwachte, da hatte ich 'n Lesezeichen im Arsch.
Bernie: Lesezeichen? Ach das. Das war ich.
Ert: Aber warum denn?
Bernie: Na ist doch klar, damit ich weiß, wo ich gestern abend stehen geblieben bin.
|ö| = KerLone


[26.10.2002] [Kommentare: ]
Old School vs. Dreyeckland
Vier Stunden feinste Musik und Geplapper aus einem vergangenem Jahrhundert von der ersten HipHop-Station Newarks, WHBI. Wo immer Newark ist, danke an den japanischen Sammler für diese Zeitmaschine! In seinem Archiv übrigens auch Auszüge vom Piratenradio Dreyeckland von 1984, das war noch lange vor dessen Genehmigung 1988. Eine kurze Geschichte von diesem linken Protestsender habe ich auch gefunden.
Via UltimateInsult
|ö| = KerLone


[26.10.2002] [Kommentare: ]
Gedankliche Gefangennahme
Ich habe die glückliche Position, ein relativ unbeschwertes Leben führen zu können. Vielleicht ist es darauf zurückzuführen, dass ich mich manchmal völlig in eine Kleinigkeit vertiefe, deren Lösung weder dringend ist noch von einer ihr innewohnenden, logischen Wichtigkeit. Trotzdem passiert es immer wieder, dass ich von einer solchen Kleinigkeit völlig übermannt werde und innerlich so empfinde, als hinge von der Lösung dieser Sache mein ganzes Leben ab. Angenehm ist so eine Gefangennahme immer dann, wenn es um ein neues "Projekt" geht. Also, z.B. das Projekt "KerLone möchte sich eine Digitalkamera kaufen". Stellt die Kleinigkeit aber den Zusammenbruch oder die Dysfunktionalität eines alten "Projekts" dar, verfalle ich in eine Fixierung, deren Handlungsstress nur noch durch das vernunftsmäßig durchaus erkannte, geringe Ausmaß der Sache amüsant ist. Für Außenstehnde verliere ich dann aber jedes sinnvolle Verhalten. Dazu zählt ein plötzlicher Ausfall von der Lichtmaschine meines Autos genauso wie ein Ausfall von dem Projekt "Weblog", oder eine eingebildete Dysfunktionalität desselben auf nicht-technischer Ebene. Auch die Impressumspflicht mit ihrer nur theoretischen Gefahr hielt mich mehrere Tage im Bann und ließ mich nur noch im Wälzen von juristischen Büchern und Webseiten exisitieren. Solche Brüche in der Kontinuität meiner engsten Lebensumwelt bedrohen mich in einem gefährlichen Ausmaß. Ich weiß noch genau, wie vor einigen Jahren die Firma Knorr ihre Haferflockenproduktion einstellte. Knorr Haferflocken waren über Jahre ein sehr enger morgendlicher Baustein meiner Lebenswelt.
In meinem akuten Befall konnte ich die geglaubte Dysfunktionalität gerade noch abstreifen und mit der gedanklichen Beschäftigung zu einem neuen "Projekt" umwandeln. Eine kurze Skizze mit allen Gedanken, auf Papier abgestellt, befreite mich dann von der Verwirrung, alles auf einmal planen zu müssen. Und nun - gedanklich befreit - kann ich mich wieder anderen Dingen zuwenden.
|ö| = KerLone


[26.10.2002] [Kommentare: ]
Unpassende Frage bei Herbststürmen
"Warum ist der Frühlingsbeginn nicht mehr wie früher am 21. März?. Dennoch, die insgesamt zehn verwirrenden Fragen zum Kosmos bei Space.com sind in ihrer allgemeinen Art spannend und zudem knapp-informativ beantwortet.
|ö| = KerLone


[26.10.2002] [Kommentare: ]
Die bizarre Gerichtsverhandlung des Kleiderhakendiebs Mr. Chrysler
Counsel: Now, Mr Chrysler - for let us assume that that is your name - you are accused of purloining in excess of 40,000 hotel coat hangers.
Chrysler: I am.
Counsel: Can you explain how this came about?
Chrysler: Yes. I had 40,000 coats which I needed to hang up.
Teil 1, Teil 2
Via Elephantville
|ö| = KerLone


[26.10.2002] [Kommentare: ]
Mac Porn
Hehe, schon wieder eine Mac-Meldung vor allen anderen zuständigen Maclogs gefunden:
Mac Porn. Inklusive Photo-Love-Story.
Via Wired
|ö| = KerLone


[25.10.2002] [Kommentare: ]
Und sie lesen Weblogs
Bei der diesjährigen Konferenz Poptech geht es, wie berichtet, um "Artifical Worlds". Dementsprechend sind auch die großen Köpfe eingeladen, die man aus dem Bereich der Erforschung der Internet-Kultur kennt. In diesem Artikel haben amerikanische Online-Journalisten die Vortragenden gefragt, was sie denn so lesen. Und sie lesen fast alle (auch) Weblogs.
Via JoNet
|ö| = KerLone


[25.10.2002] [Kommentare: ]
Die Dualität des Wissens
In diesem wissenschaftlichen Aufsatz argumentieren zwei Engländer, dass es ein Wissen gibt, das nicht in Worten fassbar ist:
"Recently there has been recognition that some knowledge cannot be quantified and cannot be captured, codified or stored. However, the predominant approach to the management of this knowledge remains to try to convert it to a form that can be handled using the 'traditional' approach.

In this paper, we argue that this approach is flawed and some knowledge simply cannot be captured. A method is needed which recognises that knowledge resides in people: not in machines or documents.
"
Ein spannender Gedanke. Er erinnert mich an ethnologische Ansätze, die auch in der Wissensdarstellung neue Wege gegangen sind, wie etwa in der literarischen Ethnographie. Aus demselben Grund. Es gefällt mir, wenn man die quantitativen Sozialwissenschaften hin und wieder daran erinnert, dass nicht alles in Worten, und schon gar nicht in Zahlen, fassbar, geschweige denn messbar ist.
(Jetzt muss ich den Aufsatz nur noch irgendwann lesen ;-))
Via Schockwellenreiter
|ö| = KerLone


[24.10.2002] [Kommentare: ]
Ein Mac aus dem Jahre 1923
Zumindestens teilweise aus einer Vorkriegs-Schreibmaschine zusammengebaut ist dieser Macintosh. Die ganze Tastatur wird etwa durch die alten Klapper-Tasten ersetzt. Inspiriert ist der Retro-Rechner von dem Film "Brazil", wie man unschwer sofort erkennt, wenn man den Film bereits zehnmal gesehen hat.
Brazil-Link evtl. down. Via BoingBoing

[24.10.2002] [Kommentare: ]
Weblogs-Ping
Ich habe es nun doch tatsächlich geschafft, dass mein völlig rudimentärer, zur Hälfte mit eigenem Perl-Code versauter Online-Editor (mein persönliches "Weblog-Tool") beim speichern neuer Beiträge einen Ping an Weblogs.com schickt und damit die Aktualisierung meiner Seite dort anzeigt. Das ganze geschah mit Hilfe des Perl-Skripts von Hans Kellner. Danke!
|ö| = KerLone


[24.10.2002] [Kommentare: ]
Danke, danke, danke!
"mosaikum.org ist ein exzellenter und effizienter surfer" (alpha.antville.org)
|ö| = KerLone


[23.10.2002] [Kommentare: ]
Roter Faden, äh Knopf
Drücken Sie (nicht) den roten Knopf: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10
Via Ronsens
|ö| = KerLone


[23.10.2002] [Kommentare: ]
Die Geschichte von Rolando Trujillo
roland_trujillo.jpg Das Colors-Magazine hat mal wieder eine technisch vorbildliche, aber auch journalistisch nette FlashMX-Reportage, diesmal über einen einsamen Holzfäller in Feuerland (Patagonien).
"I need a carton of wine to keep me warm when I am working. Red or white, I don't care. I don't use it for painting."
|ö| = KerLone


[23.10.2002] [Kommentare: ]
Religionswissenschaft online
My God is ...
|ö| = KerLone


[23.10.2002] [Kommentare: ]
Darum brauchen wir Journalisten
"Zonen sind die Quanten der Authorität"
Solche schönen Sätze erhält man, wenn man ein Mitglied des Chaos Computer Clubs die Funktionsweise von einem DNS-Server erklären lässt. (PDF).
Aber sonst schon ordentlich, die Denial-of-Service-Attacke auf die 13 weltweiten DNS-Server. Am Ende war es gar nicht Absicht, sondern auf irgeneinem Rechner dieser Welt haben sich nach dem Besuch einer Warez-Seite zu viele Porno-Popups geöffnet.
|ö| = KerLone


[23.10.2002] [Kommentare: ]
Ausrüstung für den Ethnologie Erstsemestler
matahari_bags.jpg Matahari Handtaschen. Ohne die gehts nicht ins erste Semester!
Via Infinitematrix
|ö| = KerLone


[22.10.2002] [Kommentare: ]
Autoren-Bilder
Für Kenner der Literatursparte sicher nix neues: Bei gezett.de findet man an die 2200 Bilder von allen möglichen Autoren. Bildlastig wie wir sind, möchten wir ja manchmal gerne wissen, wie der ausschaut, der uns da gerade eine Geschichte auftischt. Die passenden Geburtsjahre findet man dann wiederum bei einer Liste zu Kürschners Deutschem Literatur-Kalender.
|ö| = KerLone


[22.10.2002] [Kommentare: ]
Tolle Klamaukomotten von Infineon
In Washington findet zur Zeit eine Konferenz für Wearable Computing, kurz ISWC statt. Während ich noch am Grübeln bin, wie man hier eine sarkastische Verbindung zum Heckenschützen herstellen kann, darf sich der werte Leser beim Kollegen gHack dessen neueste Modeskizzen ansehen. Z.B. für "Tek Grl" (mit integriertem Elektroschocker gegen "Geeks, die Ihnen an die Gadgets wollen").
Laut Heise hat Infineon auf der Messe übrigens einen Musikparka vorgestellt. Dort ist ein MP3-Player mit eingebaut. Das ist praktisch bei warmen Wetter, wenn man sich eine neue Jacke kaufen möchte oder wenn man mal zu Hause auf der Couch Musik hören will. Für diesen sarkastischen Satz lassen wir auch einen Bezug zum Heckenschützen weg.
Noch eine Anekdote: Heute mittag, mit vollem Bauch auf dem Weg von der Mensa ins Institut, hörte ich ständig einen durchdringenden, hohen Piepston. Zuerst dachte ich an einen kurzzeitigen Tinitus, aber das Geräusch kam eindeutig von vorne. Wenn ich den Kopf wendete, nahm ihn ein Ohr stärker wahr. Hmmm. Ich drehte den Kopf ständig nach links, nach rechts, so oft es der Verkehr zuließ. Dann dachte ich an irgendeine Baustelle oder elektrische Vorgänge in unmittelbarer Nähe. Als ich aber radelnd den Englischen Garten erreicht hatte, war klar, dass es etwas größeres sein musste. Es musste aus dem Englischen Garten oder von der anderen Seite kommen. Ein Piepston mit riesiger Ausbreitung. Ich sah die Schlagzeilen: "Schwabing von lautem Piepston heimgesucht". Vielleicht sogar die kleine Schwester vom weltweiten Brummton. Dann, immer noch radelnderweise, die Entdeckung: Der Ton kommt von unten. Wenn ich mich nach vorn beuge wird es lauter! Ich überlegte kurz, ob ich absteigen soll und mein Ohr auf die Erde legen. Also noch mysteriöser: Ein heller Piepston aus der Erde! Von dem Effekt des Vorbeugens fasziniert, beuge ich mich nun also vor und zurück, radelnderweise. Ah: Es kommt ganz stark von links. Ich schau nach links: Bäume in der Ferne. Der Fahradlenker kommt ins Bild. Mein Fahrrad piepst? Am Lenker eine Hand. Und an der Hand meine Uhr. Ein Wearable Computer namens OnHandPC. Ich halte die Uhr ans Ohr: Ein durchdringendes, ohrenbetäubendes Piepsen. Abgestürzt! In letzter Zeit stürzt sie oft ab, aber mit Piepston ist das neu. Ein kurzer Neustart ("Filer" + "Enter" + "Menu") und wieder Ruhe, nur noch mein Fahrrad klappert. Und die Raben krähen, und flüchten in die Hecken, schützen sich vor dem Fahrrad. (Haha!)
|ö| = KerLone


[22.10.2002] [Kommentare: ]
Die Besten der Naturphotographie
wildlife_wettberwerb.jpg Die Photos der Gewinner der BG Wildlife Photographer of the Year Competition 2002 können nun im Web bestaunt werden.

Naturphotographie? Mist! Da hätte ich ja ein Photo von meinem Mosaikum-Bug einsenden sollen!
|ö| = KerLone


[22.10.2002] [Kommentare: ]
Turm der Sinne: die klingende M.C. Escher-Treppe
In Nürnberg wird gerade an einem interessanten Projekt gearbeitet: dem Turm der Sinne. In der Ausstellung sollen zahlreiche Fragen der Sinnestäuschung, aber auch allgemein der Wahrnehmung bis hin zu erkenntnistheoretischen Fragen wie der kulturellen Komponente bei der Wahrnehmung behandelt werden. Eröffnung ist 2003. Die Website bietet aber jetzt schon eine Vielzahl interessanter Links. Eine Attraktion wird eine endlos steigende Tonleiter sein, bei der die Töne scheinbar stetig höher werden. Nach kurzer Suche konnte ich eine solche "Shepard Scale" im Netz finden (beeindruckend!)
Via Süddeutsche Zeitung
|ö| = KerLone


[22.10.2002] [Kommentare: ]
Weltperspektive
Warum spricht man eigentlich immer von Irak-Krise und nicht von USA-Krise? Hmmm. Ein Grund ist sicher die Perspektive, ein anderer, dass sonst jede Krise eine USA-Krise wäre. Den Blickwinkel radikaler Islamisten kann man sich übrigens auf dieser islamischen Seite in Australien antun, berichtet die Netzeitung. Warum diese Islamisten allerdings eine amerikanische Übermacht fürchten, dann aber Microsoft-Produkte für ihre Websites verwenden, ist mir noch nicht ganz klar...
|ö| = KerLone


[21.10.2002] [Kommentare: ]
Heute in der Gerüchteküche: Vögel
Manchmal ist es schon witzig wie eine Meldung die Lösung für eine andere Meldung sein könnte.
Via Randomdrivel und Boingboing
|ö| = KerLone


[21.10.2002] [Kommentare: ]
Fing mit "M" an und hörte mit "aikum" auf oder so
Bei whois.sc kann man auch Bestandteile einer Domain eingeben und bekommt alle Möglichkeiten aufgelistet. Leider nicht für .de-Domains.
|ö| = KerLone


[20.10.2002] [Kommentare: ]
Money Honey
Deutschlands erster Elvis-Shop.
|ö| = KerLone


[20.10.2002] [Kommentare: ]
Hoppla, Frankfurt
Stehe grad in Frankfurt in einer Kneipe namens Nachtleben und gluggere ein Cola herunter. Und man kann kostenlos ins Internet. Cool.
|ö| = KerLone


[19.10.2002] [Kommentare: ]
Was für die Mädels (und Stefans) da draußen
calvin_klein_ads Die ultimative, große Sammlung von Calvin Klein Werbeanzeigen. Die Krönung ist natürlich Marky "Sackkratzer" Mark. Und wo wir grad beim Thema sind, hier doch noch was für die Marky Marks unter den autofahrenden Männern: Truck Nuts.
Via Ankegroener
|ö| = KerLone


[19.10.2002] [Kommentare: ]
Tut sich was?
Die MIT Technology Review schreibt, dass sparsamere Autos längst möglich wären, aber Industrie und Kunden das nicht wollen. Der Autor kritisiert, dass die Autos jeden technischen Fortschritt der letzten 20 Jahre in PS und Größe umgewandelt haben, nicht aber in Sparsamkeit.
Der Schauspieler Sean Penn, bekannt aus dem Film "Dead Man Walking", hat in einer ganzseitigen Zeitungsanzeige Präsident Bush kritisiert und ihn aufgefordert, im Irak nicht Töten mit Töten zu beantworten: "Bewahren Sie Amerika vor einem Vermächtnis aus Schande und Grauen"
|ö| = KerLone


[18.10.2002] [Kommentare: ]
Konferenz über Beziehung von Kultur und Technologie
"At this year's PopTech gathering, 400 entrepreneurs, inventors, CEOs and academics will tackle big questions about how humans are using technology to alter the world around them. 'People tend to sort of zip through the year and never pause and think about 'how is this technology changing me?'' said Anthony Citrano, one of the founders of the conference. 'We want to focus on how technology is impacting culture and vice versa.'" (Wired berichtet: "Living in an Artificial World). Und wer ist auf der Gästeliste? Howard Rheingold und Stephen Wolfram, die zwei Oberkäuze aus dieser Themenecke ;-)
|ö| = KerLone


[18.10.2002] [Kommentare: ]
Ideen-Sammlung
Ich bin vor einer Ewigkeiten schonmal darübergestolpert, vor einer halben Ewigkeit wollte ich auf die Seite, aber mir fiel sie nicht mehr ein. Jetzt hab ich sie wieder gefunden: Die Halfbakery, ein Pool für Erfindungen und Idee aller Art. Aktuelle Ideen z.B. das Do-It-Yourself-Restaurant oder die Where-Is-My-Bloody-Car-Website
Via Searchengineblog
|ö| = KerLone


[18.10.2002] [Kommentare: ]
Wissenschaft
"After comprehensive studies of the segregated meta-infoplasm with positronic telescope, we came to the conclusion that in 73.56% of cases hypotethical sending entities are trying to convey us some abstract non-weighted appreciacion of our hypertextual combinations by using limited set of symbols arranged in loosely predictable order. In the rest of analyzed cases our experiments proved that we have got pseudo-random arrangements of words with no purposeful logistic induced, except that probably different sentence generation methods were used."
Via ITW
|ö| = KerLone


[18.10.2002] [Kommentare: ]
Kunst (mit Magnesiumstaub)
Das Department für Bandbreitenverschwendung präsentiert einen einzigartigen Film (DivX, 3MB), wo Magnesiumstaub, der wo aus einem Tablettenröhrchen sich in meinem Wohnmobil verteilt hat, weil ich so schütteln musste, weil eine Tablette quer lag, also wie dieser Staub in meinem Laster rumfliegt, der wo vollgestopft ist mit Surfsachen, alles beschienen von der Sonne die wo nur durch die kleine Dachluke reinkommt.
|ö| = KerLone


[18.10.2002] [Kommentare: ]
Laster fahren rettet Leben
laster_ifflandstr.jpg Wo wäre der Fahrer jetzt, wenn das ein PKW gewesen wäre? He? So blieb der Fahrer unverletzt. Den versteh ich auch ganz gut, ich meine, wer will nicht einfach mal ausbrechen, und den "beaten path" verlassen?
Das ganze passierte heute früh auf dem Isarring in direkter Nähe meines Instituts - falls jemand in einen Stau gekommen ist: das war der Grund.
|ö| = KerLone


[18.10.2002] [Kommentare: ]
Wie klein die Welt der Bilder doch ist
paper_news_bloghaus.jpg Das ist das Cover von einer Beilage zu Stern, Spiegel, Focus, Zeit und einigen anderen Zeitschriften. Das Bild kam mir irgendwie bekannt vor. Tststs. Aber zugegeben, es war mir dort schon von Anfang an sympathisch...
|ö| = KerLone


[17.10.2002] [Kommentare: ]
Internet in Indien und China
First Monday über die Entwicklung des Internets in China und Indien mit zahlreichen Tabellen und einem Vergleich, welche Nation in welchem Bereich führt.
|ö| = KerLone


[17.10.2002] [Kommentare: ]
Beschränktheit des kulturellen Interesses am Beispiel Elefant
elefant_thailand.jpg Interessant, wie dieser Artikel in der National Geographic über traditionelle gewaltsame Elefantenerziehung in Thailand und ihren Gegnern, die sich langsam gegen die brutalen Traditionen auflehnen, in den Mühlen des professionellen Journalismus zu einer Empörungsgeschichte erster Güte verkümmert. Man erkennt noch den Ansatz anderer spannender Punkte, etwa die ambivalente Symbolisierung von einfachem Leistungstier und Verkörperung von Macht, Kraft, Besonderheit und Göttlichkeit andererseits: "Thais often say elephants helped build their nation. For centuries they were Thailand's tanks, taxis, and bulldozers. As such, a contradiction developed: These beasts of burden became cultural icons. They are symbols of the king's divine right to rule, of good luck, even religious icons." Oder der religiöse Anteil an der Elefantenerziehung. Allein das ist schon interessant.
Hat der Autor das nicht weiterschreiben wollen, oder durfte er nicht? Oder konnte er nicht, weil das Wissen fehlte? Oder - am Ende - bin ich schuld, weil ich National Geographic lese und nicht Medien, die solche Gedanken weiterführen?
|ö| = KerLone


[17.10.2002] [Kommentare: ]
Nun auch die armen Männer!
"'MD [Muscle Dysmorphia]ist ein neues Syndrom, das dadurch charakterisiert wird, dass äußerst muskulöse Personen dem pathologischen Glauben anhängen, sie hätten eine sehr unterentwickelte Muskulatur', sagte die Leiterin der Untersuchung, Precilla Choi. Typisch für diese Männer sei, dass sie es meist vermieden, sich mit wenig Kleidung in der Öffentlichkeit zu zeigen, etwa im Schwimmbad oder am Strand. Stattdessen trügen sie besonders weite Kleidung, um ihre Körperformen zu verdecken."
Hmmm. Das Pendant zu den Pullover-um-den-Arsch-wickel-Mädchen. Ich warte schon auf die Männer, die extra enge Kleidung anziehen, weil sie glauben, sie haben zu wenig Muskeln, aber nicht weite Kleidung anziehen wollen, damit man nicht denkt, sie glauben, sie hätten zu wenig Muskeln. Mein Tipp: Nackt gehen. Wir brauchen wieder mehr Provokation.
Natürlich via Malorama
|ö| = KerLone


[17.10.2002] [Kommentare: ]
Google-Mitarbeiter schreibt kritisch über Google-Answers
Ein Mitarbeiter von dem seltsamen Service bei Google hat einen Artikel über seine Arbeit geschrieben, gewährt Einblicke in den Dienst und gibt sich etwas frustriert, weil das anonyme System keine Wissenshierarchie zulässt und ein studierter Bibliothekar schnell enttäuscht von der manchmal etwas öden Arbeit ist. Für den Artikel wurde er übrigens gefeuert, was er in seinem Weblog nochmals kommentiert. Kritik kommt auch von diesem Artikel bei Geek.com.
Via Google-Weblog
|ö| = KerLone


[17.10.2002] [Kommentare: ]
Frage zu Offline-Browsern und Link-Visualisierung
Eine Stundentin von meinem Institut untersucht, wie ethnische Konflikte im Internet ausgetragen werden. Dafür sucht sie noch einen tauglichen Offline-Browser (win) sowie ein Tool, das wissenschaftlich verwendbare Skizzen von der Verlinkungsstruktur einer Website macht. Neben Google Graph und Kartooist mir da nichts eingefallen. Gibt es z.B. auch Programme, die die abgehenden Links einer Seite selbstständig auslesen und visualisieren? Irgendwelche Erfahrungen?
|ö| = KerLone


[15.10.2002] [Kommentare: ]
El tiempo pasa
"On June 17th, every year, the family goes through a private ritual: we photograph ourselves to stop a fleeting moment, the arrow of time passing by.
Bilder einer Familie aus Buenos Aires - sonst nichts. Und doch faszinierend.
Via Metafilter
|ö| = KerLone


[15.10.2002] [Kommentare: ]
Legophonics
Heftig. Da hat sich ein Musiker ein ganzes Cembalo aus Legosteinen gebaut. Naja, bis auf die Saiten. Klingt bezaubernd. Hat so einen sehr schönen, kräftig klappernden Anschlag, der sich in die Harmonie mischt.
Via Ultimate Insult
|ö| = KerLone


[15.10.2002] [Kommentare: ]
Neues vom Spezi ...
spezi_maennlein.jpg Endlich hab ich mir mal die Spezi-Website angeschaut, nach meiner Etiketten-Besprechung war ich schon gespannt was die albernen Strategen nun dort verzapfen. Der Kracher gleich am Anfang: Nur die Spezi-Werbeleute können es wohl schaffen ihren Käse so schnell hinzupfuschen dass sich so eindeutig in einem Absatz widersprechen: "Aber keine Angst, SPEZI ist und bleibt das Original und deswegen unverändert im Geschmack. (...) Du wirst sehen, SPEZI ist noch frischer, fruchtiger, sportlicher und peppiger geworden."
Aber die Geschichte der Marke Spezi ist dagegen so unverholen größenwahnsinnig geschrieben, dass es eigentlich schon wieder sehr sympathisch ist. Spezi auf seinem Eroberungsfeldzug vom "Riegele Vertriebsgebiet" in die ganze Welt. Naja, außer die verlorene Schlacht gegen Pepsi 1979, vielleicht ...
Und nicht zu vergessen das bedeutsame Jahr 1996 (s. auch obiges Bild): "Der kleine Spezi tritt auf den Plan. Er muß die Prinzessin von den bösen Mächten des ewigen Durstes befreien. Die Geschäftsführung des Verbandes und der kleine Spezi verlieben sich sofort in einander. A Star is born!"
|ö| = KerLone


[15.10.2002] [Kommentare: ]
Nackt BMX fahren
nackt_bmx.jpg Da hat der Spiele-Hersteller Acclaim ja endlich mal die richtigen zwei Dinge zusammengebracht: Nackte Mädels und BMX. Grandios. Ich freu mich schon auf Fußball-Damenliga, die Nacktversion. Oder Siedler4: Das Paradies (alle noch nackt). Könnte der Spielebranche einen neuen Auftrieb geben, die andere große Männeremotion Gewalt ist ja wegen dem Terror grad etwas weniger gefragt.
|ö| = KerLone


[14.10.2002] [Kommentare: ]
Hilarious Shit
Armselig: Irgendein Österreicher hat seine dünnen Monologe und Rapversuche unter starkem Einfluß von Rauschdrogen, namentlich THC, als Audiofiles im Netz stehen (Link nicht klicken, sondern kopieren und in Adresszeile einfügen). Teilweise verhaspelnd, teilweise atemlos schnaufend, teilweise mit längeren Pausen gefüllt nur vom Blubbern der Bong, trägt er sein wirres Zeug vor. Sehr kurios. Manche Audiofiles müssen allerdings erst auf eine Samplefrequenz von 11025 geändert werden.
|ö| = KerLone


[14.10.2002] [Kommentare: ]
Liste von Dateiendungen
Kann man immer brauchen: Eine umfangreiche Liste von Dateiendungen, auch einige aus selteneren Betriebssystemen.
|ö| = KerLone


[14.10.2002] [Kommentare: ]
Wieder da!
lesereise_italien_klein.jpg Endlich wieder zurück von meiner Lesereise. Alles wohlbehalten, sowohl ich, als auch mein fehleranfälliges Fahrzeug. Bis nach Rom bin ich wie gesagt nicht gekommen, nur in die Toskana. Aber es war sehr schön. Leider konnte ich meinen Vorsatz nicht ganz erfüllen, etwa 100 Seiten aus Montaignes "Essais" muss ich noch lesen. Wer möchte, kann sich ein paar Urlaubsphotos ansehen, obwohl, nun ... man sollte ein gewisses Interesse für Allrad-Laster mitbringen.
In einem Vorort von Venedig ist mir noch etwas Lustiges passiert: Ich stand in einer Wohnstraße und las am späteren Abend noch bei Kerzenlicht im abgedunkelten Fahrzeug. Plötzlich klopfte es und die Polizei stand vor der Tür. Scheinheilig meinten sie, es wäre eine normale Kontrolle - als ob man nachts normalerweise an Lastwagen-Aufbauten klopft und etwaige Insassen kontrolliert. Nach einiger Fragerei von mir gaben sie dann aber zu, ein Nachbar hätte angerufen. Unter der handvoll Schaulustiger, die wegen dem Trubel auf der Straße inzwischen zusammenliefen, stand auch der Nachbar. Als die Polizei meine Papiere für ordentlich befand, sagten sie dies dem Nachbar, der nun erleichtert wieder in sein Haus zurückkehrte. Zu mir meinten sie, alles in Ordnung, ich kann hier übernachten. Der Arme! Er hatte anscheinend Angst, dass er noch überfallen wird, oder was weiß ich. Gegen das Übernachten an sich hatte er wohl nichts einzuwenden.
|ö| = KerLone


[7.10.2002] [Kommentare: ]
Die Zeit reist auch mit Montaigne (Meldung aus dem Urlaub)
Na sowas: In der aktuellen Zeit kann man eine Rezension ueber eine Neuuebersetzung von Michel de Montaignes Reisetagebuch lesen, nach welchem ich gerade reise. Der Autor, Hans Stilett, sollte sich aber lieber mal um seinen Kommentarband zu den Essais kuemmern, den er schon fuer 2000 versprochen hat. Ich koennte ihn jetzt dringend brauchen.
Mittlerweile habe ich die Haelfte seiner Essais gelesen und muss mich etwas beeilen. Rom habe ich weggelassen, weil ich mich nochmals mit Freunden am Gardasee getroffen habe. Jetzt noch Venedig und Adria!
Es gibt zwei Sachen, die einem beim Fahren auf der Landstrasse auffallen: Das eine sind Prostituierte, die in Italien anscheinend immer schwarz sein muessen, gekleidet dagegen in neonfarbenen Bikinis. Das andere sind Italiener, die auf dem Weg zur Arbeit morgens ihre Zeitung im abgestellten Auto lesen. Ich bin am gruebeln, ob beide Erscheinungen im Zusammenhang miteinander stehen. Nicht in der Art, dass die zeitungslesenden Italiener auf die Rueckkehr ihres Lieblingsfraeuleins warten, oder dass gar hinter der Zeitung die Dame aus Afrika... nein, dazu sind die Autos der Italiener zu klein.
Aber eher so, dass beides Zeichen einer Hausflucht des Italieners sind. Kann der arme wirklich nicht zu Hause in Ruhe seine Zeitung lesen? Wo sie doch sonst den ganzen Tag das Geschrei lieben! Vielleicht ist es auch ganz anders: Die zeitungslesenden sind die Verheirateten, und die Freier sind die, die noch bei Mamma wohnen. Und in beiden Faellen dient die Landstrasse der Konfliktvermeidung.
Wenn es aber doch irgendwie miteinander zu tun hat, dann wundert es mich jedenfalls nicht, dass die Italiener immer so neugierig schauen, wenn ich gleich mit einem ganzen Campingtisch und zehn Buechern die Leserei betreibe.
Danke uebrigens fuer die diversen Urlaubsgruesse. Urlaub? Das ist kein Urlaub! Das ist doch eine geschaeftliche Reise! Pah!
|ö| = KerLone


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